Kino & Film in Berlin

„Who killed Marilyn?“ im Kino

Mord in der Provinz? In dem Film von Gérald Hustache-Mathieu ermittelt der Krimiautor David Rousseau.

Who killed Marilyn?

Eine junge Frau ist tot. Angeblich war es Selbstmord mit einer Überdosis Barbituraten, der Polizeichef eines Ortes im Juragebirge hat den Fall bereits zu den Akten gelegt. Doch was der Pariser Krimiautor David Rousseau in seiner alten Heimat über die tote Candice herausfindet, ist schon seltsam: Nicht allein, dass sie erst einen Sportler geheiratet hatte und dann mit einem Intellektuellen verbandelt war, sie befand sich auch in psychoanalytischer Behandlung und hatte eine Affäre mit dem (Regional-)Präsidenten. Irgendwann enden dann die Parallelen zu Leben und Tod einer sehr viel berühmteren Blondine. Doch das bedeutet nicht, dass es nichts zu vertuschen gäbe in der kalten Provinz, von der Regisseur Gйrald Hustache-Mathieu in seinem Krimi mit viel Einfühlungsvermögen und grimmigem Witz erzählt. Die Monroe-Ähnlichkeiten dienen dabei nur als Aufhänger für eine Geschichte um spießige Enge und den Wunsch, dieser selbstbewusst etwas entgegenzusetzen. Das ist dann nicht immer nur lustig, doch stets unterhaltsam.

Text: Lars Penning

Foto: Jean-Claude Lother / Koch Media GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Who killed Marilyn?“ im Kino in Berlin

Who killed Marilyn? (Poupoupidou), Frankreich 2011; Regie: Gйrald Hustache-Mathieu; Darsteller: Jean-Paul Rouve (David Rousseau), Sophie Quinton (Candice Lecoeur/Martine Langevin), Guillaume Gouix (Bruno Leloup); 102 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 2. August

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