Essen in Charlottenburg

12 Restaurants in Charlottenburg, die liefern oder Take-Away anbieten

Zwar kann man dieser Tage nicht mehr in seinen Lieblingsrestaurants und Cafés sitzen, geschweige denn in Bars den Abend vorbeifließen lassen, aber das heißt nicht, dass man auf ihre Spezialitäten verzichten muss. Denn nicht wenige unserer liebsten Restaurants und Cafés in Charlottenburg sind noch offen, wenn auch nur für Take-Away, oder haben sogar ihren eigenen Lieferservice aufgebaut. Und mit jeder Bestellung sorgen wie ein bisschen mehr dafür, dass unsere Favoriten überleben können und laden uns ein bisschen mehr Normalität zu unseren Esstischen ein.


Bar Brass

Blick in Gastraum Bar Brass mit Fensterfront. Das Restaurant in Charlottenburg ist noch offen.
Auf den schönen Gastraum des Restaurants Bar Brass in Charlottenburg müssen wir eine Weile verzichten – aber nicht auf ihre Küche! Foto: Jill Bettendorf

Hier im Norden Charlottenburgs werden nicht nur die Bronzen von Georg Baselitz oder Neo Rauch gegossen, sondern etwa auch die Berlinale-Bären. Weil aber die Kunst und die Kultur immer auch gesellschaftliche Ereignisse sind, also in normalen Zeiten, hat die Bildgießerei Noack seit gut einem Jahr dieses eigene, französisch grundierte und sehr, sehr schöne Restaurant. Jetzt kann man seine Schönheit zwar nicht mehr ganz so gut betrachten, aber das Restaurant in Charlottenburg ist noch offen – und trotzdem (oder erst recht) einen Besuch wert! Sie sollten mal reinschauen und sich was zu essen mitnehmen. Ein Spargelrisotto etwa, eine Kaninchenkeule oder die Mixed Pickles und das hausgebackene Sauerteigbrot. 

Bar Brass, Am Spreeboard 9, tgl. 12-21 Uhr


893 Ryotei

Wo wir schon beim soziokulturellen Erlebnis sind, der ein Restaurantbesuch auch immer ist: Auch Duc Ngos 893 Ryotei will unbedingt erlebt werden. Wir versprechen: Dieser Vorgeschmack lohnt trotzdem. Von Dienstag bis Sonntag gibt es jeweils ein limitiertes Best-of-Menü für 49 Euro. Vom aktuellen sei etwa der letzte Gang verraten, ein ziemlich aromenbombiges Yuzi-Tiramisu. Ohnehin funktioniert dieses pan-asiatische Spektakel auch aufgrund der vielen Würzsoßen und rohen Produkte gut zum Abholen. Nichts wird lau oder schal. Und das mit der Atmosphäre kriegen wir auch zuhause am Esstisch hin.

893 Ryotei, Kantstr. 35


Funky Fisch/NgoKimPak/Madame Ngo

Wo wir schon bei Duc Ngo sind, dem, so sagen manche, König der Kantstraße: Eineinhalb Türen neben dem Ryotei hat er drei weitere seiner Läden zum Krisen-Take-Away vereint. Das Lunchlokal NgoKimPak liefert pazifische Bowls und koranisches Bibimbap als tröstende, unkomplizierte Löffelgerichte. Aus dem Funky Fish kommt die Ceviche, der Oktupussalat und südfranzösisches wie der Mixed-Fish-Teller an einer Sauce Marseille. Die beste Nachricht aber: Auch die Pho, die langsam köchelnden Nudelsuppen aus dem Madame Ngo auf der anderen Seite der Kantstraße gibt es nun hier zum Mitnehmen.

