Die in dem Bändchen "Umbauland - Zehn deutsche Visionen" entwickelte Fantasie, eine riesige Pyramide aus betonversiegelten menschlichen Überresten in die ostdeutsche Provinz zu stellen, um zahlungskräftige Bestattungstouristen anzulocken, war an sich schon beknackt genug
Noch beknackter ist das Vorhaben, das Ding tatsächlich zu bauen. Wenn es nach dem Schriftsteller Ingo Niermann geht, soll auf einem Acker bei Dessau das größte Bauwerk der Welt entstehen: Ein Grabmal für Menschen aller Konfessionen, das er vor Ort mit einer bizarren Pressekonferenz bewarb. Vorbild für das "Deutsche Weltwunder" (Niermann) war übrigens das 330 Meter hohe Ryugyong-Hotel in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Das Bauwerk wurde nie fertig gestellt.