Kunstkopf: Julius Dörner

Kunstkopf: Julius Dörner  

Julius_Doerner_c_steffi_sandkaulentip: Wie wurde Wohnraum für Sie zum Thema? 

Julius Dörner: Mein Vater ist auch Künstler. Er hat mit Tapetenmustern und Möbeln gearbeitet und 90 Prozent des Mobiliars zu Hause selbst hergestellt. Diese Ästhetik habe ich von klein auf mitbekommen und ein Stück weit übernommen. Ich beziehe meine Ideen und Materialien aus verschiedenen Wohnbereichen.

tip: Welche Materialien verwenden Sie?

Dörner: Lange Zeit war der Gebrauch von Fundstücken ein Merkmal meiner Arbeit, wie Altbautüren, die tausendmal überlackiert wurden und ganz unterschiedliche Geschichten erzählen. Zurzeit versuche ich, die Materialien meinem persönlichen Umfeld zu entnehmen. In einer WG-Küche gibt es nicht nur Antikmöbel, sondern auch IKEA. Ich kombiniere beides.  

tip: Eine Arbeit besteht aus Buchstützen und Lampenschirmen. 

Dörner: Durch die Anordnung der Materialien entsteht daraus ein Wandgebilde mit floralem Muster, das eine tapetenartige Struktur besitzt. Es ist mir wichtig, eine bestimmte Formenharmonie zu bewahren.

Fragen/Foto: Steffi Sandkaulen

Junge Kunst Julius Dörner und vier weitere Künstler, Galerie Villa Köppe, Knausstraße 19, Grunewald, Mo–Sa 15–19 Uhr, bis 17.2.

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von  tip-Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 03.02.2012

tip Ausgabe 05/2015

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