Berliner Kieze

15 coole Orte in Schöneberg

Zu Mauerzeiten galt Schöneberg als der angesagte Kiez schlechthin und konnte sogar im Vergleich mit Kreuzberg bestehen. Hier waren die coolen Clubs, Bars und Boutiquen. David Bowie und Iggy Pop wohnten in der Hauptstraße und auch die LGBTQ-Szene fand zwischen Nollendorfplatz und Motzstraße ihre Heimat. Heute ist Schöneberg ein angenehmer Stadtteil, wo vielleicht etwas weniger wild gefeiert wird, die Bars, Restaurants und kulturellen Angebote aber immer noch zahlreich sind. Wir haben 15 Orte in Schöneberg für euch herausgesucht.

imago images / Emmanuele Contini

Café M

Café M

Bar: Die 1980er-Jahre und die New Wave-Ära begründeten den Ruhm des Café M als Szenetreff – Nick Cave und Blixa Bargeld waren regelmäßige Gäste. Bis heute wird auf Fassbier verzichtet. Stattdessen gibt es eine ordentliche Kollektion Flaschenbiere von Astra über Corona bis Rothaus und amtliche Longdrinks.

Goltzstraße 33, Schöneberg, Tel. 216 70 92, Mo–Do ab 11 Uhr, Fr–So ab 12 Uhr, cafe-m.de


Jones Ice Cream

Jones Icecream, Foto: Julia Luka Lila Nitzschke

Eis: Hippe Eisdiele mit großer Auswahl täglich frisch hergestellter Sorten wie Fudge Caramel Peanut, Choco Brownies oder Strawberry Sorbet sowie frisch gebackenen Eiswaffeln. Exzellente, zumeist regionale Zutaten und eine erweiterte Winterkarte mit sehr gutem Kaffee und noch besseren Lütticher Waffeln. Ein Lieblingsort.

Goltzstraße 3, Schöneberg, Tel. 0171-833 57 80, Sommer tgl. 12-22 Uhr sonst bis 19 Uhr, www.jonesicecream.com


Sardinen.Bar

Sardinen.Bar

Bistro: Fisch-Restaurants sind nichts Ungewöhnliches, auch wenn es sie nicht wie Sand am Meer gibt. Ein Restaurant, das sich jedoch nur auf die Sardine spezialisiert hat, ist hierzulande wohl einmalig. Dabei kommen die kleinen Fische – neben Sardinen auch noch Meeresfrüchte, Makrelen und Thunfisch – in bester Qualität aus der Dose, hergestellt von kleinen Familienbetrieben, auf der Karte. Dazu gibt es frischen Salat und Baguette sowie ausgesuchte Weine.

Grunewaldstraße 79, Schöneberg, Tel. 58 84 41 70, Mo–Sa 17–24 Uhr, www.sardinenbarberlin.com


Slumberland

imago images / F. Berger

Kneipe: Urberlinerisch, aber trotzdem irgendwie außerirdisch ist die Slumberland Bar am Winterfeldtplatz, die den Sandbodentrend vor einigen Jahren in Berlin lostrat und seitdem beibehalten hat. Hier kann es schon mal sein, dass Musiker vorbeischauen und eine spontane Jamsession abhalten. Dazu wird „Held Wodka“ aus Berlin serviert. „Und Rhabarberschorle“, berichtet Inhaber Peter Reich: „Die ist in.“ 

Goltzstraße 24, Schöneberg, Tel. 216 53 49, Mo-Do 17-2 Uhr, Fr 17-4 Uhr, Sa 11-4 Uhr, So 16-2


TOM’s Bar

Mr. Granger/ Wikimedia Commons/ CC 1.0

Gay-Bar: Seit Jahrzehnten ist die Schöneberger Bar ein angesagter Anlaufpunkt für Männer und echte Kerle. Kein Dresscode, eine kleine Liegewiese im hinteren Bereich, Darkroom und wabernde Elektrosounds – zwanglose Stimmung ist garantiert.

