Berliner Kieze

30 coole Orte in Kreuzberg

Kreuzberg ist der begehrteste, umstrittenste und vermutlich bekannteste Berliner Bezirk. Mythen und Legenden umwehen den kleinen Stadtteil im Herzen der Stadt. Von Punk- und Hausbesetzerbewegung zur bürgerlichen Wohlfühloase hat es nur eine Generation gebraucht.

Landwehrkanal im Sommer, ein Kreuzberger Idyll, Foto: imago images / Hoch Zwei Stock/ Angerer

Wir haben 30 coole Orte herausgesucht, an denen das Kreuzberger Herz höher schlägt. Clubs, Shops, Restaurants, Kinos und nette Ecken.


Admiralbrücke

Foto: Uli Herrmann/ Wikimedia Commons/ CC 3.0/ Panoramio

Ort: Der schönste Sitzplatz im Graefekiez ist ohne Frage die Admiralbrücke. Mit Bier und Gitarre schunkelt es sich einfach am besten in die Berliner Nacht. Die Nachbarn freut das nicht immer, deshalb sollte man sich zivilisiert benehmen. Aber die Stimmung ist vor allem im Sommer einzigartig.

Admiralbrücke, Kreuzberg


Babylon Kreuzberg

Foto: imago images / Lem

Kino: Das Babylon ist das ideale Kino für filmpuristische Cineasten. Seit acht Jahren werden hier vorwiegend Kunst- und Independentfilme in der Originalversion gezeigt. Davor hatte das Kino in der Straße hinter der bedrohlichen Fassade des Kottbusser Tors schon einige Metamorphosen hinter sich: 1955 unter dem Namen Helo mit 462 Plätzen eröffnet, spielte es als Kent-Kino in den Siebzigern nur türkische Filme. Bei der Übernahme durch die Yorck-Gruppe wurde es Mitte der 80er zum Programmkino, in dem beim Umbau aus einem zwei Säle gemacht wurden. Im größeren Saal wurde der alte 50er-Jahre-Stil beibehalten. Hier geht es zum Programm.

Dresdener Straße 126, Kreuzberg, Tel. 61 60 96 93, 15 Min. vor der ersten Vorstellung


fsk am Oranienplatz

Foto: Shisma/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

Kino: Die beiden Säle des Kreuzberger Kinos sind einem anspruchsvollen Programm vorbehalten, nach Möglichkeit mit Filmen im Original. Produktionen jenseits vom Mainstream, die es nicht überall zu sehen gibt, bietet der hauseigene Peripher-Filmverleih, vor allem Independentfilme aus dem europäischen und nordamerikanischen Raum. Originelles Kino-Feeling bietet der kleine Saal: Das Publikum nimmt auf Flugzeugsitzen Platz. Hier geht es zum Programm.

Segitzdamm 2, Kreuzberg, Tel. 614 24 64, 30 Minuten vor der ersten Vorstellung


HAU

Foto: Sebastian Wallroth/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

In drei Kreuzberger Spielstätten HAU 1 bis HAU 3 werden Sprechtheater und Tanz inszeniert. Aus dem vormaligen Hebbel-Theater wurde das HAU 1. Wegen des konsequent experimentellen und avantgardistischen Profils gehört es zu den wichtigsten Institutionen in der Berliner Theaterlandschaft. Im HAU 2 finden Theater- und Tanzaufführungen, aber auch Konzerte oder Diskussionen statt. Unten im Haus gibt es außerdem das Restaurant WAU.

Stresemannstraße 29, Kreuzberg, Tel. 25 90 04 27, Kasse Mo–Sa 15–19 Uhr im HAU 2


Görlitzer Park

Foto: Lena Varzar on Unsplash

Park: Mit mehr Grills als Bäumen mag der Görlitzer Park nicht Berlins schönste Grünanlage sein. Die Drogendealer und feiernde Touristen haben für einen schlechten Ruf des Kreuzberger Parks gesorgt. Dennoch ist die Stimmung auf der alten Bahnanlage einzigartig. Die Frisbee-Jungs in der Kuhle lassen geduldig die Radfahrer und Sonnenfanatiker vorüberziehen. Großfamilien, Paare und Freunde schmoren quatschend Grillfutter, während ein Rudel Hunde Stöcken und Bällen hinterherhechtet. Auf dem Kinderbauernhof stehen die Kleinen staunend vor den Schweinen und ergreifen lachend die Flucht vor dem schwarzen Ziegenbock.

