Zwischen Disko und Dispo, Folge 203: Heiraten? Bloß nicht!

Heiraten? Bloß nicht!

Aufmerksamen Lesern ist die letzte Kolumne, Titel "Heiraten, jetzt!", vielleicht noch im Gedächtnis. Aus aktuellem Anlass habe ich mich dem Thema erneut zugewandt - aber sehen sie selbst.
Es ist Frühling und ich habe einen Vorschlag: Stoppt alle Hochzeitspläne in Berlin und Brandenburg! Schützt die Menschen vor den Folgen hormonell bedingter Fehlentscheidungen und lasst nicht zu, dass durch übereifrige Flügelschläge vereinzelter Schmetterlinge im Gedärm große Teile der Sauerstoffzufuhr zum Hirn abgeschnitten werden! Genauso, wie auf Zigarettenschachteln auf die gesundheitschädigende Wirkung des Rauchens hingewiesen wird, sollten Standesbeamten in Berlin zukünftig T-Shirts mit der Aufschrift tragen: "Heiraten kann Ihr Leben zerstören!" Aus besagtem aktuellem Anlass – gecancelte Hochzeit mit  Tränen, Tobsuchtsanfall und ritueller Hochzeitskleidverbrennung – habe ich die wichtigsten Argumente gegen die Ehe zusammengetragen.
Punkt 1: Geld.  Es stimmt. Eine Eheschließung bringt satte Steuervorteile. Nur leider gilt dies nicht für einen Großteil der Berliner: selbstständig Arbeitende oder Leute mit Einkommen am Existenzminimum. Für alle gleich hingegen ist das Risiko einer ruinösen, kostspieligen Scheidung.
Punkt 2: Persönliche Weiterentwicklung. Mut haben und der Wahrheit ins Auge sehen: Für die nächsten zwei bis 60 Jahre mit ein und demselben Menschen verbunden zu sein, mag für vor dem Ersten Weltkrieg Geborene eine interessante wie Nachkommen sichernde Option gewesen sein. 2014 ist es vor allem eine zähe Angelegenheit mit langfristig bescheidenen Zukunftsperspektiven – siehe die aktuelle Studie der NASA zum Untergang der Menschheit, nachzulesen im "Guardian".
Punkt 3: Die Hochzeitsfeier. Fragen Sie mal Paare, die geheiratet haben. Die meisten werden Ihnen bestätigen, dass sie selbst nur wenig von den Freuden der Feierlichkeit mitbekamen. Profiteure von opulenten Hochzeitsbüffets sind Tante Gitta und ihr zweiter Ehemann Heinz, also mehr oder weniger bekannte Verwandte dritten bis zwölften Grades.
Punkt 4: Apropos Tante Gitta. Man heiratet nie einen einzelnen Menschen, sondern immer gleich auch die ganze Familie mit - vielleicht das stichhaltigste Argument von allen.
Punkt 5: Freiheit und Unterhaltungsaspekte: Ich bin jedenfalls nicht über die Prager Botschaft geflüchtet, damit sich zwei Menschen im Modell Ehe bis an ihr Lebensende zusammen langweilen!
Finales Argument: Die Liebe - ein Haufen Hormone, die noch jeden intelligenten Menschen in die Scheiße ritten.

Wir sehen uns im Biergarten. (Lauter Seufzer aus dem Off)                

Ihre Jackie A.

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 203: Heiraten? Bloß nicht!

 

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 22.04.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 202: Heiraten, jetzt!

godzillaEndlich Frühling und ich hab einen Vorschlag: Lasst uns alle heiraten! Fahren wir in einen Park an den See und tun es. Ernsthaft, warum eigentlich nicht? Als ich dies zuletzt in übermütiger Stimmung in einer Bar vorschlug, wurde es in der Gesprächsrunde ganz still. Es ist ja offensichtlich, dass viele meiner Bekannten an einer schweren Heiratsphobie leiden. Sie sind chronisch unentschlossen und die Angst ist groß, das Allerheiligste, also die eigene Freiheit, zu verlieren. Und dann stehen da auch noch schwerwiegende Fragen im Raum. Wozu brauchen Liebende ein Standesamt? Ist die Ehe überhaupt noch zeitgemäß? Und wie bitte kann man lebenslange Liebe schwören, wenn Biochemiker diese längst als Hormonverwirrung enttarnten?  Aus aktuellem Anlass -geplante Eheschließung- habe ich nun folgende Argumente für eine Heirat recherchiert.