Motzstraße 19, Schöneberg, Tel. 213 45 70, tgl. 22-6 Uhr, www.tomsbar.de


Vanille & Marille

Vanille & Marille

Eisdiele: Das Ladenlokal ist mini, aber die Schlange im Sommer umso länger, denn geschmacklich überzeugt dieser kleine Eisladen vollends. Die Sorten reichen von Beurre Caramel Salé bis zum vollmundigen Mango-Sorbet. Alle sind frei von künstlichen Farb-, Zusatz- und Aromastoffen, aus 100% natürlichen Zutaten hergestellt und sind nicht nur für den direkten Verzehr, sondern auch auch im praktischen Becher aus der Kühltheke für den kalten Genuss zu Hause zu haben.

Motzstraße 17, Schöneberg, Tel. 78 95 47 31, tägl. 11-23 Uhr, www.vanille-marille.de


Weinverein Rote Insel

www.weinverein.berlin

Weinlokal: Das unkomplizierte Weinlokal hat ein einfaches, aber erfolgreiches Konzept: gute, bodenständige Weine aus Rheinhessen zum kleinen Preis und ebenso bodenständige einfache Gerichte. So kommen zum Hula Hupp, einer Cuvée aus Sauvignon Blanc, Riesling und Silvaner, etwa Flammkuchen, handgemachte Piroggen oder warme Fleischwurst auf die meist gut besetzten Holztische.

Leuthener Straße 5, Schöneberg, Tel. 64 43 82 52, So-Do 17-24 Uhr, Fr+Sa 17-2 Uhr, Küche bis 22 Uhr, https://weinverein.berlin


Deko Behrendt

Dirk Ingo Franke/ WIkimedia C0mmons/ CC 3.0

Traditionsgeschäft: Dekorations- und Festartikel für alle erdenklichen Anlässe gibt es hier en masse. Inhaber Jörg Reisemann kennt den Geschmack seiner Kunden und weiß, dass diese jedes Jahr aufs Neue auf der Suche nach ausgefallenen Trends sind: „Zur Zeit ist es sehr beliebt, normale Kostüme mit ein paar Accessoires für Halloween umzufunktionieren.“ So kann es schon mal passieren, dass aus einer sorgenden Krankenschwester eine Pflegerin des Grauens wird.
Saisondekoration für die unterschiedlichen Jahreszeiten ist bei „Deko Behrendt“ in Schöneberg gleichermaßen zu finden wie ein reichhaltiges Angebot, das der Phantasie keine Grenzen setzt und gleichzeitig inspirieren möchte: Fest-Ausstattungen, Kostüme für verrückte Partys, Perücken in allen Farben gibt es das ganze Jahr über und das in guter Qualität zu einem guten Preis. Zum Fasching kann es schon mal „Schlangestehen“ heißen.

Hauptstraße 18, Schöneberg, Tel. 781 49 06, Mo-Fr 10-19 Uhr, 1.10.-20.2. Sa 10-16 Uhr, 21.2.-1.10. Sa 10-14 Uhr, www.dekobehrendt-berlin.de


Dodo Beach

imago images / Müller-Stauffenberg

Plattenladen: Thomas Spindler, Geschäftsführer der Konzertgentur Trinity Music, hat sich mit dem Dodo Beach seinen Traum erfüllt: einen eigenen Plattenladen. Auf gut 200 Quadratmetern verteilen sich die Vinyl-Platten, darunter jede Menge Sixties-Perlen, aber auch Heavy-Metal, Punk und andere Musikreichtungen sind vertreten. In allen Bereichen herrscht die Lust an der Nische. Neben den üblichen Neuheiten und den Importen gerade angesagter US-Labels findet sich allerhand Obskures. Das kann eine Platte sein, die gleichzeitig eine Frisbeescheibe ist, eine Beatles-Ten-Inch in Herzform oder einfach eine 7“ – eine besondere Single, die kein anderer Laden in der Stadt im Sortiment hat, weil Spindler sie direkt bei der Band eingekauft hat.

