Der Dokumentarfilm "Die 4. Revolution" diskutiert die Energieversorgung
„Die nächste industrielle Revolution ist die Energierevolution“, sagt Zhengrong Shi, China. Sein Unternehmen ist Weltmarktführer in der Herstellung von Solarzellen. Die Umsetzung der Vision von einer weltweiten, dezentralen Energie-Autonomie hat bereits begonnen, während die atomar-fossil dominierte Primär- Energiewirtschaft versucht, dies zu verhindern. Wir sehen einen OPEC-freundlichen Energieexperten in Paris, der mit unerschütterlichem Selbstbewusstsein erklärt, dass der Gedanke an eine Umstellung auf erneuerbare Energien naiv sei.
Demgegenüber Szenen einer fachgerechten Solaranlagen-Installation in einem afrikanischen Dorf, Solartechnik-Schulungen für Frauen in Indien, schnittige Elektromobile in Kalifornien. Der Film lässt keinen Zweifel daran, dass er über ein drängendes Problem informieren will. Nicht auf traditionell cineastische Weise, eher komprimiert informativ mit O-Tönen von Experten und Topmanagern in zehn Ländern, deren offensichtliche Sachkompetenz sich unmittelbar an das Beurteilungsvermögen des Zuschauers richtet. Kino als Initiativraum für modernes Denken.
Text: Iris Depping
(tip-Bewertung: Sehenswert)
Die 4. Revolution – Energy Autonomy im Kino in Berlin
Deutschland 2009; Regie: Carl-A. Fechner; 83 Minuten;
Kinostart: 18. März
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