Musik & Party in Berlin

Die Fкte de la Musique 2012 in Berlin

Auf gleich 105 Bühnen präsentiert sich stadtweit Berlins Musikszene, umsonst und draußen. Auch in diesem Jahr haben wir für Sie mehrere Bühnen ausgewählt, deren Besuch man auf keinen Fall verpassen sollte.

Fete de la Musique

BREL – Eine der ältesten Stationen auf der Programmplan

Als die Fкte de la Musique vor mehr als 15 Jahren ihre Fühler nach Berlin ausstreckte, war die Sache für Frido Keiling gleich klar. Da wollte er, als musikliebender Gastronom mit frankophiler Neigung, keinesfalls fehlen. Aus dem eigenen Jahresplaner, aber auch dem Programm der Fкte ist die chanson­betonte Bühne am Savignyplatz längst nicht mehr wegzudenken: zunächst vor Keilings Szenebar Gainsbourg, später vor seinem Res­taurant, dem Brel. Ein paar Mal musste der Wirt, der gern selbst zur Gitarre greift und seinen Gästen einen Klassiker von Gilbert Bйcaud oder – natürlich – Jacques Brel vorsingt, dem Regen trotzen. Das Wetterrisiko an dem Stammtermin des Festivals im Juni ist den meisten anderen Gastronomen in der Gegend zu hoch. Doch der Brel-Chef ließ sich nie beeindrucken. Als Sänger seiner Hausband – dem Gainsbourg Bar Ensemble – hat er ohnehin alles da, was man für eine professionelle Konzertbühne braucht. Und das stimmungsvolle Szenario unter dem Charlottenburger Abendhimmel mögen sich der gebürtige Saarländer und seine Band auch selbst nicht mehr nehmen lassen. Auf dem Festivalplan wirkt das Brel daher ein wenig wie das wackere gallische Dorf aus „Asterix“; bis vor wenigen Jahren war das Lokal dort die einzige Musikstation weit und breit – und bei Kiez-Flaneuren entsprechend beliebt. In diesem Jahr wird der Hausherr gleich mit einer zweiten Combo vertreten sein, der Chanson-Formation Les Copains D’Abord. Für gewöhnlich dauert es nicht lang, bis der Vorplatz des Lokals zur Tanzfläche mutiert. Die Berliner Gastbands – darunter das schräge Poptrio Hutchi Gutchi um Schauspielerin Beatrice Manowski – finden also ideale Spielbedingungen vor. Selbst wenn es feucht vom Himmel kommen sollte.

Text: Ulrike Rechel

Brel – Charlottenburg, Savignyplatz
16 Uhr: Petit Dйjeuner; 17 Uhr: Les Copains D’Abord; 18 Uhr: Hutchi Gutchi; 19 Uhr: Six Months Famous; 20 Uhr: Gainsbourg Bar Ensemble

 

Fete de la MusiquePAVILLON FRIEDRICHSHAIN – Funk- und Alternative-Rock auf der grünen Wiese

Am längsten Tag des Jahres, pünktlich zum Sommeranfang, werden bei der Fкte de la Musique wieder von 105 Bühnen Klänge unterschiedlichster Stilrichtungen schallen. Auch im Pavillon am Volkspark Friedrichshain lädt wieder eine Bühne zum kostenlosen Lauschen in herrlich grüner Umgebung ein – grobe musikalische Ausrichtung sind hierbei Funk- und Alternative Rock. Fünf verschiedene Berliner Bands werden hier zum großen Tag der Musik beitragen. Den Anfang machen um 16 Uhr Altbau, ein Duo, das seine Musik als „Antiretro Instrumental Psychedelic Postnoise“ bezeichnet. Von Electro, Rock und Funk beeinflusst, arbeitet das Duo viel mit Loops und baut so seine musikalischen Landschaften auf. Um 17.15 Uhr übernehmen Gunfire die Bühne und Mikros. Auch diese vier Herren bringen Funkeinflüsse mit, sind aber grundsätzlich am ehesten im Rockabilly zu verorten. Wooloomooloo, denen der Pavillon ab 18.30 Uhr vorübergehend gehört, liefern von Pop beeinflussten, deutschsprachigen Funk-Rock ab, der reichlich tanzbar ausfällt. Mit Attention, Baby! steht ab 19.45 Uhr dann zum ersten Mal eine Frau auf der Bühne. Sängerin Anne liefert die Lyrics zum auch hier wiederum reichlich funkigen Rock der Band. Den letzten Auftritt unter freiem Himmel bestreitet der Franzose und Neuberliner Jean Baptiste aka JB mit Electro-Pop. Ab 22 Uhr sorgt dann drinnen Chelsea Faith aus San Francisco mit House und Electro für den perfekten Übergang in eine musikalische Nacht.

Text: Alex Fughoff

Pavillon im Volkspark – Friedrichshain, Friedenstraße 101
16 Uhr: Altbau; 17.15 Uhr: Gunfire; 18.30 Uhr: Wooloomooloo; 19.45 Uhr: Attention, Baby!; 20.30 Uhr: Jean Baptiste; 22 Uhr: Chelsea Faith

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