Punkt 1: Geld. Heiraten in Zahlen sieht am Beispiel Jackie A. so aus: 170 Euro Krankenversicherung entfallen (über Partner versichern) + zirka 300 Euro zusätzlich jeden Monat wegen neuer Steuerklasse (stellen sie sich hier bitte Jubelschreibe aus dem Off vor)

Punkt 2: persönliche Weiterentwicklung. Mutig sein. Dinge festmachen und staunen über die Möglichkeiten. Zusammen an einem großen Ganzen zu arbeiten und gemeinsame Ziele zu verfolgen, macht Sinn. Ob nun Kinder großziehen, Tierpflegestation oder Swingerclub eröffnen, eine eigene Partei gründen, Buchprojekt oder alles zusammen - ein Ehepaar, das sich einig ist, ist wie Godzilla - unbesiegbar! (Also fast.)

Punkt 3: Eine spektakuläre Hochzeitsfeier gehört in jede Biografie. Daher gilt: Drama, Baby! Viel Weiß, viel Sahne, viel Liebe, viele Freunde, viel Aufregung, viel, viel, viel! An freudlosen Ehetagen kann man dann von den Erinnerungen zehren: "Weisst du noch, als sich Tante Brigitte mit der Seidenhose in die Torte setzte?"  "Seufz."

Punkt 4: Tschüss Frau Meier, hallo Frau Schönwald! Heiraten ist die Gelegenheit, unkompliziert an einen neuen, wunderbaren Nachnamen zu geraten.

Punkt 5: Freiheit. Wer hätte das gedacht? Eine einmal getroffene Entscheidung  schafft neue Freiräume im Kopf - enorm gutes Gefühl!

Finales Argument: Liebe. Egal was Biologen und Neurologen sagen, Betroffene wissen es besser! Denn der Hormonirrsinn ist nach spätestens drei Jahren durch. Was bleibt, sind zwei Menschen, die sich fragen können: Haben die Hormone uns richtig beraten? Tun wir uns gut? Haben wir uns noch viel zu erzählen? Ist es immernoch ein tolles Gefühl, wenn ich sie/ihn zum Lachen bringen kann? Ist er/ sie bereit, mir im hohen Alter Sachertorte und Fernbedienung ans Krankenbett zu reichen? Wenn die Antwort ja lautet: sofort heiraten!  

Wir sehen uns auf dem Standesamt.

Ihre Jackie A.

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 202: Heiraten, jetzt!





von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 08.04.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 201: Werte Bunte, hallo Rolling Stone, liebe Peiner Nachrichten

Haus Ungarn

Wie ich Ihrer Berichterstattung entnahm, ist Berlin seit letzter Woche nun uncool. Hier muss ein Missverständnis vorliegen! Schließlich bin ich schon mit 15 aus der kleinstädtischen Heimat ausgerissen für einen ersten, lang vorbereiteten Diskothekenbesuch in Berlin (Haare 1,5 Stunden toupiert, schwarzes Tüllkleid, unzählige Strass- und Perlenketten um den dünnen Hals gewickelt). Der Ausflug scheiterte dann am Einlass im Rahmen einer Ausweiskontrolle. Auf dem Heimweg gab es Wut-Tränen auf der Zugtoilette (diese Demütigung!) und in den Folgemonaten zirka 800 weitere Versuche, in Berliner Discotheken Einlass zu erlangen. Der Erfolg blieb meist aus. Zitat Türsteher: „Komm in drei Jahren noch mal wieder.“ Das vergebliche Warten vor Clubs entwickelte sich zu einer Lebensaufgabe, die Jahrzehnte später in dem leidenschaftlich umgesetzten Berufsbild "Nachtlebenreporterin" mündete.
Bald besuchte ich jede Cluberöffnung – offiziell mit Presseausweis für das tip-Magazin, innoffiziell besoffen auf Tanzflächen die private Genugtuung feiernd. Der Ursprung für diese früh entdeckte Leidenschaft war aber nicht die schon seit 1920 angepriesene Coolness der Stadt, sondern vielmehr die hier von mir vermutete coolste Person (!) der Welt.
Laut Zeugenaussagen besuchte Kai, so heisst er wohl heute noch, regelmäßig die Diskothek "Alextreff" und war dabei so interessant und wunderschön, dass er schon von Weitem aus der Menge hervorstach – so erzählten es zumindest die älteren Mädchen auf dem Schulhof der Polytechnischen Oberschule in P.. Sie sagten, er hängt am Wochenende immer im "Cafe Größenwahn" unterm Berliner Fernsehturm ab.
Ich bin dann mit meiner Freundin in den Zug gestiegen, um den Mann zwecks möglicher Heirat zu treffen. Tatsächlich fand ich Kai, ich erkannte ihn sofort. Er schien mir noch cooler als beschrieben. Er war schon sehr alt – 23 Jahre –, hatte eine mit Kajal gezeichnete Schlange auf der Wange wie Steve Strange, der Sänger von Visage, sowie einen zukunftsweisenden Beruf: Heizungsmonteur. Trotz meiner schlimmen Nervosität und den dadurch ausgelösten Sprachstörungen kam es zu einem ersten Date auf einer Privatparty. Ich war wahnsinnig aufgeregt. Und weil ich keine Erfahrungen mit Alkohol hatte, trank ich Blue Curacao und dann auch Rotwein in großen Schlucken gleich aus der Flasche. Als Kai endlich auftauchte, drehte sich alles. Er setzte sich auf ein Sofa und lächelte mir zu. Ich wankte vorbei an Tanzenden, "Geisha Boys and Temple Girls" von Heaven 17 lief gerade, und als ich mich neben ihn setzte, fiel ich kopfüber in seinen Schoß.
Dort übergab ich mich und schlief ein. Seit diesem Abend sah ich Kai nie mehr wieder und hatte drei Jahre Liebeskummer. Was ich damit sagen möchte? Sie können Berlin uncool finden, aber er gibt keinen besseren Ort, um cool zu scheitern.