Zwischen Skalitzer-, Wiener und Görlitzer Straße, Kreuzberg


Künstlerhaus Bethanien

Künstlerhaus Bethanien

Kunst: Das Ausstellungs- und Atelierhaus, aus dem alten Bethanien am Mariannenplatz an die Kottbusser Straße gezogen. Direktor Christoph Tannert fühlt sich sichtlich wohl in dem schön restaurierten Haus, die Ausstellungen sind größer geworden und haben wieder Schwung bekommen. Regelmäßig präsentieren die internationalen Atelierstipendiaten einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Schaffen, Gastkünstler stellen aus und große Schauen, etwa mit japanischen Animationsfilmen oder zeitgenössischer Kunst aus Polen, setzen Ausrufezeichen.

Kottbusser Straße 10, Ecke Kohlfurter Straße, Kreuzberg, Tel. 616 90 30, Di-So 14-19 Uhr, www.bethanien.de


Kunstraum Kreuzberg

Foto: Jörg Zägel/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

Kunst: Das Symbol für das anarchistische Kreuzberg, das Bethanien, gründete sich während einer Hausbesetzung der 70er Jahre, die von Ton Steine Scherben besungen wurde. Heute ist junge Kunst in dem ehemaligen Krankenhaus daheim, das durch die Besetzung vor dem Abriss bewahrt wurde. Sprüher, Musiker, Modemacher, Lokalszene und Künstler aus Entwicklungsländern stellen aus, die es nur schwer in die Galerien oder Museen geschafft hätten, aber auch international renommierte Künstler und politische Projekte.

Mariannenplatz 2, Kreuzberg, Tel. 902 98 14 55, tgl. 12-19 Uhr, www.kunstraumkreuzberg.de


Neue Gesellschaft für bildende Kunst

Foto: Ngbkwiki/ Wikimedia Commons/ CC 4.0

Kunst: Nach wenigen Schritten durch eine Kreuzberger Buchhandlung kommt der Besucher in den Ausstellungsraum, der alle acht Wochen neue Kunst präsentiert. Die unterschiedlichen Projekte werden in Arbeitsgruppen nach dem basisdemokratischen Prinzip erarbeitet. Behandelt werden sozialkritische und kulturpolitische Themen wie Aids, Asylpolitik und Genmanipulation oder der Faktor Arbeit.

Oranienstraße 25, Kreuzberg, Tel. 616 51 30, So-Mi 12-19 Uhr, Do-Sa 12-20 Uhr, www.ngbk.de


Viktoriapark (Kreuzberg Park)

Foto: Harshiitart/ Wikimedia Commons/ CC 4.0

Park: Mit 66 Metern Höhe ist der Kreuzberg, an dessen Hängen der Viktoriapark liegt, die höchste Erhebung der Innenstadt und einer der beliebtesten Parks überhaupt. Was nicht zuletzt an dem künstlichen Wasserfall liegt, der meist am 1. Mai eingeschaltet wird. Man kann sich heute, angesichts der zahlreichen Familien, Jogger, Spaziergänger, Tai-Chi- und Capoeira-Übenden nur schwer vorstellen, dass diese Gegend einmal unbewohnt war und der Berg zum Weinanbau genutzt wurde. Auf dem Gipfel steht das von Schinkel entworfene Nationaldenkmal zur Erinnerung an die Freiheitskriege von 1813–1815: Das Hochkreuz des Denkmals gab dem Kreuzberg und dem zu seinen Füßen liegenden Bezirk seinen Namen.

