Auf ein Wort!

Landowsky

Was für ein schlechter Sachverwalter des Berliner Vermögens Klaus Landowsky zu seiner Zeit als Bankvorstand gewesen sein muss, zeigt erst heute richtig das Geschick, mit dem er und seine Anwälte immer wieder den "letzten" Prozess zum Berliner Bankenskandal zu verzögern wissen. Während "Lando" und seinen Mitarbeitern damals gravierende Akten und Vorgänge schlicht entgangen sind,was zu Milliardenschäden für unsere Stadt führte und bis heute mit einem Schulterzucken der Beteiligten abgetan wird, steigt die Aufmerksamkeit nun, wo es um die eigenen Belange geht, enorm und selbst der kleinste Formfehler bei der Ersatzschöffenfindung (!) wird noch aufgedeckt. Bitte schämen!

 

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 30.06.2009 , Zuletzt aktualisiert: 30.06.2009

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poweroldie43

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Landowsky

Auf ein Wort!

Alles wird gut!

Oh Gott, Schulmassaker in Baden-Württemberg und anderswo, Politiker als Pistenhooligan unterwegs, die Wirtschaft immer noch auf Tiefflug. Man kann wirklich Depressionen kriegen. Wenn der Arzt allein deshalb aber noch keine Kur verschreibt oder der Chef Sonderurlaub gibt, kann man sich jedoch auch ein wenig mit den Topmeldungen anderer Länder trösten. Zum Beispiel ein Blick in die Malta Times:

http://www.timesofmalta.com/articles/view/20090310/local/tree-falls-on-house-no-injuries

Da passiert auch was, aber niemand wird verletzt. Schön.

 

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 12.03.2009 , Zuletzt aktualisiert: 12.03.2009

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1 Kommentar

Inquisition light

Sonntagmorgen - im falschen Film aufgewacht? Beim rituellen Zeitungslesen des Tagesspiegels mit Weckkaffee habe ich gerade das Gefühl über Nacht nach Fulda verbracht worden zu sein. Die Berliner Tageszeitung liest sich in ihrem Bemühen, es der Kirchenlobby recht zu machen, schon seit Wochen wie ein Bischöflicher Generalanzeiger. Mit dem Zweck der Verdammung Aller (hier: "Die Humanisten"), die in Sachen Pro oder Contra Reli anderer Meinung ist. Wenn mir die Initiative "Pro Reli" schon von Beginn an recht intolerant vorgekommen ist, so sehe ich nun eine Inquisition light auf uns zukommen - aber auch dies kann Unparteiischen helfen, sich zum Thema und zu den Aufgaben einer seriösen Presse ihre Meinung zu bilden.      

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 15.02.2009 , Zuletzt aktualisiert: 15.02.2009

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Bernd Sauer

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5 Fragen an: Regisseur Necio Celik
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Das Berlin-Festival in Tempelhof

Kommentare

Anti-Reli

Dass wir hier eine Inquisition light abwehren müssen, zeigt sich schon an dem unverschämten Benutzung des Wortes Freiheit für die Einführung eines (Wahl)zwangs, z.B. wie bei dem Spruch auf einem…Lesen »

Auf ein Wort!

Taxi fahren

Letzte Woche war ich in Paris. Und falls Sie auch einmal dorthin fahren möchten, hätte ich einen wichtigen Tipp: Fahren Sie auf jeden Fall Taxi! Geben Sie nichts auf die U-Bahn mit ihren 10er-Rabattkarten, nur um ein paar Euro zu sparen. Die schönste Stadt der Welt durchquert man nun einmal nicht unterirdisch. Zudem: Taxen sind in der Französischen Hauptstadt erstaunlich billig. Egal, wohin man vom Zentrum aus fährt, mit 7-10 Euro ist die Strecke bezahlbar. Trinkgeld inbegriffen. Mein Weg von Charlottenburg zum Flughafen Tegel hat hingegen allein schon 18 Euro gekostet. Und die Aussicht war vergleichsweise miserabel.  

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 09.02.2009 , Zuletzt aktualisiert: 09.02.2009

Auf ein Wort!

