Theater und Bühne in Berlin

An der Stumpfsinngrenze: Yma im Friedrichstadtpalast

Beeindruckende Artistik und die berühmte Girlsreihe retten leider nicht über eine recht inhaltsleere Show hinweg

YmaWenn sechs Männer in lurchartigen Kostümen steppend auf kleinen Hubtellern in die Lüfte gehoben werden, weiß man, wie „Yma“, die neue Show im Friedrichstadtpalast, hätte werden können. Kraftvoll, vitalisierend, verrückt. Bei „Qi“, der charmanten Vorgängershow, ist genau das gelungen. Oft genug, um großzügig über alle peinlichen Witze zwischendurch und alle sterilen Plastik-Erotik-Posen hinwegzusehen. „Yma“ besteht leider über weite Strecken genau daraus: aus peinlichen Witzen und steriler Plastik-Erotik. Fernsehballett gepaart mit abgedudelten Hits. Klar, die Artisten, die dank Trampolin die Wände hoch spazieren, als seien sie Spiderman, sind großartig. Der „Flight of Passion“ am Ende der Show, in dem ein Paar so traumschön und gleichzeitig hanebüchen gefährlich durch die Lüfte fliegt – er hält sie nur mittels eines Bands im Mund fest – entschädigt für vieles. Und die Girlsreihe funktioniert einfach immer. Es war also durchaus amüsant. Nur: Wie konnte man zwischendurch für acht Millionen Euro Produktionskosten so viel Langeweile produzieren?

Text: Michaela Schlagenwerth

tip-Bewertung: Zwiespältig

 

Yma – Termine
Friedrichstadtpalast,
Karten unter 23 26 23 26

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