Kino & Film in Berlin

Im Kino: Die Dokumentation „Pfarrer“

Stefan Kolbe und Chris Wright zeigen Pfarrer bei der Ausbildung

Pfarrer_01_c_SalzgeberFür „Pfarrer“ haben die Dokumentarfilmer Chris Wright und Stefan Kolbe über ein Jahr lang eine Gruppe junger Männer und Frauen begleitet, die sich in der Lutherstadt Wittenberg, im ehemaligen Herzland des deutschen Protestantismus, in der Endphase ihrer kirchlichen Ausbildung befinden. Was zunächst wie eine klassische Milieustudie, ein systemisch objektiver Blick auf eine Institution anmutet, verwandelt sich nach und nach in eine komplexe, teilnehmende Beobachtung, bei der die Filmemacher starke, bisweilen prekäre Nahverhältnisse zu fünf der angehenden Pfarrer aufbauen.

Weiterlesen: Stefan Kolbe und Chris Wright über ihren Film „Pfarrer“  

Das Private, Zweifelnde und Suchende, das Wright und Kolbe in den dichten Gesprächen mit den Vikaren erfahren, überträgt sich dabei nicht nur in den Interview-Momenten auf den Film. Die emotionalen Kräfte, die nach und nach freigesetzt werden, versorgen den Film auch in seiner sinnlichen Montage mit einer Energie, die immer wieder unerwartet intime Momente entstehen und kulminieren lässt. 

Text: Michael Baute

Foto: Salzgeber

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Pfarrer“ im Kino in Berlin

„Pfarrer“ Deutschland 2014; Regie: Chris Wright, Stefan Kolbe; 90 Minuten; FSK 0

Kinostart: 10. April

Kommentiere diesen Beitrag

Kommentiere diesen Beitrag

Kommentare