Grüße aus Berlin!

Ihre Jackie A.

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 201: Werte Bunte, hallo Rolling Stone, liebe Peiner Nachrichten

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 25.03.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 200: Experiment

Landleben

Es riecht nach Frühling und Unsicherheit. Sitze neben meinem Partner im Mietwagen vor einem 20 Meter hohen Holzberg – Bauteile für unser Haus. Es ist noch nicht einmal sieben Uhr, aber der Himmel ist schwarz auf dem Land, viel dunkler als in Berlin. Eine dünne Mondsichel beleuchtet unser zukünftiges Leben. "Mach dir keine Sorgen", sagt mein Freund. "Es wird keinen Dritten Weltkrieg geben."– "Aber was, wenn doch?", halte ich dagegen. "Die Luftlinie zur Ukraine beträgt 1334 Kilometer. Das ist näher als Mallorca! Putin ist unberechenbar. Warum haben wir keinen Keller? Wir hätten einen Keller planen sollen!" – "Wir können immer noch in die Sickergrube, wenn‘s hart auf hart kommt", meint K. "Da gehe ich nicht rein!" - Paardialoge am Montagabend am Rande Berlins.
Über die Autobahn fahren wir zurück, kaum mehr als 30 Minuten in die Stadt. Ich habe ein mulmiges Gefühl mit der Ukraine und dem persönlichen Lebensmodell. Was wird uns die  Zukunft bringen? Eine frustrierte Kolumnistin in einem Ort ohne U-Bahn? Ein instabiles Europa? Eine Semmel für 5000 Euro? Krieg und Schäferhund zum Abendbrot? Mein Opa berichtete mal, wie er mit seinen Brüdern nach Kriegsende wegen des Hungers einen solchen fing, tötete und zubereitete. Ich bin fest überzeugt, schlimmer, als  einen Hund zu verspeisen, ist es, ein Leben ohne Inhalte zu führen. Ich hoffe aber, nie den Beweis erbringen zu müssen.
In der Redaktion haben wir heute die Kolumnen der Zukunft besprochen, über die Suche nach Glück, Auffälligkeiten zwischen Stadt und Land, Wald und Wahnsinn,  Bareröffnungen und Schweinestallbesuchen – mein Partner wünscht sich nämlich ein Schwein. Ich bin dabei, mein ganzes Leben umzukrempeln und heute hab ich Angst, dass es schief gehen könnte. Dass sich der Plan vom Landleben als Spinnerei entpuppt und wir auf Jahrzehnte der Bank verpflichtet sind, weil wir einer romantischen Idee erlagen. Vielleicht machen wir aber auch alles richtig. Möglicherweise ist es schlau, sich an ein so ein Projekt zu wagen, bei den dramatisch steigenden Berliner Mietpreisen – und das Ende der Fahnenstange ist längst nicht erreicht. Ich sah im Fernsehen diesen Bericht über eine New Yorker Familie, die monatlich 4000 Dollar für eine 40 Quadratmetergroße Wohnung zahlte. Sie teilen sich zu dritt zwei Zimmer in Brooklyn. Sie verdienen gut, um die 100 000 Dollar im Jahr, das Geld reicht trotzdem hinten und vorn nicht. Ich frage mich, was  aus "meinem" Berlin wird, aus Freunden und Bekannten. Wie werden wir in Zukunft leben, wo die guten Momente finden? In der Kreuzberger Bar, im Haus am Wald oder bei Facebook? Ist die Landflucht eine gute Alternative? Ich werde das in den nächsten Kolumnen herausfinden – für mich und ein bisschen auch für Sie. Ein Experiment! Also bleiben Sie dran.

