Salons

10 Berliner Salons

Foto: Jan Windszus

Salon der ­Komischen Oper
„Theorie trifft auf Unterhaltung und Kunst auf Wissenschaft“ heißt es in der Selbstbeschreibung des Salons der Komischen Oper, der unter Einsatz von Sängern und Musikern des Hauses in größeren Abständen im Foyer statt­findet. Beim nächsten Termin diskutieren Professor Jeanette Hofmann, Expertin für Netzpolitik vom Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und Professor Volker Gerhardt, Rechts- und Sozial­philosoph an der HU Berlin die Frage „Wohin mit der Demokratie? Zur Zukunft einer uralten Staatsform.“
Komische Oper Behrensstr.55 – 57, Mitte, 12.2.18, 19.30 Uhr, Karten: 12 €, Tel.: 47 99 74 00, www.komische-oper-berlin.de/programm/a-z/salon-der-komischen-oper/

Streitkultur Berlin e.V.
Wo nie gestritten wird, da fliegen zum Schluss die größten Fetzen. Eine der wichtigsten Grundlagen der Demokratie ist der zivilisierte Meinungsaustausch, bei dem mit durchdachten Argumenten für eigene Positionen geworben wird. Im Verein Streitkultur Berlin e. V. üben Menschen „von 12 bis 102“ zu vor­gegebenen Themen und nach fest­gelegtem Regelwerk ihr ­Geschick beim Debattieren – und lernen andere Ansichten kennen und vielleicht auch schätzen. Beim nächsten Termin geht es um die Frage „Sollen U-Bahnhöfe über Nacht für Obdachlose geöffnet bleiben?“
Cafe En Passant Schönhauser Allee 58, Prenzlauer Berg, 4.1.18, 19.30 Uhr, Eintritt frei, http://streitkultur-berlin.net 

Digitaler Salon
Die zunehmende Digitalisierung kann unser Leben ziemlich auf den Kopf stellen. Einmal monatlich werden im Digitalen Salon mit Gästen „Fragen zur vernetzten Gegenwart“ diskutiert, Netz-Phänomene erörtert sowie ­Vor- und Nachteile technischer Veränderungen reflektiert. Nicht nur live vor Ort, sondern auch auf der Website, über Social Media – oder per Postkarte. Beim nächsten Termin geht’s um „Hacking the Elfenbeinturm – Hinter Paywalls und Bücherschränken: Wie kann die Wissenschaft die Gesellschaft noch erreichen? Und was haben Science Slammer und Open Access damit zu tun?“
Humboldt Institut für ­Internet und Gesellschaft Französische Straße 9, Mitte, 29.11., 19 Uhr, Eintritt frei, www.hiig.de/digitaler-salon/

Fußballsalon mit Christoph ­Biermann
Wenn Christoph Biermann, Buchautor und Chefredakteur der Fußballzeitschrift „11 Freunde“, mit Gästen über den Lieblingssport parliert, geht es weniger um Tabellenplätze oder gezählte Tore, sondern um das Wesen des Spiels: Die Fankultur etwa oder interessante Persönlichkeiten. Zum nächsten Termin ist Raphael Honigstein geladen, ebenfalls Journalist, Autor und bester Kenner des englischen Fußballs. Zuletzt hat er die Biographie „Ich mag, wenn̓ s kracht“ über Jürgen Klopp veröffentlicht – was der thematische Schwerpunkt des Abends werden soll.
Deutsches Theater Schumannstr.13 a (in der Bar), Mitte, 28.11., 21 Uhr, Karten: 8 €/ 6 €, www.deutschestheater.de