Kinderkreuzzug

Meine Tochter (7) hat letzte Woche aus der Schule einen Brief zum geplante Volksentscheid "Pro Reli" mit nach Hause gebracht. Wie Kinder eben solche Briefe mitbringen aus der Schule: "Guck mal, da sollt Ihr was unterschreiben...". Das nenne ich hinterfotzigen Stimmenfang und Manipulation von Minderjährigen. Das nenne ich auch un-ethisch. Und das zeigt doch, was wirklich vonnöten ist in unserer Erziehung: PRO ETHIK - durchaus auch für Erwachsene, die meinen, ihren Glaubenskrieg auf dem Rücken von Kindern austragen zu müssen.

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 25.11.2008 , Zuletzt aktualisiert: 25.11.2008

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Britta Geithe

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Berliner Freibäder 2011
Alexander Kluge über "Deutschland im Herbst"
Heute auf der Berlinale
Schweizer

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Kristallnacht reloaded

Inzwischen hat sich die Jüdische Gemeinde verständlicherweise empört und die Landesschülervertretung pflichtgemäß für die peinlichen Ausschreitungen entschuldigt, die sich im Rahmen einer Demo gegen die Bildungspolitik am 12. November zutrugen und bei denen eine Ausstellung im Foyer der Humboldt-Uni zu jüdischen Unternehmern im Nationalsozialismus stark beschädigt wurde.

Frei nach Goethes Mephisto waren die Demonstranten hier jedoch auch eine Kraft, die zwar das Böse tat, aber auch Gutes damit schuf. Denn so kurz nach dem 70. Jahrestag der Reichspogromnacht wurde uns so anhand agitierter und anscheinend wenig aufgeklärter Demonstranten vorgeführt, wie leicht immer noch besinnungslose Randale und Mitläufertum entstehen können. Hinterher ist man dann natürlich betreten und hat von Sinn und Inhalt der zerstörten Ausstellung „nichts gewusst“. Man hat halt mitgemacht.

Unfreiwillig lehrreich und augenscheinlich wird so auch die wichtige Botschaft der Demo transportiert: Bildung tut Not!

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 14.11.2008 , Zuletzt aktualisiert: 14.11.2008

Auf ein Wort!

Verarsche

Ich bin heute zum circa 500ten Mal in diesem Jahr die Straße des 17. Juni runtergefahren und habe das Charlottenburger Tor passiert. Die Alice-Reklame, die dort seit Jahr und Tag den Horizont verschandelt, schien langsam abgebaut zu werden. Darunter zum Vorschein kamen ein paar kleine Backsteinsäulchen, an denen vorgeblich seit Monaten gearbeitet wird. An diesem Plunder? Die sind so klein, die taugen nicht einmal als Phallussymbol! Es handelt sich hier lediglich um eine Potemkin´sche Baustelle, mit der unter dem Deckmäntelchen des denkmalgeschützten Bauens und zum Preis einer Verschandelung des Stadtbildes Werbegelder abgegriffen werden. Und dies anscheinend ohne Ende, denn es wird nun nicht etwa abgerüstet, weil die Türmchen fertig sind, sondern lediglich die Telefonreklame durch großflächige Autowerbung ersetzt. Unschön.

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 04.11.2008 , Zuletzt aktualisiert: 05.11.2008

Auf ein Wort!

Kindermusical

Kindermusical-"Tycoon" Christian Berg ist mit "Peter Pan" im Schiller Theater zu Gast. Als Erwachsener sollte man sich dazu eigentlich ein Urteil verkneifen, schließlich ist die Zielgruppe ganz anders verortet. Aber ein kleiner Kommentar muss erlaubt sein: Danke, danke, danke, dass diesmal nicht Konstantin Wecker singt. Dessen gepresste Weißwurstvocals waren stets ein Grauen! Nun ist alles schön.   

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 02.11.2008 , Zuletzt aktualisiert: 02.11.2008

Auf ein Wort!