Vorbergstraße 8, Schöneberg, Tel. 78 09 98 76, Mo-Fr 10-20 Uhr, Sa 11-20 Uhr, www.dodobeach.de


Flohmarkt am Rathaus Schöneberg

Mapa Mundi/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

Flohmarkt: Vor dem Rathaus wird nicht nur Geschichte geschrieben, auf dem John-F.-Kennedy-Platz davor werden jeden Samstag und Sonntag auch geschichtsträchtige Dinge verkauft. Nicht alles ist auf den ersten Blick als solches erkennbar, aber mit etwas Geduld und Zeit lohnt es sich allemal, in den Sammelsurien der Händler zu stöbern. Liste: Die besten Berliner Flohmärkte.

John-F.-Kennedy-Platz, Schöneberg, Tel. 03322-21 08 68, Sa + So, 8-16 Uhr


Winterfeldtmarkt

imago images / Christian Thiel

Markt: Hier und dort ist noch immer vom Orientalischen Markt die Rede. Dabei findet sich auf dem Winterfeldtmarkt längst auch eine handwerkliche Lebensmittelkultur aus Italien oder vom Ammersee, von wo die fabelhaften Steckerlfische kommen. An anderen Ständen haben Qualität und Preise eher Großmarktniveau. Indes: Die Mischung macht’s, ein Marktklassiker. Liste: Berliner Wochenmärkte.

Winterfeldtplatz, Schöneberg, Tel. 175-437 43 03, Mi 8–14 Uhr, Sa 8–16 Uhr


Alter St.-Matthäus-Kirchhof

Grab von Rio Reiser, Foto: PHFoto/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

Friedhof: Ein beschaulicher Friedhof mit alten Gräbern. Am Eingang lockt das kleine Friedhofscafé zu Kaffee und einer Kleinigkeit zu essen. Wer über die Wege schlendert, kann auch auf Prominenz stoßen. So sind hier neben Max Bruch und Jacob und Wilhelm Grimm auch Rudolf Virchow sowie der Ton-Steine-Scherben-Sänger Rio Reiser begraben.

Großgörschenstraße 12, Schöneberg


Apostel-Paulus-Kirche

Avda/ Wikipedia Commons/ CC BY-SA 3.0

Kirche: Eine der größten Gründerzeitkirchen der Stadt, die Gott sei Dank im Krieg kaum zerstört wurde. Ab und zu finden Konzerte statt, vor allem von Vokalensembles. Aber auch ohne Musik lohnt sich ein Besuch, allein wegen der ursprünglich erhaltenen, großen Fresken. Termine in der Apostel-Paulus-Kirche.

Klixstraße 2, Schöneberg, Tel. 313 70 07


Natur-Park Schöneberger Südgelände

Assenmacher/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 3.0

Park: Im Südosten Schönebergs ist seit Anfang 1997 inmitten eines ehemaligen Bahngeländes einer der schönsten Naturparks der Hauptstadt entstanden. Das Gelände lag fast 50 Jahre brach, wodurch ein einzigartiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstanden ist, der heute gestresste Großstädter zum Entdecken und Entspannen einlädt. Auf insgesamt 4,2 Kilometer langen Wegen können Besucher nicht nur die Schönheit des Naturschutzgebietes entdecken, sondern auch technische Anlagen wie Bahngleise und den denkmalgeschützten Wasserturm besichtigen.

Prellerweg 47-49, Schöneberg, Tel. 700  906 24, tgl. ab 9 Uhr bis zur Dämmerung


Odeon

Fridolin freudenfett/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 4.0

Kino: Unter dem Namen Sylvia Filmbühne wurde in dem freistehenden Flachbau von 1950 bis 1982 der Spielbetrieb geführt. Anschließend übernahm die Yorck-Gruppe das Kino und taufte es auf seinen heutigen Namen. Mit „Brewster’s Millions“ begann gleichzeitig das rein englische Programm, das das Odeon bis heute auszeichnet. Die oft vor Vorstellungsbeginn gespielte Filmmusik versetzt Besucher gleich in die richtige Stimmung, so dass einem gelungenen Kinoabend nichts mehr im Wege steht. Termine im Odeon.

Hauptstraße 116, Schöneberg, Tel. 78 70 40 19, 15 Minuten vor der ersten Vorstellung


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