Die Dramatikerin, Theaterregisseurin und Filmemacherin (Jahrgang 1969) inszenierte 2009 nach einer China-Reise in den Sophiensälen das deutsch-chinesische Projekt "Ping Tan Tales". Dazu entstand der Sammelband "Chinaland"
tip Ein guter Satz aus dem Buch?
Gesine Danckwart Wie gemein! Bei so vielen Sätzen von mir und anderen … Also: "… ich bin kein Experiment, ich bin auf dem richtigen Weg, und zwar immer."
tip China nähern Sie sich über alltagspräzise Assoziationsketten. Wie nah sind Sie Chinas Kern gekommen?
Danckwart Das war die Strategie, im Umkreisen eine Ahnung von diesem China zu bekommen. Der Kern – ein unmöglicher Versuch. Wahrscheinlich gar nicht vorhanden.
tip Dabei geht es oft um Chinas Kultur der Kopie. Wie viel Originalität steckt darin?
Danckwart Es ist ein ganz anderes Bewusstsein von Original und Schöpfer;
der verschwindet als Einzelner. Die Nachahmergruppe eignet sich durch Widerholung Kenntnisse an – in der allerletzten Variante des Shanzhai beginnt ein kreatives Neukopieren. Die Kopie toppt schließlich das Original. Fragen: rik
Gesine Danckwart, Anja Goette, Susanne Vincenz (Hg.) "Chinaland – Reisen. Kopieren. Erzählen", Blumenbar,
184 Seiten, 24,90 €
Buchpräsentation mit Texten, Bildern, Musik:
Hardcover Studio, Maxim Gorki Theater Studio, Hinter dem Gießhaus 2, Mitte, Sa 27.2., 20.15 Uhr, Tickets: 8/5 €, www.blumenbar.de
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