Geschichtsaufarbeitung

„1917 – Der wahre Oktober“ im Kino

Einer der interessantesten Filme des diesjährigen Achtung Berlin-Festivals kommt jetzt ins Kino

Filmstill – Demonstranten auf Newa-Brücke in St. Petersburg / Demonstrators crossing Neva River in St. Petersburg, Russia

Die Dokumentation von Katrin Rothe beschäftigt sich aus der Sicht von zeitgenössischen Künstlern mit einer Zeitspanne der russischen Revolution zwischen der Abdankung des Zaren im März und der Machtübernahme der Bolschewiki im Oktober 1917.
Während politische Strömungen um die Macht kämpfen, entdecken die Künstler neue Freiräume und Ausdrucksformen, zeigen sich entsetzt über den im Chaos des Umbruchs entstehenden Vandalismus an Kulturgütern und gründen eine Kulturkommission. Die Kreativen stehen zwischen den Fronten: Gegen das alte Feudalsystem sind alle, doch Herkunft und Individualismus machen eine Solidarisierung mit dem Volk nicht einfach.
Die Tagebücher, Briefe und Schriften von Künstlern wie der Dichterin Sinaida Hippius, den Malern Alexander Benois und Kasimir Malewitsch, den Schriftstellern Wladimir Maja­kowski und Maxim Gorki sind überliefert, in Szene gesetzt hat Rothe diese Protagonisten als Trickfiguren: In einer Mischung aus Animation, Zeichnungen, Scherenschnitten und Archivmaterial entsteht ein Geschichtsbericht über ein Leben zwischen Idealismus und schneller Desillusionierung.

1917 – Der wahre Oktober D/CH 2017, 90 Min., R: Katrin Rothe, Start: 15.6.

Sondervorführungen:

Do 15.6., Moviemento, 19 Uhr Gäste: Ko-Produzent Peter Roloff, Thomas Mävers (Komponist des Soundtracks), Prof. Dr. Margarete Vöhringer (historische Beraterin)
Fr 16.6., Klick, 20 Uhr, Gäste: Peter Roloff, Thomas Mävers;
21.6., Moviemento, 19.30 Uhr, Gast: Katrin Rothe;
22.6., Lichtblick, 20.30 Uhr, Gast: Katrin Rothe

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