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 200: Ein Experiment

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 11.03.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 199: Kreditantrag und Kampfmittelräumung

Hühner

Man muss ja auch mal an die Zukunft denken! Nach Jahrzehnten des flatterhaften Berliner Lebensstils ist nun ein katalogähnliches Dasein auf dem Land mit Haus, Hof und niedlichen Nutztieren geplant. Also gingen mein Partner und ich zur Bank. Ich fand es albern, zum Zwecke eines Kreditantrages im Kostüm zu erscheinen und auch mein Freund trug beim Termin in der von Chrom und Glas domnierten Filiale nur legere Garderobe. Vermutlich war das ein Fehler, denn man schien uns direkt zu misstrauen und das folgende Prozedere stellte sich als haarsträubend heraus. Unzählige Kopien, Fragebögen und Unterlagen, von deren Existenz ich noch nie zuvor hörte, sollten beigebracht werden, Beglaubigungen von Beglaubigungen, Grundbuchauszüge und amtsgerichtliche Bestätigungen - hätte ich doch bloß die Strickmütze abgesetzt! Ein grauer Finanzberater hat unseren Kredit dann aus verschiedenen, freudlosen "Bausteinen" zusammengesetzt. Monate zog sich die Bearbeitung hin, immer neue Dokumente wurde angefragt, Bausteine ausgetauscht. Dann endlich, wir haben nicht mehr damit gerechnet, kam die Zusage per Post. Am Abend gingen wir los um zu feiern - irrwitzige Freude darüber, endlich hochverschuldet zu sein! Denn jetzt geht es los: "Tschüss Hipster, Hallo Hühner!" - Wir bauen unser Haus auf dem Land! Wobei, eigentlich lassen wir ja bauen. Die beauftragte Firma ist auf Ständerbauweise spezialisiert. Ich weiss nicht viel über Ständerbauweise, aber mein Partner sagt, das ist etwas, worauf man vertrauen kann. Das hält auch bei starkem Wind. Wir haben zuvor ein Musterhaus besucht. Wir sind darin rumgelaufen und haben kritisch Standsockel beklopft. Danach wurden Windbeutel und Cappucino im Wohnzimmer serviert. Ein Dobermann beobachtete uns von der Chouch aus, als wir sagten: "Ja. so ein Haus wollen wir! Es sollte nur von aussen ein bisschen mehr wie eine Scheune aussehen. Also aussen Kuhstützpunkt, innen Autorensuite - verstehen sie?" Man sagte, man verstünde uns. Danach zeichnete ein Architekt zirka 20 Pläne , von denen 18 unter Wutanfällen zerknüllt in Wohnzimmerecken landeten. Zuletzt erhielten wir gute Nachrichten von der Firma. Wegen milder Witterung könnte das Fundament schon viel früher, nämlich in vier Tagen gegossen werden - voraussichtlicher Einzugstermin: Frühsommer 2014! Fehlt nur noch die Baugenehmigung. Sie hätte eigentlich längst im Briefkasten sein müssen - eigentlich. Vorhin rief ich beim Bauamt an. Man sagte, unser Grundstück muss noch auf Kampfmittel untersucht werden, denn es liegt in einem Gebiet, in dem es gelegentlich zu Funden explosiver Restbestände aus dem 2. Weltkrieg kommt - nur hin und wieder, nicht immer! Die Sachbearbeiterin bemühte sich um einen beruhigenden Ton. Den benötigten Antrag auf Kampfmittelprüfung haben wir sofort bei der Polizei gestellt. Bearbeitungszeit: 4 bis 6 Wochen. Korrigierter Einzugstermin: Spätsommer 2014. Man muss ja auch mal an die Bomben denken.

