Knaack Klub macht zu!

1 Kommentar

Knaack Klub macht zu!  

KnaackEs ist eine echte Schande für Berlin! Nach über 58 Jahren Klubgeschichte in der Greifswalder Straße muss der Knaack Klub nun doch aufgeben. Die Lärmschutz-Auflagen nach einem Lautstärkestreit mit zugezogenen Nachbarn machen ein Weiterbestehen am bisherigen Standort für die Betreiber nicht mehr möglich. Da ein neuer Standort bisher nicht gefunden wurde, schließt der Traditionsclub zum 31.12.2010 seine Pforten.
Berlin verliert mit dem Knaack eine Generationen übergreifende Plattform für alternative Jugenkultur. Inzwischen weltberühmte Bands wie Muse, Interpol, Deftones oder auch Rammstein starteten ihre Karrieren mit Konzerten in der Greifswalder Straße. Weil die neuen Nachbarn in ihrer Nachtruhe nicht gestört werden wollen, war es den Betreibern in den letzten Monaten nicht mehr möglich, das Knaack mit voller Kraft (sprich: Lautstärke) zu führen. "Die Partygänger haben unsere Befürchtungen bestätigt: Leise Musik in Clubs hat keine Akzeptanz", heißt es auf der Internetseite des Clubs.
Bevor der Club zu Silvester seine Tore schließt, wird sich nun am Samstag, den 4.12.2010 noch einmal würdig verabschiedet. Mit der Punk-Hard-Metalcore Band "From Constant Visions" und der Berliner Art-Core-Band "Contravolta" gibt es ein letztes Konzert in der Greifswalder Straße.
Eine Woche später wird die Bühne im Knaack dann abgebaut und bis Ende des Jahres nur noch die Kneipe geöffnet sein. Berlin ist dann um eine Institution ärmer.

From Constant Visions + Contravolta, Knaack, Sa 04.12., 19.30 Uhr, VVK: 8 Euro

Passend zum Ende des Knaacks muss auch das geplante Konzert von Phonoboy am Freitag, den 26.11.2010 im Roten Salon verschoben werden. In der Pressemitteilung der Band heißt es dazu: "Aufgrund von Anwohnerbeschwerden (in Berlin!) kann der Rote Salon im Moment nur noch 'leise Konzerte' veranstalten." Die Band ist um einen Ausweichtermin bemüht.

Lesen Sie hier die Übersicht: Konzertabsagen und Umzüge

 
von  tip-Redaktion
Veröffentlicht: 23.11.2010 , Zuletzt aktualisiert: 23.11.2010

Kommentare

Was für Spacken, diese

Was für Spacken, diese "Nachbarn". Ziehen neben einen Club und wundern sich, dass es ab und an mal laut ist. Kein Wunder, dass kein Berliner mehr im Prenzelberg wohnt bei solcher Ignoranz... Solche…Lesen »

tip Ausgabe 12/2012

tip Ausgabe 12/2012

Touristen in der Stadt: Pro und Kontra || Jüdisches Filmfest || Arbeitswut bei Martin Wuttke || Machtkampf bei der SPD: Stöß gegen Müller || Spezial: Weiterbildung.