Dahlmanns

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Restaurant

Dahlmanns  

Foto: Christina Görs

 

Moderne jüdische Küche im Dahlmanns

Unter einem dunkelroten Himmel strahlen schneeweiße Tischdecken. Rund um die Bar schimmern die Wände in einem satten Schiefergrau. Mitten im Raum glänzt ein silberner Leuchter. Kräftige Farben prägen das Interieur im Restaurant Dahlmanns, das in der Nähe des Kudamms seit einigen Wochen jüdisch-israelische Küche serviert. „Koscher style“, so wird auf der Homepage die Küchenrichtung beschrieben. Gemeint ist damit, dass die Zubereitung der Speisen den Regeln der koscheren Küche zwar entspricht, doch das Prädikat „koscher“ darf das Restaurant nicht führen, da es am Schabbat nicht geschlossen ist. „Israel ist ein kulinarischer Melting Pott, in dem sich die Einflüsse vieler Einwanderer vermischen“, so erklärt Tuvia Aram, der das Lokal mit seiner Frau Noa führt und seine Gäste persönlich durch den Abend begleitet, das Konzept seines Lokals. Jüdische Esskultur hat viele Facetten und sieht in Mittel- und Osteuropa ganz anders aus als am Mittelmeer. Im Restaurant Dahlmanns erleben die Gäste beides - Deftiges aus Zentraleuropa und vor allem frische, vitaminreiche Speisen aus dem Mittelmeerraum, manchmal mit orientalischen Akzenten. Doch wie lassen sich so konträre kulinarische Konzepte am besten kombinieren? Um den Gästen die Auswahl zu erleichtern, bietet das Restaurant unterschiedliche Drei-Gänge-Menüs an: mit Fisch, Fleisch, Geflügel oder auch vegetarisch. Dabei kann man einige interessante Entdeckungen machen: etwa Lachs mit Wodka oder ein Hühnchen in Honig und Sherrywein, zubereitet nach einem Familienrezept der Arams, bei dem das Geflügelfleisch von einer angenehmen Süße durchzogen ist.
Insgesamt, so der Eindruck am Testabend, ist die Küche im Dahlmanns sehr bemüht darum, dass die Gäste das Restaurant auf keinen Fall hungrig verlassen sollen. Das zeigt sich schon bei den als Amuse-Gueule gereichten marinierten Champignons, die sehr großzügig bemessen sind, und zieht sich wie ein roter Faden durch die üppigen Menüs. Deshalb kommt danach ein starker Mokka wie gerufen. Die kleine Tasse birgt einen Überraschungseffekt: In das Aroma des Kaffees mischt sich der Hauch eines Gewürzes. Der spitzbübische Chef lässt die Gäste eine Weile raten, bevor er schließlich verrät, dass es sich um geriebenen Kardamom handelt. Und nebenbei erfahren die Gäste noch, dass Kardamom nicht nur sehr aromatisch ist, sondern als Kaffeezugabe auch einen praktischen Nebeneffekt hat. Er tilgt die unerwünschten Spuren eines ausgiebigen Mahls - sei es nun Knoblauch oder Alkohol.
Oliver Burgard

Bester Digestif: Mokka
Bester Platz: Bei Regen rechts vom Eingang mit Blick auf die Dahlmannstraße
Bester Rotwein: Cabernet Sauvignon aus Israel

 

Dahlmanns
Dahlmannstraße 22
10629 Berlin (Charlottenburg)
Telefon: 63 37 02 04
Fax: 63 37 02 06
Verkehrsanbindung:
U-Bhf. Adenauerplatz, S-Bhf. Charlottenburg, Bus M19, M29, X10, N10
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 12-14.30 + ab 18 Uhr, Sa+So ab 18 Uhr
 
Küchenrichtung  International, Koscher
Preise  Speisen 9,50 bis 16 €
Softdrinks ab 2,10 €, Bier (0,3 l) ab 2,50 €, Wein (0,2 l) ab 4 €, Fl. Wein (0,75 l) ab 13 €
Rauchen  nur draußen
Plätze  Innen: 30
Außen: 25
Public transport  U-Bhf. Adenauerplatz, S-Bhf. Charlottenburg, Bus M19, M29, X10, N10

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Dieses Restaurant ist ein

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Das Restaurant hat sich durch den neuen Besitzer verbessert

Nun ist das Restaurant jüdisch -israelisch und ist richtig toll.

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