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 199: Kreditantrag und Kampfmittelräumung

 

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 25.02.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 198: „Ich hasse Dich. Aber ich liebe Dich!“

Social Shower Curtain

Hallo Facebook,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem Jubiläum! Egal was die anderen sagen, für mich bist Du immernoch das schönste Social-Network der Welt! Du hast mein Leben, mein Konzentrationsvermögen und sogar meine Spache verändert: Megalike! Nur eine Sache... darf ich offen zu Dir sprechen? In letzter Zeit langweile ich mich etwas mit Dir. Das soll jetzt kein Vorwurf sein. Zwischen uns läuft es nicht anders, als in der Mehrzahl meiner Exbeziehungen auch... Dabei fing alles so aufregend an! Wie oft habe ich unter der Bettdecke bis zum Morgengrauen kommentiert? Doch der Alltag hat uns eingeholt, die Überraschungen bleiben aus. Stattdessen vorwurfsvolle Blicke zwischen den Postings und die Gewissheit, dass früher alles geiler war. Seit einiger Zeit treffe ich mich nun heimlich mit Twitter und ja, auch mit Instagramm. Nein! Bitte sag jetzt nichts! Vermutlich hast es längst geahnt und nur nichts gesagt, weil du sowieso am längeren Hebel sitzt. Du weisst genau, dass ich Dich brauche! Das ist so unfair! Ich weiss nämlich, dass du meine Geheimnisse verraten hast. Wie soll ich dir jemals wieder vertrauen? Du bist so ein Schwein! Aber ein Schönes! Ich hasse dich! Aber ich liebe dich! Ich hänge an Dir und das aus Gründen:

1.Du kümmerst dich! Legst mir morgens zwar nicht meine Socken raus aber sortierst mir erste Meldungen und versorgst mich mit Likes - seither vergeht kein Tag mehr ohne virtuelles Kopftätscheln.

2. Du bist anspruchslos. Du fragst minütlich, wie es mir geht - trennst dich aber nicht, wenn ich Dir keine Antwort gebe.

3. Du gibst mir das Gefühl, wichtig zu sein! Alle meine langweiligen Fotos und Postings hast Du zu einem Film verwurstet - das hat vor Dir noch niemand für mich getan!

4. Du hilfst in Notsituationen! Weisst du noch, als ich mein Handy verloren hatte und mir nur 2 Stunden später ein FB-Friend sein altes zur Verfügung stellte...? Hach!

5. Du hilfst bei der Partnersuche. Im Berliner Nachtleben hab ich nur Ausdruckstänzer, Beziehungsneurotiker oder besoffene Partyveranstalter kennengelernt - dank Dir dann das Wunder: Zwei-Meter-Mann mit Interesse an fester Beziehung getroffen. Die Folge: Landleben, Gummistiefel und Hühnerscheiße - Ich habe dir soviel zu verdanken!

Am Ende nehmen wir uns beide nicht viel. Auch ich war nicht immer ehrlich, hab mich Dir unter falschen Namen vorgestellt. Du hast dich nie beschwert. Nur einmal, weisst du noch? Das Foto mit den nackten Brüsten, da hast du dich sehr aufgeregt, sogar mit Rausschmiss gedroht. Ich habe es sofort gelöscht. Es tut mir immernoch leid. ich wollte dich nicht verletzen. Also nimm dieses Like, du hast es dir verdient!

Deine Jackie

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 198: Ich hasse Dich. Aber ich liebe Dich

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 11.02.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 197: One Night in Neukölln

