"Art & Toys – Collection Selim Varol" im me colectors room

"Art & Toys – Collection Selim Varol" im me colectors room  

Daniel-Geo-Fuchs-Astroboy-2004.Vielleicht hat es Sie auch schon mal gepackt? Erst eins, dann zwei, dann drei Überraschungseier mussten es sein, und alles nur wegen der Figürchen im Innern! Selim Varol hat auch klein angefangen. Der Unternehmer aus Düsseldorf sammelte erst Spielzeug. Von dort war der Weg nicht weit zu den Designer-Toys in limitierter Auflage. Mit rund 15 000 Figuren besitzt der 39-Jährige eine der größten Sammlungen dieser Art in Europa, eine kunterbunte Welt voll Plastik und Vinyl. "Meine Sammlung, das bin ich – meine Kindheit, meine Freunde, meine Helden, meine Vorbilder, was mir Spaß macht, Gefühle, die mich bewegen", sagt Varol. Zu Gast beim Berliner Sammler Thomas Olbricht in dessen me collectors room zeigt Varol das Ergebnis seiner Reisen ins Reich der Miniskulpturen und der Streetart. Kunst und Kinkerlitzchen, Fantasie und Fantasy: Man begegnet alten Bekannten aus Comic, Film und Politik wie Batman, Rambo oder Fidel Castro. Andy Warhol trifft Manga-Design, denn die Toys werden zumeist in Asien produziert.

Die Nähe zum Alltag charakterisiert auch den zweiten spielerisch-subversiven Sammlungsschwerpunkt. Varol identifiziert sich mit Werken von Künstlern, die sich einmischen, die ihren Ursprung in Streetart und im Pop-Surrealismus haben. JR ist einer davon. Der TED-Preisträger erregte mit "28 millimétres: Women are Heroes" in den Favelas von Rio Aufsehen. Damals brachte er Abbildungen der Bewohnerinnen an den Fassaden der Baracken an, um diesen Frauen eine Stimme zu geben. Auch der New Yorker Künstler KAWS (Brian Donnelly), der seit 1998 verfremdete Bilder an Bushaltestellen oder auf Werbetafeln platziert, ist mit mehr als 160 Werken in der Schau vertreten. Von ihm stammt die teuerste Figur, 20 000 Euro kostete sein "Bronze Companion". Insgesamt werden rund 3 000 Arbeiten von 200 Künstlern und Designern gezeigt, darunter Banksy, Robert Crumb, Damien Hirst, Jeff Koons, John Galliano, Miuccia Prada, Hedi Slimane, Tokidoki oder Bubi Au Yeung. Mitten in seiner Menagerie fühle er sich wie ein Tourist, meint Varol – zwischen Pastings und Prints, Skulpturen und Spielzeug-Helden aus über 20 Ländern.

Text: Andrea Hilgenstock

Foto: Daniel Geo Fuchs, Astroboy 2004

Art & Toys – Collection Selim Varol me collectors room, Auguststraße 68, Mitte, Di–So 12–18 Uhr, 26.5.–16.9.

 
von  tip-Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 29.05.2012

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