Concept-Stores in Berlin

Concept-Stores in Berlin  

Oukan_c_AchimHatziusMinimal & avantgardistisch
Oukan heißt auf Japanisch Krone. Die Initiatoren Natalie Viaux und Huy Thong Tran Mai verliebten sich in die Location Kronenstraße 71, als sie dort 2011 japanischen Designern nach der Katastrophe von Fukushima eine Plattform boten. Heute ist die Adresse ein Geheimtipp für Liebhaber des japanischen Minimalismus und der internationalen Avantgarde. Die androgynen – oft als unisex ausgelegten – Teile einiger japanischer Designer, wie Mabuya Mabuya und Dummyhead Depaysemen findet man in Berlin nur hier. Aber auch internationale Labels, die von der Nachhaltigkeit japanischen Handwerks inspiriert sind – wie zum Beispiel Norwegian Rain – gibt es exklusiv. Die Designer aus Bergen schneidern aus japanischen Stoffen die wohl elegantesten und innovativsten Regenmäntel mit versteckter Hi-Tech-Membran. Auch Berliner Design ist vertreten: etwa die edlen und manchmal verrückten Hemden von Julius Errol Flynn oder die dekonstruierten, detailreichen Jeans von Versuchskind. Und in der Frauenabteilung im zweiten Stock begeistern vor allem die edlen Teile von Hussein Chalayan und die überraschenden Entwürfe der türkischstämmigen Ayzit Bostan, etwa edle Hosen mit reflektierenden Bändern. Für solche ausgefallenen, besonders schönen Dinge – sei es Fashion, Accessoires, Wohndesign oder exquisite japanische Teesorten – ist Oukan ein wahrer Tempel. Text: Annika Silja Sesterhenn, Foto: Oukan/Achim Hatzius

Oukan Japanese and International Avantgarde, Kronenstraße 71, Mitte, Mo–Sa 12–19 Uhr, Tel. 20 62 67 00, www.oukan.de

ULF_Haines_c_MarcusZumbansenExklusiv & selten
Bei der liebevoll zusammengestellten Auswahl aus den aktuellen Kollektionen von COMME des GARÇONS, Damir Doma, Helmut Lang, Junya Watanabe, Stephan Schneider und anderen, ist es bei Ulf Haines unmöglich, daneben zu greifen. Einige Designer verkaufen ihre Kollektionen in Berlin nur bei Ulf Haines. So bekommt man etwa die fantasievoll detaillierten und mit perfekten, satten Farben beeindruckenden Kollektionsteile des Berliner Labels Perret Schaad sonst nur in Hongkong, Tokyo, Beverly Hills und Zürich. Auch die Kollektionen des belgischen Designers Christian Wijnants sind in Berlin nur hier zu haben: etwa feinste Sommerkleider aus Seidenchiffon. Der neue Herrenmodeladen von Ulf Haines – nur ein paar Häuser vom Frauenstore entfernt – bietet von fast allen hier vertretenen Designern die jeweilige Herrenlinie. Text: Annika Silja Sesterhenn, Foto: Marcus Zumbansen

Ulf Haines, Rosa-Luxemburg-Straße 9 (Women) + 24/26 (Men), Mitte, Mo–Fr 12–20 Uhr, Sa 12–19 Uhr, Tel. 74 78 65 77, www.ulfhaines.com

Voo_c_DarrylNatalePuristisch
"So mancher Kreuzberger entdeckt uns nach anderthalb Jahren und denkt, uns gibt es erst seit einer Woche", berichtet Herbert Hofmann, Creative Director und Einkäufer, amüsiert. Sah er anfangs die Kreuzberger Hinterhoflage als Risiko, schließlich wirkt in Mitte ein ganz anderes Powershopping-Potenzial, ist Hofmann heute überzeugt. Seine Kunden schätzen es, ohne Gedrängel auf 300 Quadratmetern flanieren zu können. In den Store kommen Touristen, aber hauptsächlich Berliner, die gleichermaßen den puristischen skandinavischen Stil sowie unaufgeregte Experimente schätzen. Bei seiner Auswahl ist Hofmann Humor wichtig. Und so zieren nicht die üblichen Blumen oder Schmetterlinge das Wolltuch des Labels VONSCHWANENFLÜGELPUPKE, sondern liebevoll detailreich gezeichnete Kohlköpfe. Eyecatcher auf der meterlangen Tafel sind rote High Platform Sneaker der schwedischen Designerin Carin Wester. Knöchelhohe Lederschuhe mit kleiner Quaste am Schnürband und einer stattlichen Kreppsohle von vier Zentimetern. Bestens geeignet für den sicheren Auftritt auf dem gemeinen Berliner Pflaster. Text: Katrin Falbe, Foto: Darryl Natale

Voo Store Oranienstraße 24, Kreuzberg, Mo–Sa 11–20 Uhr, Tel. 61 65 11 19, www.vooberlin.com

F95_c_LauraDeschnerForF95Geprüft
Eine ehemalige Post-Schalterhalle am Gleisdreick kommt als Design-Location F95 groß raus, und ebenso kann es Kunden nach einem Besuch dieses Stores ergehen. Denn zu kaufen gibt es in den lichten Hallen von der benachbarten Mode-Messe "Premium" geprüfte Kollektionen internationaler und Berliner Designer sowie Schuhe und Accessoires. Store-Manager Hans Weber setzt auf eine Mischung aus Glamour und Casual, aus Avantgarde und Eleganz, was bedeutet, dass es sowohl Mongrels in Common als auch Alexander Wang und Diane von Furstenberg zu kaufen gibt. Den postindustriellen Charme des Ortes hat Innenarchitekt Heiner Albaum einerseits erhalten, andererseits mit einigen Barock-Elementen und floralen Teppichen konterkariert. Im Vergleich zum alten Store an der Frankfurter Allee hat sich F95 also nochmal deutlich herausgeputzt. Die Mischung ist gelungen, ebenso wie die Auswahl der Kollektionen und auch die Wahl der Verkäufer. Denn obwohl Fashionstore draufsteht und Premium drin ist, erwarten einen hier statt arroganter Verkaufsschnepfen freundliche Menschen, die Rat und Hilfe anbieten, aber nicht aufdrängen. Text: Iris Braun, Foto: Laura Deschner for F95

F95 – The Fashion Store Shop an der Station Berlin, Luckenwalder Straße 4–6, Kreuzberg, Mo–Fr 11–20 Uhr, Sa 11–18 Uhr, www.f95store.com

Magazzino_c_KlausSpangenberg_MagazzinoAusgesucht
August Spangenberg, Inhaber von Magazzino, kennt die Modebranche von der Pike auf, ist "mindestens zwei Monate im Jahr" nicht nur auf Modemessen unterwegs, sondern steuert vor allem Textil- und Schuhmanufakturen in Italien oder England an. Bei diesen "Produkt-Spezialisten", wie er sie nennt, also Firmen, die sich wie Tagliatore ausschließlich auf die Herstellung von Anzügen oder wie Caliban auf Blusen und Hemden kapriziert haben – und die nicht selten für  große Firmen wie Joop produzieren – findet Spangenberg Kleidung, die seinen Ansprüchen genügen: Qualitativ hochwertig, modisch, ohne experimentell zu sein und mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Text: Eva Apraku, Foto: Klaus Spangenberg / Magazzino

Magazzino Güntzelstraße 21, Wilmersdorf, Mo–Mi 10–18.30 Uhr, Do+Fr 10–20 Uhr, Sa 9.30–18 Uhr, www.magazzino.de

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von  tip-Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 23.10.2012

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