Neukölln

19.50 Uhr
Ankunft Valentinstüberl in Neukölln, Grund: Einladung zur Kneipentalkshow von Simi Simon sowie anschließende Recherche im neuen Hipsterclub "Palast Neukölln" um die Ecke.
20.15 Uhr
Rauchschwaden, klirrende Gläser, glasige Augen. Vermutlich gleich Kneipenexplosion wegen Überfüllung. Warte auf Bierbank mit Piccolöchen und Perücke auf meinen Einsatz. Dann Trailermusik, Talkshowbeginn. Stimmung grandios. Moderatorin Simi, gleichzeitig Barfrau, hat Stammkundschaft geschlossen hinter sich. Interviewt wird zu den Themen: Internet, Boros-Bunker, David Hasselhoff, Landleben, Auftritte mit Fischlosse sowie Discobesuche mit Pferd. Applaus und Schluss.
22.00 Uhr
Intensive Gespräche mit angedödelten Kneipengästen – Lebenspartner mault schon. Total vergessen, warum ich eigentlich hier war (um mein verdammtes Buch zu promoten!). Stattdessen: lang und breit über Beziehungen reden.
23.00 Uhr
Glücksselig auf dem Barhocker dümpelnd...
23.01 Uhr
Auftritt Bürgerinitativengründer F.H.: "Mit dir wollte ich zwei Sätze sprechen!". Argloses Lächeln meinerseits.
00.50 Uhr
F. H. spricht immernoch. Bin inzwischen vollinformiert über Bürgerinitiative Tempelhofer Feld, interne Vereinsquerelen, sowie sämtliche Medienauftritte F.H.‘s. Mit letzter Kraft kündige ich Aufbruch zur Cluberöffnung an. Partner geht nachhaus - Politikaktivist kommt mit.
01.10 Uhr
Ankunft Palast Neukölln. Pre-Opening und Fashionweekabschlussparty. Kassenfrau (im geilen Outfit) fragt: "Gästeliste?" Antwort (mit ungeiler Wollmütze): "Plus 5." Drinnen rotes Licht und exzentrisch gekleidete, aufgeregte junge Leute, die zur Musik einer gewissen Laura Cherrygroove tanzen. Beschließe, auch aufgeregt zu sein.
01.40 Uhr
An der Bar Sekt ordernd. Politikaktivist offenbart, er ist pleite. Das SKFMAJA (Sonderkommando für mittellose Aktivisten Jackie A.) springt ein.
02.00 Uhr
Gespräch vor der Box mit Mitbetreiber Conny Opper funktioniert schon aus Lautstärkegründen nicht. Dafür beim Antanzen Fäuste entgegenstreckt (freie Gebärdensprache für: "Yay! Bin betrunken, aber finde es gut hier und werde alle Tip-Leser darüber informieren!"
02.30 Uhr
Suche nach dem Aktivisten, um ihn den Drink zu bringen. Finde ihn mit nacktem Oberkörper auf einem Podest, tanzend wie ein Derwisch. Umstehende johlen und klatschen. Freude und Scham liegen manchmal nah beieinander.
03.30 Uhr
Weißer Konfettiregen. Perücke auf halb Acht. Kolumnistin, losgelöst von Raum und Zeit! Feiern mit Homo- und Heterosexuellen, die überwiegend  wie MDR-Fernsehballett-Tänzerinnen bekleidet sind. Freier Tanz, Leggins und Perücken für alle? - so muss es im Himmel sein.
04.00 Uhr
Wiedergeburt der "langsamen Runde". Spontane Pärchenbildung bei "New York" von Alicia Keys. Beim Tanzen innehalten und feststellen: In meinem Himmel läuft irgendwie andere Musik. Mantel geschnappt, Polnischer Abgang. Hallo Taxi? Tschüss Neukölln! – P.S. Ick liebe Dir.

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von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 29.01.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 196: Im Bett mit Schlingensief