Wilde Mischung

Gerade noch rechtzeitig zum Medienrummel um den "Baader Meinhof Komplex" möchte auch die Musikindustrie ihren Anteil am RAF-Business abgreifen. Die Compilation "Wildes Leben - 1968 das Jahr der Revolution" soll "ein wildes Jahr - auch in der Musik" (Pressetext) vertonen. Und womit? "Smoke On The Water" von Deep Purple (1972), "Going Underground" The Jam (1977) , "Long Train Running" Doobie Brothers (1973). Ein Jahr, das anscheinend nie enden wollte. Ebenso lieblos wie die Zusammenstellung ist übrigens auch die Aufmachung: Neben dem tausenmal goutierten Obenohne-Foto von Uschi Obermeier (ich recherchiere jetzt nicht, aber auch das ist garantiert nicht aus dem Jahr 1968) findet sich bei den Credits lediglich eine eins-zu-eins Übernahme aus der Verlagsdatenbank. Was zur Folge hat, dass neben den Geburtsdaten der Komponisten gleich auch noch (wie pietätvoll) eine Leerstelle fürs Sterbedatum bereit gestellt wird. Trash!

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 15.10.2008 , Zuletzt aktualisiert: 15.10.2008

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tip_Partytip

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Dice Club steht unter Wasser
Fisch sucht Fahrrad
Wilde Mischung
Die Lieblingslisten 2008

Popkomm Tag 3 - Freitag

Gute Nacht. Tim Renner und Co scheinen sich einer gewissen Faszination für den Untergang nicht erwehren zu können. So, wie bei der ersten Berliner Popkomm vor fünf Jahren Motor sein Comeback im bereits maroden Palast der Republik gab, fand die diesjährige Popkomm-Kehrausparty des Indie-Musik-Imperiums im Haus der Vorstellung, Torstrasse 166 statt. Auch hier war die Motor-Party die allerletzte Sause vor Ort. Künftig wird dort modernisiert. 

 Guten Abend. Die Messe ist beendet. Am letzten Tag waren die Hallen denn auch weit weniger gefüllt. Schließlich standen für viele Berlinbesucher auch noch Museumschecks und Einkaufsbummel an. Aber auch allgemein: Es gab weniger Aussteller und weniger Teilnehmer dieses Jahr. Man muss dabei aber auch das Positive sehen: Dies war die erste Popkomm im Zeichen rauchfreier Clubs. Was bedeutet: weniger Kopfschmerzen und besser riechende Teilnahmer am nächsten Morgen. Ist doch auch was.    

Guten Mittag. Frage an eine 18-jährige Endverbraucherin in der U-Bahn, die sich kurzzeitig von ihrem ipod entstöpselt:"Welche Musik hörst Du denn so?" - "Ich mag 70er und 80er."  

Guten Morgen. Schön ist es doch, wenn die Menschen aus der Musikindustrie irgendwann aufwachen und die Gewissheit haben können, dass es irgendwie weiter geht mit ihrer Branche. Wie ich nächtens in der Paris Bar erfahren habe, erweist sich dabei die Filmrechteverwertung als segensreich und lukrativ. Da verhält es sich wie mit den abgeranzten Aktien, die man bereits vor ein paar Jahren abgeschrieben hatte und nun irgendwo im Depot schlummern. Und dann kommt da so ein Regisseur wie Tarantino oder der Horst aus Herne und möchte einen unheimlich authentischen Streifen über die Thaibar-Szene Anfang der Achtziger Jahre im Frankfurter Rotlichtmillieu machen. Da schlägt dann die Stunde der kleinen Verlage, die eben diese unheimlich authentische Musik dazu, die längst keiner mehr hören wollte, im Repertoire haben. Und wenn der Film dann nicht allzu schlecht ausfällt, landen die Songs anschließend auch noch auf einer Soundtrack-Compilation. Bitte, es geht doch!

von  Hagen Liebing
Veröffentlicht: 10.10.2008 , Zuletzt aktualisiert: 11.10.2008
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tip Ausgabe 12/2012

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Touristen in der Stadt: Pro und Kontra || Jüdisches Filmfest || Arbeitswut bei Martin Wuttke || Machtkampf bei der SPD: Stöß gegen Müller || Spezial: Weiterbildung.

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