Zwei Amerikaner in Paris. Der eine ist die rechte Hand des US-Botschafters und wäre gern ein Geheimagent, der andere ist wirklich einer.
John Travolta spielt ihn, mit Ring im Ohr, kahl geschorenem Schädel und einem Spitzbart, der Walter Ulbricht vor Neid erblassen lassen würde. Ein Mann mit "unorthodoxen Methoden", wie seine Vorgesetzten einräumen müssen. Ein Supermann, der mehr oder weniger im Alleingang die westliche Welt rettet und dafür natürlich keine Anerkennung findet. Man darf vermuten, dass Produzent Luc Besson (von dem auch die Story stammt) dies als Selbstporträt angelegt hat, zeigt er mit diesem Film doch erneut, dass auch ein Franzose großkalibrige Filme machen kann. Die gradlinige Action, die Regisseur Morel im Vorgänger "96 Hours" lieferte, wird hier durch die Konventionen des Buddy-Movies komisch aufgebrochen.
Text: Frank Arnold
tip-Bewertung: Zwiespältig
From Paris with Love, Frankreich 2010; Regie: Pierre Morel; Darsteller: John Travolta (Charlie Wax), Jonathan Rhys Meyers (James Reese), Kasia Smutniak (Carolyn); Farbe, 93 Minuten
Kinostart: 25. März