"Bela Lugosi's dead" heißt ein düsterer Song von Bauhaus, mit dem die britische Band 1979 zum Geburtshelfer für die neuen musikalischen Genres Dark Wave und Gothic Rock wurde.
Düster waren auch die Horrorfilme, in denen Bela Lugosi zu Lebzeiten als Schauspieler mitwirkte, und ein bisschen düster ist auch die neue Kreuzberger Bar, die seinen Namen trägt. Das Licht ist gedämpft, das Ambiente spartanisch, die Wände nackt. Kein Sofa, kein Sessel steht zum Lümmeln oder Fläzen bereit, sondern kantige Tische und Stühle aus Holz. Eine Bar für Menschen, die gern aufrecht sitzen, bourgeoise Gemütlichkeit verachten und ein hochwertiges Angebot an Spirituosen und Softdrinks zu schätzen wissen. Wer sie noch nicht kennt, sollte unbedingt La Mortuacienne probieren - französische Edel-Limonade nach Rezepten aus den 1920er Jahren mit dem Geschmack und der Farbe von Pampelmusen, Zitronen, Orangen und Mandarinen. Wenn es hingegen fruchtig und hochprozentig sein soll, liefert die Karte unter der Rubrik "Gerührt" die passenden Drinks für Kenner - ein paar Klassiker und viele gelungene Eigenkreationen, zum Beispiel diese: ein Schuss Absinth, aufgegossen mit dem Saft von schwarzen Johannisbeeren und Rieslingsekt. Der Drink schimmert dunkelviolett, heißt Lugosi und hinterlässt auf der Zunge einen angenehmen bittersüßen Nachgeschmack.