Schlafzimmerfrau

Fast auf den Tag genau vor 13 Jahren wurde eine merkwürdige Veranstaltung in Berlin angekündigt: Der erste Kongress für Liebeskummer. Gleichzeitig wurde die Love Sick Society ausgerufen, also eine Gesellschaft der Liebeskranken, das Ganze durch die  Österreichischen Künstlerinnen Carmen Brucic und Jeanette Müller. Unterstützung erfuhren sie vom Berliner Kollegen Christoph Schlingensief. Im Vorfeld des Kongresses sollte ich mit ihm ein heikles Interview führen. Heikel, weil ich damals als sogenannte Nachwuchsmoderatorin und Superfan viel zu befangen für ein Gespräch auf Augenhöhe war, und weil es zu allem Unglück auch noch in Schlingensiefs Schlafzimmer stattfinden sollte. - Ich dachte zuerst, ich höre nicht recht. Die Redakteurin der Sendung informierte, der Künstler wäre erkrankt und bevor Erleichterung einsetzten konnte, weil die journalistische Herausforderung erstmal ausblieb, schob sie freudestrahlend hinterher, dass er das Interview nun im Bett führen wird. Schweissperlen traten auf meine Stirn. Ich sah mich schon als  Nachfolgerin Ingrid Steegers, die wegen der Blosstellungen des anstrengenden und attraktiven (auch das noch!) Aktionskünstlers, einst heulend aus einer Talkshow lief. Zum vereinbarten Termin öffnete Schlingensief dann im Bademantel die Tür - erster Eindruck: höflich und erkältet. Ich sah mich um. Es gab hier kein kein Künstler-Chaos, keine leeren Schnaps-Flaschen oder Nippes, dafür Unmengen Bücher, sortiert an den Wänden und in jedem Winkel der Wohnung. Es fühlte sich an, wie zu Gast in einer Bibliothek - auch noch als Schlingensief in einem leichten Pyjama in sein Bett stieg und ich am Rande der Daunendecke Platz nahm. Hier fühlte ich mich sicherer als erwartet. Vielleicht war seine Unpässlichkeit mein Glück, jedenfalls verlief das Interview flüssig und ich behielt (vorerst) meinen Job. Bei besagtem Liebeskummerkongress saß ich dann später als "Expertin“ (Wer ist eigentlich nicht Liebeskummerexperte?) an einem der vielen Tische, die in den Sälen der Volksbühne aufgestellt wurden. Ich sprach dort mit wildfremden Menschen über sehr private, auch empfindliche Dinge und hatte am Ende sogar etwas fürs Leben gelernt: sich öffnen bedeutet gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt war Schlingensief noch weit entfernt von den Heiligsprechungen, die postum durch den etablierten Kulturbetrieb stattfanden. Damals rümpften noch viele die Nase über den "Provokateur" und "Unterhosengoethe". Andere, deren Zugang zu Kunst und Kultur, ähnlich wie meiner, weniger aus Lehrbüchern und mehr aus dem Bauch heraus passierte, waren angetan von seiner Lebendigkeit und Experimentierwut, diesem großen und befreienden "Fuck You",  das er einem selbstgerechten Kultur-, später auch Politik-Betrieb, in allen seinen Aktionen entgegenzuschmettern schien. Schlingensief brannte für seine Projekte, das konnte damals jeder spüren - und kann es heute wieder. Die Ausstellung zu seinen Arbeiten in den Kunst-Werken ist noch bis zum 19. Januar geöffnet. Ich empfehle sie Ihnen!

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 196: Im Bett mit Schlingensief

 

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 14.01.2014

Zwischen Disko und Dispo, Folge 195: Bierdeckelbotschaft

getraenke_jackieDas neue Jahr beginnt in einer Gaststätte, die nach nicht mehr taufrischen Brathähnchen und Zigarettenrauch riecht. Wir spazierten am Stadtrand,  graue Wolken ruhten sich über Tannenkronen aus und unsere Parkas hängen nun über der Stuhllehne am Tisch. Wir bestellen Bier, fühlen uns geborgen und gleichzeitig ein bisschen angewidert, ähnlich, wie auf einem verunglückten Familienfest.

Etwas Selbstgetöpfertes steht auf der Theke im Staub. Jemand spielt Conny Francis auf einem E-Piano und ältere Herrschaften schunkeln einen Moment. Der Mann am E-Piano trägt Rauschebart, einen roten Mantel und Zipfelmütze. Ich weiss nicht, ob er nun eine doppelte Doppelschicht hatte oder seit dem 24. nicht mehr Nachhaus zum Umziehen kam. Fakt ist, der Weihnachtsmann spielt heute im "Waldeck" mit viel Verve sehr scheussliche Musik. Ich beobachtete, wie ihm eine Brünette einen Zettel zu steckte, dann begann er "Massachusetts" von Jürgen Marcus zu spielen- und wie! Er schien völlig versunken in der Musik, hatte dieses versonnene Lächeln, glänzende Wangen und eine rote geschwollene Nase. Die Kellnerin stellte einen Cognac neben sein Instrument und die Menschen applaudierten begeistert.

Er war mit Abstand das beste Weihnachtsmanndubel, das ich je sah. Ich fragte mich, wie es wohl wäre, wenn dies hier nun der echte, also der wahre Weihnachtsmann wäre. Mir gefiel der Gedanke wirklich gut: der Weihnachtsmann, der nach getaner Arbeit noch ein paar Tage unter die Leute geht, auf AfterHour-Tour im Berliner Speckgürtel. Schon wieder bekommt er etwas zugesteckt, diesmal von einem jungen Mann in Stoffhose. Es sah aus wie ein bekritzelter Bierdeckel. Ich sah mich nun genauer um: überall an Tischen schrieben Gäste eifrig Notizen. Was ging hier vor? Wäre es möglich ..? Ich zog den Bierdeckel unter meinem Glas hervor und schrieb: "Guten Abend, falls sie der sind, für den sie sich ausgeben, möchte ich ihnen folgendes mitteilen. Wünsche: kostenloses Internet, 2 Laufenten, ein Scheunenhaus, eine Hochzeit, 3 Hühner, 1 Dackel, 1 Staubsaugeroboter, 1 neuen Nachnamen (was mit H), 1 Internetnetministerin für Deutschland (Julie Zeh?), sinkende Mietpreise in ganz Berlin, sowie ihre Mütze.... vielen Dank!"