NgoKimPak, Schlüterstr. 21/22, tgl. 12–20 Uhr

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Koshary Lux

Koshary Lux

Dass es Michael Landeck mit seiner nordafrikanisch-orientalischen Street-Food-Küche ausgerechnet in die Grolmannstraße verschlagen hat, war vor fünf Jahren noch eine Überraschung. Vom Street Food Thursday in der Kreuzberger Markthalle Neun kennt man sein Koshary Lux. Im Savignykiez hatte er aber rückblickend die in mancher Hinsicht multikulinarischere Nachbarschaft gefunden. Israelis, Türken, Pfälzer, die ägyptische und nordafrikanische Community sowieso: Seine ägyptische Alltagsküche ist für alle, die sie neu entdecken, intuitiv vollmundig und faszinierend zugleich. Wir würden mit dem namensgebenden Koshary starten, dem ägyptischen Nationalgericht aus Reis, Makkaroni, Linsen, dazu eine würzige Tomatensoße, Kichererbsen und vor allem: crunchy karamellisierte Zwiebeln. Zum Abholen und als Lieferservice.

Koshary Lux, Grolmanstr. 27, Mo–Fr von 12–16 und von 18–21 Uhr, Vorbestellung und Lieferung möglich


Engelbecken

Mit dem Engelbecken hatte das einmal angefangen, die handwerklich aufrichtige Rückbesinnung auf die Traditionen der (süd-)deutschen Wirtshausküche. Alle, die sich jetzt genau danach sehnen, nach den Schnitzeln, dem Tafelspitz und den Mehlspeisen, sei der Weg an den Lietzensee empfohlen. Denn das Restaurant in Charlottenburg ist noch offen. Die Karte wechselt täglich, ab 11 Uhr kann bestellt und zwischen 13 und 20 Uhr abgeholt werden, geliefert wird auch, zwischen Halensee, Westend und Ernst-Reuter-Platz.

Engelbecken, Witzlebenstr. 31, tgl. 13–20 Uhr


Christopher’s

Tartar auf Brot mit essbares Blüten und Blättern belegt. Das Restaurant Christopher's in Charlottenburg ist noch offen
Auf die Tartarstulle müssen wir noch eine Weile verzichten, aber das wunderbare Cheesecake-Eis steht auf der Take-Away-Karte: das Restaurant Christopher’s in Charlottenburg ist noch offen. Foto: Christopher’s

Schon wieder eine Veränderung für das Restaurant des talentierten Christopher Kümper. Man war von Mitte in die Mommsenstraße verzogen, hatte sich von der Weinbar zum abendfüllenden Restaurant gemausert und bald auch den alten Namen Schwein abgelegt. Jetzt kocht Christopher Kümper also für zuhause. War so nicht geplant, ist aber sehr sehr köstlich, zumal das Christopher’s in diesen Krisentagen ganz und gar Handfestes auf den Tisch bringt: einen Linseneintopf mit Wurzelgemüse etwa oder Kassler mit Sauerkraut und Kartoffelpüree.

Christopher’s, Mommsenstraße 63, tgl. 10–18 Uhr


Francucci’s

Steak auf Holzbrett und gegrillte Aubergine und Zucchini, garniert, Chili und Zitrone auf Tisch mit buntkarierter Tischdecke. Das Restaurant in Charlottenburg ist noch offen.
Francucci’s für Zuhause: ob es auch das berühmte Steak geben wird? Am besten nachfragen – denn auch auf Sonderwünsche geht das Team ein! Foto: Jens Berger

Noch ein Apostroph, diesmal hängt es an einer Charlottenburger Institution. Am Kurfürstendamm hat das Francucci’s ein „Popup Window“ eingerichtet und damit im Handstreich auch die reisefreie Zeit beendet. Dieses Fenster ist tatsächlich eine Tür nach Italien. Klar gibt es dort die Holzofenpizzen und Focaccia, genauso aber Tiramisu oder eine Familienportion Bolognese in der ganz großen Schüssel. Und weil nicht nur die Geschmäcker verschieden sind, gibt es manche Gerichte auch in zwei Varianten: als Takeaway oder um sie zuhause selbst (fertig) zu kochen.

Francucci’s, Kurfürstendamm 90, Mo–Fr 12–19.30 Uhr, Tel. 323 33 18 Vorbestellung erwünscht (aber nicht zwingend), kontaktlose Lieferung möglich


Son Kitchen

Dieser sympathische Imbiss in der Kantstraße ist ja per se ein Take-Away. Es sein denn, man gruppiert sich um die beiden Stehtische auf dem Gehsteig. Was dann, in normaleren Zeiten, das glatte Gegenteil von Social Distancing wäre. Warum es das Son Kitchen dennoch in diese Liste geschafft hat? Das Bibimpap und die dank allerlei Fermentiertem nie zu schweren Burger machen uns vier Fahrradminuten von der Redaktion entfernt oft selig satt. Also wenn nicht gerade Home-Office ist.

