Seine tätige Sorge um die kranken Menschen in Lambarene im afrikanischen Gabun machte den Humanisten und Arzt Albert Schweitzer zu einer über alle Zweifel erhabenen Person.
Doch Politik ist ein schmutziges Geschäft, und deswegen geriet auch Schweitzer in die Schusslinie, als er während des Kalten Krieges seinen alten Freund Albert Einstein bei dessen Engagement für die Ächtung von Atomwaffen unterstützte. Die CIA zettelte daraufhin ein politisches Ränkespiel an mit dem Ziel, seine spendenfinanzierte Arbeit zu diskreditieren.
Diese Episode nimmt TV-Film-Routinier Gavin Millar zum Anlass, um in "Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika" einige Schlaglichter auf die Lebens- und Arbeitsweise des großen Mannes zu werfen. Leider hat er sich dabei zu viel vorgenommen: Ganze Handlungsstränge bleiben lediglich grob skizziert; Konflikte werden zwar angedeutet, aber nicht entwickelt; der dramaturgische Verlauf wirkt episodisch. Das Ganze sieht so aus wie die Kondensfassung eines Fernseh-Mehrteilers: nicht gut.
Text: Alexandra Seitz
tip-Bewertung: Uninteressant
Orte und Zeiten: "Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika" im Kino in Berlin
Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika (Albert Schweitzer), Deutschland/Südafrika 2009; Regie: Gavin Millar; Darsteller: Jeroen Krabbé (Albert Schweitzer), Barbara Hershey (Helene Schweitzer), Judith Godrèche (Thérèse Bourdin); Farbe, 114 Minuten
Kinostart: 24. Dezember