Mit einem kurzem Nicken nahm er den Deckel entgegen, dann zahlten wir und gingen zufrieden nach Haus. "Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder"- sinnierte einst der berühmte Autor Antoine de Saint-Exupéry. Vermutlich hat er noch nie einen Weihnachtsmann am E-Piano erlebt. 

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Zwischen Disko und Dispo, Folge 195: Bierdeckelbotschaft

 

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 23.12.2013

Zwischen Disko und Dispo, Folge 194: Brief an die Rechtsanwaltschaft

Show Girls

Betrifft: Urheberrechtsverletzung "Glamour Show Girls" Aktenzeichen 233 0 173/13 w

Sehr geehrte Damen und Herren von der Anwaltskanzlei,

überrascht nehme ich ihr Schreiben vom 10.12.13 zur Kenntnis!

Im Namen ihrer Mandantin geben sie an, dass ich zukünftig, genauer gesagt am 13.12.13 um 21.10 Uhr, unrechtmäßig einen erotischen Dokumentarfilm mit und über ihre Mandantin auf meinem Computer anschauen werde.
Obwohl ich zugeben muss, dass der Titel "Glamour Show Girls" bei mir sofort Interesse weckte, muss ich ihnen doch mitteilen, dass ich am Freitag, den 13.12.13, bereits diverse Termine habe (Vorproduktion Tip-Stadtmagazin, Federbetten aus der Reinigung abholen, Weihnachtsgeschenke kaufen, Mutter kommt zum Essen vorbei usw. ) und die von ihnen angekündigte Straftat allein schon aus zeitlichen Gründen bzw. mangelnder Privatsphäre nicht begehen kann, da ich mir diesen Film wirklich nur sehr ungern zusammen mit meiner Mutter sowie Mischlingsrüden "Fridolin" anschauen würde.
Ich hoffe ihre Mandantin nimmt dies nicht all zu persönlich, denn ich kann mir denken, dass unter der oberflächlichen Darstellung variantenreicher Fortpflanzungsaktivitäten im Show-Milleu  durchaus auch ein tieferes Anliegen steckt, beispielsweise als vermittelnder, gar versöhnlich stimmender Beitrag unter EU-Staaten in spannungsreichen Zeiten...
Ich muss an dieser Stelle einräumen, dass ich ihrem Schreiben und auch ihrer Kanzlei zunächst mit Skepsis begegnete, da mir die Seriosität doch etwas fragwürdig schien. Nachdem ich weitere Informationen zum Sachverhalt einholte, musste ich jedoch feststellen, dass ich Opfer einer ernstzunehmenden,  Zitat, Rechtsanwalt Christian Solmecke, Spiegel Online: "Abmahnwelle, wie ich sie noch nie gesehen habe" wurde.
Ich muss gestehen, dass ich einigermaßen beeindruckt bin - vermutlich sind sie die erste Kanzlei weltweit, die Abmahnungen bezüglich der Zukunft versendet!
Sicherlich war es nach Prism- und dem NSA-Skandal nur noch eine Frage der Zeit, wann Verfahren dieser Art möglich werden würden, aber wer hätte geahnt, das es so schnell gehen würde? 
Sie finden mich hier als zerknirschte Bürgerin vor, überrollt vom technischen Fortschritt!
Daher bitte ich um Verständnis, dass ich mich aus o.g. Gründen sowie einem finanziellen Engpass in der Vorweihnachtszeit, nicht in der Lage sehe, die geforderte Summe zu überweisen. Falls sich bis zum 13.12. doch noch kurzfristig eine Terminänderung zu Gusten der Sichtung des Materials "Glamour Show Girls" ergeben sollte, werde ich sie selbstverständlich darüber in Kenntnis setzen!

Ein besinnliches Weihnachtsfest wünscht Ihnen, Ihrer Mandantin, sowie allen Kollegen  und Kolleginnen vom "Glamour-Show-Girl"-Set

Ihre Jackie A.

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Zwischen Disko und Dispo - Folge 194: Brief an die Anwaltschaft

 

von  Jackie A.
Zuletzt aktualisiert: 17.12.2013
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