Günstig genießen in Berlin

Günstig genießen in Berlin  

BibimbapUnser Autorenteam ist in der ganzen Stadt ausgeschwärmt und hat Restaurants entdeckt, die günstig sind, ohne dass die Qualität leidet. Sie haben  Gerichte getestet, die man sich jeden Tag leisten kann. Das Geheimnis, wie Gastronomen niedrige Preise und hohen Anspruch vereinen, haben die Autoren zudem aufgedeckt.

RUND UM DIE EBERSWALDER STRASSE

Kochu Karu - Koreanische Tradition trifft auf regionale Produkte
Das Konzept des Kochu Karu verbindet traditionelle koreanische Küche und eurasisches Fusion Food. Das bedeutet: „Die Verbindung zwischen Technik und Zutat, so werden koreanische Rezepte mit regionalen Zutaten zusammengeführt“, erklärt Inhaber José Miranda Morillo. Ein Beispiel ist Bibimbap, ein Reisgericht mit Gemüse und Spiegelei für 9,50 Euro. Wie Mitinhaberin Bini Lee erzählt, kommt Bibimbap „aus dem im südöstlichen Korea gelegenen Ort Jeonju. Dort ist es so bekannt wie in Deutschland das Wiener Schnitzel.“ Das Gericht ist anspruchsvoll, da jedes Gemüse einzeln zubereitet wird, um den eigenen Geschmack der Komponenten zu erhalten. Zum Fusion Food wird es, weil das frische Gemüse und Rindfleisch aus der Region kommen. Dass trotz der regionalen Zutaten günstige Preise garantiert werden können, ist Morillo zu verdanken. Er hat früher im Hotelgewerbe gearbeitet und dort wertvolle Kontakte zu Großhändlern sammeln können. Text: Anne Springer
Eberswalder Straße 35, Tel. 80 93 81 91, www.kochukaru.de, Di-Fr 11.30-16 Uhr + 18-22.30 Uhr, Sa+So 11.30-22.30 Uhr, U-Bhf. Eberswalder Straße; Speisen 3 bis 15,50 €

Burger World - US-amerikanisch
Wer gerne Fast Food mag, aber Wert auf Fleisch aus artgerechter Haltung legt, der sollte der farbenfrohen Burger World einen Besuch abstatten. Hier gibt es Qualitätsfleisch aus besonders artgerechter und umweltschonender Tierhaltung oder auch vegetarische Burger. Ein Burger-Menü bekommt man schon ab 5 Euro und für die Vegetarier ist der Mozzarella-Burger mit paniertem Mozzarella und Rucola für 4 Euro zu empfehlen. Um die Auswahl an amerikanischen Gerichten abzurunden gibt es natürlich auch Pommes, Zwiebelringe und Chicken Wings, alles unter 10 Euro.
Kastanienallee 100, Tel. 34 39 47 31, So-Do 11-4 Uhr, Fr+Sa 11-4.30 Uhr, U-Bhf. Eberswalder Straße, Bus N2, Tram M1, M10; Speisen 3,40 bis 7,20 €

Der Phönizier - Morgenländisch
Hier kann man sich libanesische Spezialitäten wie Falafel, Halloumi, Schawarma oder Makali schmecken lassen. Sehr zu empfehlen ist das reichhaltige Tellergericht mit Reis, Brot, Salat, verschiedenen Saucen, Knoblauch und Hummus, bei dem man zwei Spezialitäten kombinieren kann, zum Beispiel Halloumi und Schawarma, für 7 Euro.
Eberswalder Straße 34, Tel. 0175-420 86 67, www.der-phoenizier.de, So-Mi 12-24 Uhr, Do-Sa 12-1 Uhr, U-Bhf. Eberswalder Straße, Bus N2, Tram M1, M10, 12; Speisen 2,80 bis 17,50 €

kantine_neun_steckruebensuppeKREUZBERG: LAUSITZER PLATZ UND BERGMANNSTRASSE

Kantine Neun - Regionale Küche muss nicht teuer sein
Florian Kliem, Geschäftsführer und selber Koch in der Kantine Neun, erzählt: „Wir kaufen den Bauern Überproduktion und sogenannte Ausschussware ab, also all das Gemüse, das zu krumm für die Ladentheke ist. Aber wir kaufen nichts nur wegen des Preises. Unser Kriterium ist, dass wir Herstellung und Qualität der Produkte ethisch und ökologisch vertreten können.“ So entstehen Gerichte wie die Steckrübencremesuppe mit gerösteter Hanfsaat und die Hokkaidokürbis-Cannelloni mit Provola-Büffelmozzarella und wilden Kräutern. Die vegetarische Vor- und die Hauptspeise kosten zusammen 6,50 Euro, Fleisch- und Fischgerichte einen Euro mehr. "Wir können unsere Gerichte zu diesen Preisen anbieten, weil wir nur kleine, aber dafür qualitativ hochwertige Fleisch- oder Fischportionen servieren. Das hat nicht nur etwas mit Sparen zu tun. Wir wollen dadurch auch das Bewusstsein für den Wert von Fleisch und Fisch steigern." Text: Nasiha Ahyoud
Eisenbahnstraße 42/43, www.kantine-neun.de, tgl. 12-16 Uhr, U-Bhf. Görlitzer Bahnhof; Speisen 3 bis 7,50 €

