In jeder guten Sitcom gibt es eine Bar, in die alle immer gehen, wo sich jeder kennt und man beim befreundeten Barkeeper sein Herz ausschütten kann.
"Noch ne Runde, Yves!" würde man im Montoya rufen, denn dieses kleiner Friedrichshainer Schmuckstück ist tatsächlich eine solche Bar. Sie sieht zwar typisch Berlinerisch aus - die Tapete fehlt und zwischen Omalampen und Vintagesesseln stehen Nierentische. Aber mit cool rumstehen ist hier nicht viel. Vielmehr wird herzlich zusammen gequatscht, getratscht und gelacht, vor und hinterm Tresen. Das Montoya ist Coiffeur und Café/ Bar zugleich und das klappt deswegen so gut, weil Ausgehen und gut aussehen seit eh und je zusammengehören, so wie Longdrinks und Lippenstift. Bis 22 Uhr wird hinten geschnitten und gestylt, das Resultat kann sich dann vorne sehen lassen, bei Drinks und DJ-Beschallung. Das heitere Vorgeglühe in nachbarschaftlicher Runde verleiten den ein oder anderen dann, sich zur später Stunde und im Taumel der Hemmungslosigkeit ins Nachtleben zu stürzen. Um den Kater und die zerstörte Frisur wird sich am nächsten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Montoya gekümmert.