Clubs und GEMA streiten über Tarifreform

Clubs und GEMA streiten über Tarifreform  

Party

In Berlin sind am Montagabend (25.6.) mehr als tausend Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die geplante Tarifreform der GEMA zu protestieren. Vor den Toren der Kulturbrauerei, in der zeitgleich das Mitgliederfest der Musikverwertungsgesellschaft stattfand, machten sich nicht nur Künstler und Clubbetreiber lautstark bemerkbar.
Die Tarifreform der GEMA sieht vor, dass die Abgabe bei Musikveranstaltungen mit Live-Musik und Tonträgerwiedergabe ab Januar 2013 z.T. kräftig ansteigt. Vor allem Clubbesitzer sehen in der Neuregelung durch die höheren Abgaben ihre Existenz bedroht. So zeigt eine Beispielrechnung, dass sich die Abgaben für eine mittelgroße Discothek mit zwei Dancefloors und einem Eintritt von acht Euro von etwas über 20.000 Euro netto/Jahr auf knapp 150.000 Euro netto/Jahr erhöhen würden. Dies würde einem Kostenanstieg von fast 700 Prozent entsprechen.
Die GEMA begründet die Tarifreform mit der wachsenden Transparenz der Abgaben. Auch würden etliche kleine und mittlere Veranstalter durch die neuen Gebühren entlastet. GEMA-Bezirksdirektor Lorenz Schmid bezeichnete den neuen Satz vor allem für die Urheber der Musik als angemessen. Zu der Kritik, dass viele Clubs mit den erhöhten Abgaben vor dem Ruin stünden, sagte er: "Ich sehe es so, dass die Clubs bislang viel zu wenig gezahlt haben."
Ein Schiedsstellenverfahren zur Prüfung der neuen GEMA-Tarife liegt momentan beim Deutschen Patent- und Markenamt.

Foto: Kigoo Images / pixelio.de

 
von  tip-Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 26.06.2012

tip Ausgabe 16/2015

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