Kreuzbergstraße, Kreuzberg


Core Tex

Foto: Neuköllner/ Wikimedia Commons/ CC 4.0

Plattenladen: Schuster, bleib bei deinen Leisten oder etwas frischer ausgedrückt: „back to the roots!“ Der Kreuzberger Laden steht seit jeher Jahren für Punk, Ska und Hardcore. Neben neuen Platten finden Sammler auch für Klassiker und Raritäten und junge Bands ein entsprechendes Forum. Denn Core Tex verkauft nicht nur Platten, sondern lässt selber pressen!

Oranienstraße 3, Kreuzberg, Tel. 61 28 00 51, Mo-Fr 11-20 Uhr, Sa 11-18 Uhr, www.coretexrecords.com


Otherland

Foto: Saelebaer/ Wikimedia Commons/ CC 1.0

Buchladen: Geradezu außerirdisch ist die Auswahl an Science-Fiction-, Fantasy- und Horrorbüchern. Diese besondere Buchhandlung zieht Trekkies wie auch Weltraumphilosophen an. Deutsche und englische, abenteuerliche und wissenschaftliche Abhandlungen rund ums Thema verwandeln diesen Teil der Bergmannstraße in ein „Cryptnomicon“ (Neal Stephenson) der „Lichte(n) Augenblicke“ (Theodore Sturgeon).

Bergmannstraße 25, 10961 Berlin , Tel. 69 50 51 17, Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr, www.otherland-berlin.de


Overkill Shop

Foto: imago images / Arcaid Images

Shop: Der legendäre HipHop-Grafitti-Laden erstreckt sich über zwei vollkommen unterschiedliche Etagen. Unten prägt die verspiegelte Sneaker-Schuhwand das futuristische, stylishe Design, während oben eine im Stil der 50er und 60er Jahre eingerichtete Wohnung für einen krassen Kontrast sorgt. Dort warten Klamotten, Bücher, Designer-Toys, DVDs und spezielle Sneakers auf den jungen Kunden.

Köpenicker Straße 195a, Kreuzberg, Tel. 69 50 61 26, Mo-Sa 11-20 Uhr, www.overkillshop.com


Paul Knopf

Foto: paulknopf.de

Berliner Original: Ein Kleidungsstück Knopf für Knopf zu öffnen ist auf jeden Fall sinnlicher, als einen Reißverschluss herunterzuratschen. Trotzdem ist der Knopf seit der Erfindung des schnellen Reißverschlusses ins Hintertreffen geraten. Dabei ist die Vielfalt an Farben und Formen von Knöpfen allemal unschlagbar. In Paul Knopfs Laden gibt es ungezählte Exemplare aus Naturmaterialien wie Horn, Stein, Nuss, Perlmutter oder Kernen, alte historische Metallknöpfe und eigene Kreationen, zum Beispiel aus Schreibmaschinentasten oder Mon Chéri-Papier. Wer Stoff mitbringt, kann Knöpfe damit beziehen lassen.

Zossener Straße 10, Kreuzberg, Tel. 692 12 12, Di+Fr 9-18 Uhr, Mi+Do 14-18 Uhr, www.paulknopf.de


Arcanoa

Arcanoa

Bar: Skurrile Eisenkonstruktionen, mosaikverzierte Toiletten, und aus dem Bartresen entspringt ein Fluss. Auf der Bühne wirbeln Hexen und Zauberer, Akrobaten und Musiker tanzen durchs Publikum. Ob mittwochs zum Mittelalterabend unter Gauklern, montags zur Open Stage oder zu den Wochenendkonzerten – an diesem Kreuzberger Ort wird jeder Besuch zum einzigartigen Erlebnis.

Am Tempelhofer Berg 8, Kreuzberg, Tel. 691 25 64, Mo, Mi-Sa ab 21 Uhr , www.arcanoa.de


Burgermeister

Foto: imago images / Schöning

Burgerladen: Der Burgermeister am Schlesischen Tor ist der Vater all der hippen Burgerläden der Stadt. In dem ehemaligen gusseisernen Toilettenhäuschen unter der Hochbahn gibt es von mittags bis spätnachts meisterhafte Burger aus reinem Rindfleisch, dazu perfekte Pommes und hausgemachte Dips. Wer nicht Schlange stehen möchte, kommt in der Filiale am Kottbusser Tor oft schneller dran. Eine zweite Kreuzberger Filiale ist direkt am U-Bahnhof Kottbusser Tor.

