Ferienjobs für Schüler in Berlin

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Ferienjobs für Schüler in Berlin  

Normalerweise verbringt Anton seine Ferienzeit mit Partys, Freunde treffen und Tanzen. Jeden Mittwochvormittag aber fährt der Oberschüler zum Bayrischen Platz und holt sich dort einen mit Zeitungen gefüllten blauen Ziehwagen ab. Für das Austragen einer kompletten Wagenladung erhält Anton 19,50 Euro. Bei knapp vier Stunden Arbeit ist das ein kleiner Zuverdienst, den er für seinen kommenden Kroatienurlaub einplant. „Es ist ganz normal, dass Leute in meinem Alter in den Ferien arbeiten. Von meinen Freunden tragen viele Zeitungen aus oder arbeiten täglich ein paar Stunden in der Eisdiele.“ Er selber wolle aber ungern mehr als einmal die Woche arbeiten. „Schließlich sind ja Sommerferien.“ Max dagegen kellnert in den Ferien fünfmal die Woche durchschnittlich acht Stunden täglich in einem Café. Viel Zeit für Erholung oder Urlaub bleibt da nicht. Max will das Geld sparen: „... um mir etwas leisten zu können, was ich unbedingt brauche.“

Neben dem Geldverdienen lockt viele Schüler die Aussicht, im Rahmen des Ferienjobs zu erfahren, wie sich arbeiten eigentlich anfühlt – wenn Pünktlichkeit, Disziplin oder Engagement allein schon wegen der Bezahlung eingefordert werden.
Doch wie finden Schüler einen Job? Wer über Zeitungen oder im Internet sucht, braucht Erfahrung, um die guten von den schlechten Angeboten zu unterscheiden. Häufig wird dort viel Geld für eine vermeintlich geringe Gegenleistung geboten. Oder die Schüler sollen auf Provision arbeiten. Alles Angebote, die in der Regel unseriös sind. Besser ist, erst mal bei Bekannten oder vertrauten Unternehmen nachzufragen, ob Hilfe gebraucht wird. Oder ganz klassisch den Nachbarshund auszuführen 
beziehungsweise ein Kind zu hüten. Für Letzteres können Jugendliche ab 14 in Berlin auch Kurse besuchen, die sie auf alle Eventualitäten vorbereiten.

Damit der Job nicht als verbotene Kinderarbeit gilt, müssen bestimmte Arbeitszeiten und Altersgrenzen beachtet werden: Grundsätzlich ist es erlaubt, ab 15 Jahren in den Ferien zu arbeiten, in Ausnahmen und mit elterlicher Erlaubnis auch schon ab 13 Jahren. In letzterem Fall aber dürfen die Schüler täglich maximal nur zwei Stunden Babysitten, Zeitungen austragen oder Gartenarbeit verrichten. Jugendliche ab 16 dürfen bis zu acht Stunden arbeiten, allerdings nur zwischen sechs und zwanzig Uhr. 

Text: Florian Goßler
Foto: Benjamin Pritzkuleit

Ferienjobs gibt es z.B. hier: Berliner Jobmarkt

Weitere Jobbörsen für Schülerwww.dgb-jugend.de/studium/jobben/jobboersen
Babysitter-Kurs des DRK DRK Berlin Süd-West 
Behindertenhilfe gGmbH, Info-Center, Albrechtstraße 122, Steglitz, Tel.:  79 74 42-20, www.drk-berlin.net,
Rechtliche und steuerliche Bedingungen 
für Ferienjobswww.bundesfinanzministerium.de

PDF der IHK mit Hinweisen zu Ferienjobs

 

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von  tip-Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 25.03.2013

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