Popsalon
Man muss, wie der einstige stellver­tretende Feuilleton-Chef der „Berliner Zeitung“, Jens Balzer, schon ein ziemlich ausgewiesener Kenner der Popmusik sein, um immer mal wieder abzu­schweifen und assoziativ über etwas ganz anderes reden zu können. Der Kulturjournalist Tobi Müller nimmt den Faden auf – oder gibt Balzer Paroli, bis neueste Erkenntnisse der „popistischen ­Dialektik“ nur so sprühen. Zum nächsten Termin werden Elissa Hiersemann (radioeins), Andreas Borcholte (Spiegel Online) und Juliane Liebert (Vice, Süddeutsche Zeitung) erwartet.
Deutsches Theater Schumannstr.13 a (in der Bar), Mitte, 19.12., 21.30 Uhr, Karten: 8 €/ 6 €, www.deutschestheater.de

Polish Thursday Dinners
2013 startete die gebürtige Warschauerin Julia Bosski ihre „Polish Thursday Dinners“, einen kulinarischen Salon, bei dem die Gäste jüngste Kreationen der neuen polnischen Küche goutieren, außerdem durch zeitgenössische polnische Musik, Literatur oder Mode unterhalten werden. Den kommenden Abend gestaltet Bosskis Kollegin Flavia Borawska mit einem Vier-Gänge-Menü.
www.bosski.biz

Freudensalon
Die Betreiberin des Freudensalons ist die sexpositive Feministin Laura Méritt, die auch den Sex-Toy-Shop Sexclusivitäten führt. Jeden Freitag ab 12 Uhr lädt Méritt in ihre Wohnung ein, wo in der Bibliothek gestöbert und Wissen ausgetauscht wird, Filme eingesehen, oder neue Projekte besprochen werden können. Von 18 bis 20 Uhr wird dann auf ein vorgegebenes Thema eingegangen. Beim nächsten Termin heißt dieses: „Sexualität und Alter“.
Sexclusivitäten Fürbringer Str.2, Kreuzberg, nächster Termin: 17.11., 12 – 20 Uhr, www.sexclusivitaeten.de

 

Mahide’s Salon
Die Feministin, Lesbe und Konzert­agenturbetreiberin Mahide Lein kennt in ­Berlin Hinz und Kunz. Dementsprechend bunt und international sind die Gäste ihres vom Herbst bis zum Frühjahr einmal monatlich stattfindenden, privaten Salons in ihrer Wohnung.
Private Adresse Nur auf Einladung, Spende willkommen, http://ahoi-kultur.de

 

Geheimclub
Die Musikerin Annika von Trier ist seit 25 Jahren in der Berliner Salon-Szene aktiv, betrieb den „Mittwochs­salon“ im Grünen Salon der Volksbühne, außerdem den „Salon Papillon“ in der ­SevenStar Gallery. Seit drei Jahren führt sie den „Geheimclub“ im Untergrund­museum, wo sie mit „Eintagskünstlern“ auftritt, also mit Filmmachern oder Musikern, die hier passend zu ­Terminen wie der Berlinale eine ­einmalige Darbietung abliefern. Demnächst mit Matthias Mücke, Grafiker und Buchkünstler.
Untergrundmuseum Linienstr. 144, Mitte, nächster Termin: 9.12., 20 Uhr, begrenzte Platzzahl, Reservierung und temporäre Mitgliedschaft im Club erforderlich. Infos unter karten@annika-von-trier.de, http://annika-von-trier.com/geheimclub/

 

Salon Moon
Kürzlich feierte man im Salon Moon drei­jähriges Bestehen. Einmal im Monat lädt die aus Korea stammende Opernsängerin, Malerin, Fotografin und Performerin Moon Suk zusammen mit ihrem Lebensgefährten Ernst Becker in ihre Beletage ein. Moon Suk trägt, begleitet von einem Klavier und manchmal weiteren Instrumenten, Lieder vor, oft treten weitere nationale und internationale Künstlerfreunde – wie hier Autor Wladimir Kaminer – auf, danach wird zum Dinner mit ­koreanischen, schwäbischen und Wein­spezialitäten geladen.
Moon Suk und Ernst Becker Olivaer Platz 12, Charlottenburg, 10.12., 15 Uhr, Karten: 50 €, Anmeldung unter mail@salonmoon.de

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