Oberbaumstraße 8, Verkehrsinsel am U-Bhf. Schlesisches Tor, Kreuzberg, Tel. 403 64 53 20, Mo-Fr 11-3 Uhr,Sa 12-4 Uhr, So 12-3 Uhr, www.burger-meister.de


Curry 36

Foto: Er nun wieder/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

Imbiss: Diese Brutzelbude ist über die Kiezgrenzen hinweg bekannt, und während woanders bereits die Bürgersteige hochgeklappt sind, steht man hier noch Schlange. Inzwischen gibt es die Wurst auch in der Bio-Version, zudem Buletten, Fleischspieße, Schnitzel, Krautnudeln und natürlich Pommes Frites.

Mehringdamm 36, Kreuzberg, Tel. 25 80 08 83 36, tgl. 9-5 Uhr, www.curry36.de


Gretchen

Foto: imago images / Martin Müller

Club: Auf dem ehemaligen Fabrikgelände mitten in Kreuzberg lässt es sich bis in die Morgenstunden feiern. Auf Loungemöbeln kann man sich vom anstrengenden Tanzen erholen und mit einem Drink für die nächste Tanzrunde stärken. Auch die Konzerte im Gretchen sind sehr empfehlenswert, das Programm bewegt sich zwischen Jazz, Hip Hop, Elektronik, Funk und außereuropäischen Klängen. Hier sind die aktuellen Termine.

Obentrautstraße 19-21, Kreuzberg, Tel. 25 92 27 02, Fr+Sa ab 23.30 Uhr, unter der Woche veranstaltungsabhängig, www.gretchen-club.de


Horváth

Foto: White Kitchen / Horváth

Fine Dining: Der gebürtige Wiener Sebastian Frank kam 2010 ins Horváth am Paul-Lincke-Ufer. Schon im ersten Jahr gab es einen Stern, 2015 kam ein zweiter dazu. Gewürdigt wurde eine entschlossene Produktküche, die sich radikal aus der Biografie des Küchenchefs nährt. Spätestens dieser konzentrierte Zugang macht das Horváth für uns zum besten Restaurant der Stadt. Neben der Blutpraline ist ein im Salzteig gereifter Sellerie eines von Franks Signaturgerichten. Und seit die gebürtige Berlinerin Janine Woltaire Sommelière im Horváth ist, passt auch die Stimmung im Gastraum zur unverstellten, herzlichen Art des Küchenchefs.

Paul-Lincke-Ufer 44a, Kreuzberg, Tel. 61 28 99 92, Mi-So 18.30-22 Uhr, www.restaurant-horvath.de


Jolesch

Foto: cle2050/ Flickr/ CC 2.0

Restaurant-Klassiker: Friedrich Torbergs „Tante Jolesch“ besitzt in Österreich Kultstatus, und das Wiener Schnitzel im Jolesch in Berlin. Denn in diesem Kreuzberger Traditionsrestaurant kocht man klassisch und modern Österreichisch. Gulasch und Schnitzel sind hervorragend, Kaiser schmarrn, Apfel- Topfenstrudel und Marillenknödel zeigen, warum Austria als Mehlspeisenland unerreicht ist. Von den feineren Ambitionen vergangener Tage hat sich das Jolesch verabschiedet.

Muskauer Straße 1, Kreuzberg, Tel. 612 35 81 , So-Fr 12-23, Uhr Sa 17-23 Uhr, www.jolesch.de


Lido

Sara Suñé/ Wikimedia Commons/ www.flickr.com/ CC BY 2.0

Club: Dass im Lido überwiegend Rock und Indie läuft, haben die meisten sicherlich schon mitbekommen. Neben fest etablierten Partyreihen, wie Rock AG oder Balkanbeats, stehen regelmäßig Künstler auf der Bühne. Der Außenbereich lädt zum Chillen ein, auch im Winter, denn er ist überdacht und in kalten Nächten sogar beheizt.