Son Kitchen, Kantstr. 46, tgl. 11.45–22.15 Uhr, Tel. 22 474 444, Lieferung über Lieferando


Brasserie Lamazère

Noch eine kulinarische Reise in Zeiten von Covid-19. Diesmal geht es an den Stuttgarter Platz, noch immer ja so etwas wie der proletarische Cousin vom noblen Savignyplatz. Vor allem aber geht es nach Frankreich, nein: Paris, denn Régis Lamazère war einer der ersten, der nicht nur den Geschmack einer Pariser Brasserie nach Berlin geholt hat, sondern auch deren Lässigkeit. Eine Freundin träumte unlängst gar vom Régis‘ Lamàzeres Milchreis. Auch den gibt es nun täglich zum Mitnehmen, dazu eine kleine, wechselnde Tageskarte und tolle Weine für eine in diesem wie jenem Sinne eskapistische Abendgestaltung. 

Brasserie Lamazère, Stuttgarter Platz 2, Di–So 15–21 Uhr


Dudu 31

Sushi und frittiertes Gemüse und Sprossenn in schwarzer Schale auf schwarzer Unterlage. Das Restaurant DUDU31 in Charlottenburg ist weiter offen.
Panasiatische Fusion-Küche, aber in lässig: Dudu31. Foto: LenaGanssmann

Das panasiatische Dudu in Mitte war einer dieser Läden, die plötzlich zum zum „Place to be“ geworden waren. Ein Gesellschaftslokal unter den Bedingungen eines zunehmend flexitarischen, gesundheitsbewussten Lebensgefühls (was nun aber nicht heißt, dass man auf den Aperitif verzichtet). Der Ableger in der Bleibtreustraße machte genau dort weiter. Und macht das auch in Corona-Zeiten. Dass die asiatische Küche ohnehin gut als Takeaway funktioniert, wissen spätestens leidenschaftliche Netflixer*innen. Wir versprechen: Hier schmeckt es noch einmal sehr viel besser. Zum Abholen oder als Lieferservice im Umkreis von drei Kilometern.

Dudu31, Bleibtreustr. 31, tgl. 12–15.30 und 16.30–21 Uhr, auch als „Drive-through“ (Lieferung wird bei Wunsch herausgebracht


The Catch

Sashimi in einer mit Eis gefüllten Schale auf Holztisch. Das Restaurant The Catch in Charlottenburg ist weiter offen.
Das Restaurant The Catch in Charlottenburg ist weiter offen – mit Spitzensushi, jetzt eben für zuhause! Foto: The Catch

Es hieß ja, dass die globalen Lieferketten als erstes infolge des Corona-Virus zusammengebrochen seien. Nun, die unfassbar weitgereisten, aber eben auch unglaublich guten Fische und Meeresfrüchte schaffen es noch immer noch in die Bleibtreustraße. Schließlich ist das The Catch als eines der besten Restaurants für Sushi in Charlottenburg, ach was, ganz Berlin, immer noch offen. Die Sushi-Box für zwei (sehr hungrige) Personen (99 Euro) ist vermutlich die beste in Berlin. Aber auch die Bowls, das wunderbare Lachstatar und die kurz, aber exakt gegrillten Fischgerichte gibt es nun als Takeaway.

The Catch, Bleibtreustr. 41, Bestellung über https://webshop.weorder.com/?restaurant=22366


Mehr kulinarisches Berlin


Keine Lust auf Supermärkte? Wir haben Tipps für gute Lebensmittel in Berlin – garantiert ohne Hamstern. Viele Cafés sind noch offen – unsere Empfehlungen. Und auch die Gastronomie hat sich schnell angepasst, es gibt tolles Essen in geöffneten Restaurants und Bars – zum Abholen. Doch lieber selber kochen? Wir haben Berliner Köch*innen nach Rezepten gefragt.