Nachgesalzen

meersalzEr steht ungefragt auf dem Tisch: der Streuer des Grauens. Da heißt es immer, es werde regional und saisonal gekocht, Bioprodukte verstünden sich von selbst. Doch was helfen glückliche Hühner, säuglingsnahrungstaugliche Möhren und Glutenfreiheit im Essen, wenn das Salz billige Industrieware ist? Die we­nigs­ten Restaurants, auch wenn sie in der gehobenen Liga spielen, scheint das irgendwie zu scheren. Der Salz­streuer enthält nebenbei vielleicht noch eine Portion Jod ­– welche Freude für Wellensittiche, aber Meer- oder Himalayasalz, auch wenn Letzteres bereits beim Discounter zu bekommen ist? Fehl­anzeige. Mal ganz abgesehen vom Hui- und Pfui-Qualitätsunterschied, da wäre noch der Geschmack. Der Gaumencheck sagt mehr als tausend Worte: Mit dem Grauen wäre ein für allemal Schluss. Fragt sich jedoch, ob eine sanfte Salz-Revo­lution gewollt ist. Weniger (Indus­trie-)Salz, weniger Durst, für die Gastronomie vielleicht kein Wirtschaftsaufschwung.

Text: Manuela Blisse

Foto: Manfred Czybik (pixelio.de)

von  Eva-Maria Hilker
Veröffentlicht: 19.01.2010 , Zuletzt aktualisiert: 19.01.2010
tip Berlinale App

tip Berlinale App

Jetzt kostenlos im itunes- Store downloaden.

tip Ausgabe 04/2012

tip Ausgabe 04/2012

Berlinale Komplett: Die Highlights des Festivals auf 36 Seiten || Claudia Pech- stein und ihr erstaunliches Comeback || Sönke Wortmann über seine Regiearbeit am Grips Theater || S-Bahn Irrungen und Wirrungen: Ein Tag am Ostkreuz || Booklet: Berlinale komplett - Alle Reihen, alle…

Jetzt neu! Die Speisekarte 2012!

Jetzt neu! Die Speisekarte 2012!

Heimatküche: Neudeutscher Hochgenuss || Lebensart: Verliebt in Vegan || Kuschelrunde: Die neuen Sexbars mit Niveau || 1000 ausgewählte Empfehlungen || Die 40 besten Neueröffnungen.