Cuvrystraße 7, Kreuzberg, Tel. 695 66 840, www.lido-berlin.de


Marheineke Markthalle

Foto: Katherine Price/ Flickr/ CC 2.0

Markthalle: Vielfalt ist das Motto in Deutschlands einziger Markthalle mit eigenem Radiosender (multicult.fm). An die meisten internationalen Feinkoststände ist ein Imbiss mit warmen Gerichten angegliedert – von Currywurst über Asiatisches bis Fisch.

Marheinekeplatz 15, Kreuzberg, Tel. 50 56 65 36, Mo–Fr 8–20 Uhr, Sa 8–18 Uhr, meine-markthalle.de


Markthalle Neun

Foto: Imago images / Hoch Zwei Stock/Angerer

Markthalle, Plattform und Netzwerk für alle, die anders essen und einkaufen wollen und auf mit Herzblut produzierte Lebensmittel stehen. Freitags und samstags ist Wochenmarkt mit Schlemmerimbissen, donnerstags lädt der Street Food Thursday zur kulinarischen Weltreise ein. Außerdem finden regelmäßig Food-Veranstaltungen statt, etwa der Breakfast Market, der Naschmarkt oder Kinderkochkurse.

Eisenbahnstraße 42/43, Kreuzberg, Tel. 61 07 34 73 , Mo-Do 12-18 Uhr, Fr+Sa bis 21.30 Uhr (Marktgastronomie), Fr 12-18 Uhr, Sa 10-18 Uhr (großer Markt), Street-Food-Thursday Do 17-22 Uhr, markthalleneun.de


Markthallen Restaurant

Markthalle Neun

Restaurant: Alles beim Alten in dieser Kreuzberger Institution, die durch Sven Regeners „Herr Lehmann“ literarisch geehrt wurde. Seit Herbst 2018 wird das einstige Weltrestaurant nun von der Markthalle Neun selbst betrieben. Es lehnt sich seitdem mehr und mehr an die Vision der Markthalle an: mit saisonal wechselnden Kräutern, Salaten und Gemüsen, teilweise frei kombiniert, teilweise in traditioneller, Rezeptur: geräucherte Kartoffel-Lauchsuppe, Bratwurst mit Sauerkraut, eine Ochsenzunge unter grünen Bohnen, gepickelte Rote Bete, Es ein hauseigenes Bier, das süffige „Helle“ von der Mikrobrauerei Heidenpeters, hergestellt im Keller der Markthalle. Die Küche kocht handwerklich und genau, der Service ist herzlich und natürlich. Eines der schönsten Wirtshäuser der Stadt ist dieses bereits seit 1892 betriebene Lokal mit seinem historischen Tresen sowieso.

Pücklerstraße 34, Kreuzberg, Tel. 617 55 02, Di–Sa ab 18 Uhr, www.markthallen-restaurant.de


Möbel Olfe

Foto: Sascha Kohlmann/ Flickr/ CC 2.0

Bar: 20 verschiedenen polnischen Wodka-Sorten – das kann schon den ein oder anderen in der queer ausgerichteten Bar aus den Latschen hauen. Wem das zu heftig ist, der hält sich an das polnische Bier. Dienstags ist Frauenabend: weibliche Bedienung, weibliche Kellnerinnen, weiblicher DJ. Männer haben zwar Zutritt, aber nichts zu sagen.

Reichenberger Straße 177, Durchgang zum Kottbusser Tor, Kreuzberg, Tel. 23 27 46 90, Di-So ab 18 Uhr, www.moebel-olfe.de


Mustafas Gemüsekebap

Foto: FrugalGlutton.com/ Flickr/ CC 2.0

Kult-Imbiss: Eine Berliner Erfindung durch und durch: der Döner. Klassisch wird er im Brot mit dreierlei Soßen serviert. „Kräuter, Knoblauch, scharf?“ lautet so auch die knappe Frage, die man beim Bestellen eilig beantworten muss. Am beliebtesten ist die türkische Spezialität derzeit bei Mustafa, wo als besonderes Schmankerl frisch gebratenes Gemüse verwendet wird. Deswegen schmeckt der Döner hier auch in vegetarischer Variante. Das ist allerdings schon lange kein Geheimtipp mehr: Die meterlange Schlange gehört zum echten Mustafa-Döner eben dazu.

