Kunst und Museen in Berlin

Kunstkopf: Bärbel Möllmann

Zum 10. Jahrestages von 9/11 präsentiert das Art Laboratory die audiovisuelle Installation VISIONS NYC – afterthoughts.

Selbstportait_Baerbel_Moellmann
tip: Was ist das Konzept von VISIONS NYC – afterthoughts?
Bärbel Möllmann: Afterthoughts ist der zweite Teil der Arbeit „Visions NYC“. Im Sommer 2001 war ich in New York, um die verschiedensten Menschen zu fotografieren und um sie nach dem Traum, den sie im Big Apple verwirklichen wollen, zu fragen. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center entschloss ich mich, die Interviews zu wiederholen.

tip: Wie haben sich die Porträtierten seit dem 11. September 2001 verändert?
Möllmann: Die meisten zeigten sich sehr bestürzt, auch wenn sie selbst nicht direkt betroffen waren. Es gab Gesprächspartner, die nicht mehr interviewt werden wollten oder die Anschläge gar nicht erwähnt haben. Und einige sind sogar aus New York weggezogen.

tip: Hat der Anschlag für Sie persönlich den Mythos New York erschüttert?
Möllmann: New York war für mich nie die Stadt der Träume. Mir fehlt dort etwas ganz Wichtiges: Liebe. Es geht um Geld und Macht, nicht um Menschen oder deren Schicksale. Darum hat mich interessiert, weshalb andere nach NYC gehen.

Fragen: Julia Rieder

Foto: Selbstporträt Bärbel Möllmann

VISIONS NYC – afterthoughts Art Laboratory Berlin, Prinzenallee 34, Wedding, Fr–So 14–18 Uhr, Sa 10.9.–So 16.10.

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