Kino & Film in Berlin

Im Kino: „Vierzehn“

Noch sehr jung und schwanger: ein dokumentarischer Blick auf werdende Teenager-Mütter.

Vierzehn

Fabienne, Steffi, Lisa und Laura sind vierzehn und schwanger. Kaum haben sie die Puppen aus der Hand gelegt und das andere Geschlecht entdeckt, beginnt auch schon der Ernst des Lebens. Das Austoben im Schutzraum des Teenagerdaseins fällt für diese vier flach. Für ihren Dokumentarfilm „Vierzehn“ hat Cornelia Grünberg die Mädchen zwei Jahre lang begleitet. Ihnen, ihren Angehörigen und ihren Freunden hört sie geduldig und aufmerksam zu und entwickelt aus der charakterlichen Verschiedenheit der Mädchen, aus der Unterschiedlichkeit ihres jeweiligen Umfelds viel­fältige, differenzierte Perspektiven auf den Sachverhalt Teenager-Schwangerschaft.
Die Langzeitbeobachtung ermöglicht es zudem, die Entwicklung der jungen Mütter nachzuvollziehen; von der etwas naiv anmutenden Vorfreude über erste Beschwerlichkeiten und Konflikte bis hin zu den mit der Geburt zwangsläufig einhergehenden massiven Veränderungen in Alltag und Beziehung. Bei alledem verzichtet Grünberg dankenswerterweise auf das Schwingen der Moralkeule. Das, was in „Vierzehn“ an immer wieder auch sehr Privatem sicht- und hörbar wird, macht ohnehin hinreichend deutlich, dass Mutterwerden in diesem Alter kein Zuckerschlecken ist.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Kinderfilm GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Vierzehn“ im Kino in Berlin

Vierzehn, Deutschland 2012; Regie: Cornelia Grünberg; 95 Minuten; FSK 12

Kinostart: 23. Mai

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