Mehringdamm 32, Kreuzberg, So-Do 10-3 Uhr, Fr+Sa 10-5 Uhr , www.mustafas.de


Ökomarkt Chamissoplatz

Ökomarkt Chamissoplatz
Foto: imago/ Müller-Stauffenberg

Markt: Hier kreuzen sich die Wege alteingesessener Ökofans und junger Familien. Es gibt Schafsmilchprodukte aus der Lausitz, direkt neben Teltower Rübchen vom gleichnamigen Biohof. Nebenan kann man das Kräutersalz selbst im Steinmörtel stampfen. Ganz nebenbei gewinnt man einen guten Überblick über die gängigen Biozertifikate. Von Demeter und Bioland bis hin zum Verbund Ökohöfe Nordost-Brandenburg ist alles vertreten. Hier gilt: Gib deinem Bauern die Hand.

Chamissoplatz, Kreuzberg, Tel. 843 00 43, Sa 9–15 Uhr, www.oekomarkt-chamissoplatz.de


SO36

Foto: Lorie Shaull/ Wikimedia Commons/ https://www.flickr.com/ CC BY-SA 2.0

Clublegende: Seit 1978 residiert das SO36 unter verschiedenen Betreibern an der Oranienstraße. Einst ein legendärer Punkschuppen, sind die Gäste und das Programm des Clubs heute so bunt wie Kreuzberg selbst: Schlagerpartys, Standardtanzkurse, Hörspielabende, Technopartys und Rockkonzerte. Gekrönt wird das ganze von regelmäßig stattfindenden Partyreihen, Quiz-Abenden, Rollschuhdiscos oder dem Nachtflohmarkt.

Oranienstraße 190, Kreuzberg, Tel. 61 40 13 06, www.so36.de


Wild at Heart

Wild at Heart
Foto: Dennis Kleine/ Flickr/ CC 2.0

Club: Der Kreuzberger Club ist eine absolute Institution in Sachen Rock’n’Roll: Mehrmals pro Woche finden Punk- oder Rockkonzerte auf der kleinen Bühne statt. Das Publikum ist meist, ebenso wie das Barpersonal, schwer tätowiert, trinkt bevorzugt Flaschenbier und fügt sich hervorragend in die plüschig-dunkelroten, mit trashigem Kitsch vollgestopften Räume ein.

Wiener Straße 20, Kreuzberg, Tel. 610 747 01, www.wildatheartberlin.de


Würgeengel

Würgeengel
Foto: imago/ David Heerde

Bar: Der Inbegriff bartechnischer Verlässlichkeit. Im gleichnamigen Film von Luis Buñuel hindert ein unsichtbarer Zwang eine Festgesellschaft daran, den Raum zu verlassen. Und tatsächlich: Auch diese plüschige Bar im 20er-Jahre-Stil möchte man eigentlich nicht mehr verlassen. Das Drehbuch sieht Old Fashioned, Mint Julep, Mai Tai und klug ausgetüftelte Eigenkreationen vor. Oder ein kaltes Bier.

Dresdener Straße 122, Kreuzberg, Tel. 615 55 60, tgl. ab 19 Uhr, www.wuergeengel.de


Liquidrom

Liquidrom

Wellness: Im Schwebezustand treiben die Gäste im Pool es Liquidroms an der Oberfläche, mit Unterwassermusik und Blick auf verschiedenfarbige Lichtspiele an der dunklen Kuppel. Regelmäßig finden Events mit Live-Musik und DJs statt, am Wochenende kann es reichlich voll werden. Wer das „Höllenfeuer“ das täglich um 16 und um 22 Uhr aufgegossen wird, hinter sich gebracht hat, begibt sich am besten mit einer Schwimmnudel unterm Arm in den Salzwasser-Pool.

Möckernstraße 10, Kreuzberg, Tel. 258 00 78 20, So-Do 9-24 Uhr, Fr+Sa 9-1 Uhr, www.liquidrom-berlin.de


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