Piano City: Interview mit Irmelin Jättkowski

Piano City: Interview mit Irmelin Jättkowski  

Irmelin_Jaettkoswskitip Wie sind Sie zum Klavierspielen gekommen?
Irmelin Jättkowski-Eckert Meine Eltern waren Musiker, als Fünfjährige hatte ich schon den Wunsch, Klavier zu spielen. Leider konnte sich diese Sehnsucht erst mit 11 Jahren erfüllen. Kriegswirren, Flucht und Vertreibung ließen ein normales Leben nicht zu.

tip Was fasziniert Sie daran, ein Konzert im eigenen Wohnzimmer zu geben?
Irmelin Jättkowski-Eckert Die Tradition von Hauskonzerten sollte lebendig bleiben, sie sind die Keimzellen des Musizierens. Zuhörer locken mich aus der stummen Einsamkeit des Übens heraus und lassen spontane Interpretationsmöglichkeiten zu. Mein wunderschöner Steinway-Flügel erweist sich dabei als vertrautes Medium meiner klanglichen und technischen Möglichkeiten.

tip Können Sie ein paar Stücke aus Ihrem Programm verraten oder zumindest die Stilrichtung oder einen Komponisten?
Irmelin Jättkowski-Eckert Meine Richtung ist klassische Musik. Auf dem Programm stehen die 24 Preludes von Frederic Chopin.

tip Haben Sie Lampenfieber? Wie fühlt sich das an?
Irmelin Jättkowski-Eckert Oh ja, Lampenfieber gehört zum Konzertieren! Es erhöht die Spannung und fordert heraus, mit dem größten Potential zu spielen. Also höchste Konzentration bei größtmöglicher Entspannung des Körpers, geistig und emotional ganz in der Musik. Möge es mir gelingen!

tip Seit wann träumen Sie davon, auf einer Bühne zu stehen?
Irmelin Jättkowski-Eckert Eigentlich habe ich nicht davon geträumt, auf einer Bühne zu stehen - viel eher ist mein Traum, für viele Menschen zu spielen, ihre Herzen mit der Musik zu berühren und ein gemeinsames Erleben in der Musik zu erschaffen.

Foto: Thomas Bruns

Piano City Berlin vom 22. bis 24.10.2010 

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von  tip-Redaktion
Veröffentlicht: 17.08.2010 , Zuletzt aktualisiert: 07.10.2010

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