3 moms - Vietnamesisch
Hier haben sich drei vietnamesische Mütter zusammengetan, ihre Kochkünste vereint und eine überschaubare Karte mit vietnamesischen Spezialitäten zusammengestellt. Umgeben von lila- und türkisfarbenen Wänden, kann man sich bei gedämpftem Licht gemütlich zurücklehnen und von den freundlichen Müttern bewirten lassen. Die angebotenen Speisen sind ohne Geschmacksverstärker zubereitet, von konstant guter Qualität zu verträglichen Preisen. Das selbst gemachte Thai-Curry nach altem Familienrezept mit frischem Gemüse und krosser Ente für 7,90 Euro ist eines der besten in der Gegend.
Hornstraße 1, Tel. 23 62 83 64, tgl. 12-23 Uhr, Sa 17-23 Uhr, U-Bhf. Mehringdamm; Speisen 3 bis 8,90 € 

Ökotussi - Vegetarisch
Zwischen allerlei Bio-zertifizierten und fair gehandelten Produkten stehen kleine Holztische, an denen zur Mittagszeit warme Gerichte serviert werden. Die Karte wechselt täglich. Ein immer wiederkehrendes Highlight ist die vegetarische Lasagne mit Seitan, Möhren, Tomaten, Zwiebeln und Nudeln für 3,60 Euro.
Großbeerenstraße 11, Tel. 27 57 58 77, www.oekotussi.de, Mo-Fr 7-18 Uhr, Sa 9-14 Uhr, U-Bhf. Möckernbrücke; Speisen 1,80 bis 4,80 €; EC-Karten

trattoria_del_corsoRUNDGANG DURCH STEGLITZ

Trattoria del Corso - Italienische Cucina povera
Knusprige Steinofenpizzen, hausgemachte Pastagerichte und vegetarische Vorspeisen werden in der Trattoria del Corso zu günstigen Preisen angeboten (alles unter 9 Euro). In Italien wird historisch zwischen der Cucina alto-borghese, "Küche der höheren Bürger", und der Cucina povera, wortwörtlich "Arme (Leute) Küche", unterschieden. Die Übersetzung Letzterer ist jedoch insofern irreführend, als sie vielmehr eine Tradition bezeichnet, die sich durch Regionalität und Simplizität einer bäuerlichen Küche auszeichnet. Man spart dabei weder an Geschmack noch Arbeitsaufwand, sondern verwendet Zutaten, die in Italien aufgrund des Klimas besonders gut gedeihen (Obst, Kräuter und Gemüse) oder aufgrund der Nähe zum Meer (frische Fische und Meerestiere) kurze Transportwege haben. Typische Gerichte der Cucina povera sind Risotto, Panzanella oder Ribollita (Suppe aus Brot, Bohnen, Gemüse). Cucina povera hin oder her, wahrer Reichtum ist und bleibt in Italien das Zusammensein beim Essen. Mitinhaber Franco Azara erklärt: "Bei uns ist immer eine quirlige Atmosphäre, wie man das aus Italien kennt. Es ist laut und lebhaft und damit der perfekte Ort für einen Abend mit Freunden." Text: Sandy Bossier
Hauptstraße 70, Tel. 85 40 14 59, www.trattoria-del-corso.de, tgl. 12-24 Uhr, U+S-Bhf. Innsbrucker Platz, S-Bhf. Schöneberg, Bus M48; Speisen 5,50 bis 16 €

Akiko Sushi - Japanisch
Bei Akiko ist immer die Hölle los, da reichen die Sitzplätze auch nach den Restaurantumbauten selten aus. Selbst Besucher aus Hamburg und London zeigten sich in der Vergangenheit begeistert über die Akiko-Sushi-Qualität, sehr zu empfehlen Wakame (eingelegter Seetangsalat), frittierte Fukomaki und alle Sushi-Variationen mit Chili. Insbesondere zu Geschäftsschließzeiten der angrenzenden Schloßstraße empfiehlt sich eine Vorbestellung bzw. Take Away.
Ahornstraße 32, Tel. 79 74 45 64, www.akikosushi.de, Mo-Sa 12-22 Uhr, So 14-22 Uhr, U-Bhf. Schloßstraße, Bus M48, 186, 282; Speisen 0,90 bis 12 €; EC-Karten

Stellwerk Berlin - International
Die Speisenkarte im Stellwerk ist ebenso bunt wie das Angebot an Cocktails und die Location selbst: Die Mischung aus Restaurant, Lounge und Café auf drei Ebenen kommt nicht nur bei Kiezbewohnern gut an. Besonders gut und günstig sind hier die orientalischen Snacks von 6 bis 7,50 Euro.
Kranoldplatz 5, Tel. 76 88 22 93, www.stellwerk-berlin.de, tgl. ab 10 Uhr, Küche bis 23 Uhr, S-Bhf. Lichterfelde Ost; Speisen 3,90 bis 15,50 €; EC-Karten

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von  tip-Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 25.01.2013

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