Die 100 peinlichsten Berliner

Es ist wieder soweit. Unsere Liste der peinlichsten Berliner zum Jahresende ist da.

Tip-Heft 01/2015 Die 100 peinlichsten BerlinerDas Jahr geht, die 100 peinlichsten Berliner kommen. Handverlesen von der tip-Redaktion. Es war aber auch wieder was los! Danke an all die Quatschköpfe und Hupfdohlen. Ihr habt auch dieses Jahr alles gegeben, wir haben es gern genommen.

DIeses Mal mit dabei sind unter anderem:

Matthias SchweighöferMatthias Schweighöfer – „Einzeller“
„Für den guten Zweck“ würde Schweighöfer sein Sperma versteigern, „das finde ich lustig“. Klar, Matze, die Frauen mit Fertilitäts­problemen finden das Thema bestimmt auch lustig. Überhaupt könne die Damen­welt nicht genug von den Schweighöfer-Genen bekommen. „Neulich wollte eine meinen Kaugummi weiterkauen. Ich hab ihn ihr gegeben.“ Hoffentlich wird sie davon nicht schwanger.

 

 

 

 

 

 

Demonstranten gegen das Hellersdorfer AsylbewerberheimMarzahner Demonstranten gegen Asylbewerber – „Biederbürger“
Bei manchem Anwohner des geplanten Container-Dorfes in Marzahn geht die Angst um. Weil die Aussicht auf kriegstraumatisierte, Hilfe suchende Flüchtlinge in der Nachbarschaft ihnen schon jetzt das Biederleben in der Platte verhagelt: „Und wer schützt uns?“ Ja, is’ klar. Da bleibt nur eine Antwort: Vor der eigenen Dummheit ist niemand sicher. Schon gar nicht, wenn man die Freizeit zu oft mit Neonazis auf Demos verbringt.

Bild: imago stock&people / Christian Mang

 

 

Steven Bethke Pick-up ArtistSteven Bethke – „Damenqual“
Auszug aus der Selbst­beschrei­bung des selbst ernannten Pick-up-Artists Bethke alias Devil: „Devil war früher ein normaler Typ, eher schüchtern und erfolglos beim weiblichen Geschlecht. Bis er nach einer un­erwiderten Liebe sein Schicksal selbst in die Hand nahm (…). Sein Ziel war es, der größte Verführer der Welt zu werden. (…) Er arbeitete an sich und erwarb sich einen Fundus an einzig­artigen Techniken. Er hat Tausende Damen in seiner Heimat­stadt Berlin angespro­chen, auf der Straße, im Club, im Fitness­studio, nirgends waren sie vor ihm sicher. (…) Er verwandelte sich in den Teufel der Verführung.“ Äh. Könnten sich die „Tausenden Damen“ bitte mal beim tip melden? Wir müssen reden.
Bild: Screenshot

 

Lars MärholzLars Mährholz – „Mahnfried“
Dem Initiator der Mahnwachen-Montags­demos gelang es laut Eigenaussage, binnen weniger Monate die Weltwirtschaft zu studieren. Ein Lerntempo, bei dem nur nordkoreanische Kim-Diktatoren mithalten können. Seitdem weiß Mährholz: Die FED (die US-Notenbank) sei eine Privat­bank. Ihr Besitzer wäre ?die jüdische Familie Rothschild. Die FED fördere seit Jahrzehnten Kriege, Hungersnöte, Unruhen. Ja, die Welt ist schön, wenn man einfache Erklärungen hat. Deshalb begrüßt Lars, via Facebook auch Märchen­holz genannt, der meist wie ein leicht bekiffter Sekten­führer rüberkommt, seine Fans gerne mit „Ihr Lieben“.

Bild: imago/IPON

 

Drei BundespolizistenDrei Bundespolizisten ?vom Ostbahnhof – „Fahndungspannen“
Verbrechensaufklärung ist ganz schön mühselig. Vor allem, wenn man gerade keine Täter zur Hand hat. Dauert alles viel zu lange und birgt obendrein noch das Risiko des Misserfolgs. ?In dieser Lage behalfen sich drei Bundespolizisten der Polizeidirektion Ostbahnhof mit einem Geistesblitz, der klingt, als sei er im Vollrausch beim Wandertag mit den Kollegen entstanden: Sie hängten unschuldigen, aber sturzbetrunkenen Obdachlosen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten an, sodass ihre Aufklärungsstatistik nur so durch die Decke ging. Das ist ja gut für den beruflichen Aufstieg. Dumm nur, dass die Abkürzung auf der Karriereleiter genau in die falsche Richtung führte: nach unten. Das LKA ermittelt.

Bild: imago / imagebroker

 

Sibylle LewitscharoffSibylle Lewitscharoff – „Menschenfeindin“
Wir haben uns früher gefragt, wie diese nette Gynäkologentocher von nebenan immer wieder solche widerwärtigen Charaktere ersinnt. Etwa die Erzählerin in „Apostoloff“, die sich bei den Beerdigungsvorbereitungen für ihren Vater über Bulgarien und eine gottlose Welt auskotzt. Bis sich Sibylle Lewitscharoff im März bei ihrer „Dresdener Rede“ über künstliche Befruchtung ausließ: Kinder, die auf „solch abartigen Wegen entstanden“ sind, seien für sie „Halbwesen“ und „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weiß-nichtwas“. Wenn es die Menschen­feindin Sibylle Lewitscharoff nicht schon gäbe, die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff würde sie erfinden. Mit allem Ekel.
Bild: imago stock&people

 

Adrian RamosAdriбn Ramos – „Wechselabsicht“
Zu viele Termine? Den Überblick verloren. Hier ist ein warnendes Beispiel, wie man besser nicht damit umgeht. Der Ex-Hertha-Stürmer Ramos hatte nämlich die Superidee, einen Stellvertreter zu seiner theoretischen Führerscheinprüfung zu senden, während er selbst zeitgleich eine Pressekonferenz zu seinem Abschied nach Dortmund gab. Sein persönlicher Führerschein-Ersatzspieler war allerdings hellhäutig, weswegen der Schwindel von vornherein wenig Erfolgsaussichten hatte. ­­Der Neu-Dortmunder konnte sich immerhin bis vor kurzem (Reus!) rühmen, Deutschlands teuersten Führerschein zu besitzen, kostete die Geldstrafe zur Niederschlagung eines Betrugsverfahrens doch rund 30?000 Euro
Bild: HERTHA BSC / City-Press GbR

 

Wer es noch in die Top 100 geschafft hat, wer den ersten Platz belegt und auf welchen Plätzen diese Kandidaten gelandet sind, erfahren Sie im tip 01/2015 auf den Seiten 24-37

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