Kultur & Freizeit in Berlin

5 Tipps für einen tollen Frühsommer in Berlin

Im Frühsommer zieht es die Berliner in die vielen Strandbars: Loslegen und die ersten Sonnenstrahlen genießen! Quelle: @ JFL Photography – 102703721 / Fotolia.com

Fernsehturm und Alex – zwei Aspekte Berlins, die eigentlich jeder Besucher kennt. Und damit meint, die Hauptstadt schon kennen. Berlin ist aber sehr viel mehr. Eine lebendige Musik- und Kulturszene gehört genauso zu Berlin wie die Geschichte einer geteilten Stadt. Die Trennung hat Berlin inzwischen überwunden, denkt aber – etwa an die Blockade und Luftbrücke – immer noch daran.

Berlin besteht aber nicht nur aus seiner bedeutungsschweren Geschichte. Die Hauptstadt kann locker und leicht sein. Ein Hauch Dolce Vita umweht beispielsweise die Strandbars am Spreeufer oder an den Badeseen. Und dank diverser Food-Events kommt Internationalität nach Berlin. Egal, ob indisch, Seafood oder heimischer Spargel – in Berlin liegt immer wieder ein besonderer Duft in der Luft, der einfach anziehend wirkt.

1. Strandbars sorgen für Stimmung

Berlin und Strandbar – passt irgendwie nicht zusammen, oder? Doch, die Hauptstadt liegt zwar nicht direkt am Meer. Dank der Spree gibt es in Berlin mehr als nur eine Gelegenheit, herrliches Frühsommerwetter mit einem Cocktail in der Hand zu genießen. Und es gibt ja nicht nur die Spree. Berlins Badeseen werden nicht nur musikalisch verewigt. Viele Berliner nutzen das schöne Wetter, um schon vorm Anbaden bequem am Strand zu relaxen.

Welche Strandbars sind 2019 besonders angesagt? Zu den Highlights – und dies nun schon seit Jahren – gehört die Strandbar Mitte. Mittlerweile seit mehr als 15 Jahren im Sommer ein El Dorado für Berliner, lockt das mediterrane Feeling inzwischen auch viele Besucher der Hauptstadt an. Etwas irreführend, was den Namen betrifft, dafür aber zwischen Hauptbahnhof und Regierungsviertel gut gelegen ist die Strandbar Capital Beach am Ludwig-Erhardt-Ufer im Spreebogenpark.

Weitere Berliner Strandbars für den Frühsommer:

  1. Strandbar im Monbijou Park
  2. Strandbar Sage Beach
  3. Holzmarkt Strandbar Pampa
  4. Salitos Beach im Tempelhofer Hafen

Letztere liegt zwar nicht direkt zentral in Berlin Mitte. Die Eventlocation Pier 13 kann aber mit einigen Highlights auftrumpfen – wie einem Terrassenschiff. Hier ist das Thema Strandbar perfekt in Szene gesetzt.

2.Aufstiegsspannung pur: Das bietet aktuell nur Union Berlin

Fußball ist in Berlin vor allem Hertha BSC. In der ersten Bundesliga steht der Verein in der Tabelle aktuell auf Platz 11. Damit dürfte die Hauptstadt auch in der nächsten Saison erstklassig – zumindest im Fußball – bleiben. Allerdings könnte es durchaus passieren, dass sich Berliner in der nächsten Saison entscheiden müssen, welchem Verein sie die Daumen drücken.

Oder anders ausgedrückt: Im besten Fall gibt es vielleicht bald die Gelegenheit, auch in der Bundesliga ein Stadtderby zu erleben. Der Grund ist das Aufspielen von Union Berlin in der zweiten Liga.

Die Spieler von Union haben in der letzten Saison nur vier Niederlagen in 31 Spielen kassiert. Durch 13 Siege und die 14 Remis stehen 53 Punkte auf dem Konto das Hauptstadtklubs. Zum Vergleich: Platz 1 in der zweiten Bundesliga – Köln – hat 59 Zähler. Diesen einzuholen könnte zwar schwierig werden. Allerdings liegt dazwischen noch Platz 2. Union Berlin und Paderborn trennt nur ein Punkt. Würde Union an Paderborn vorbeiziehen, wäre der Aufstieg sicher. Aber selbst ein dritter Platz könnte reichen. Union muss dann aber den Drittletzten aus der ersten Bundesliga vom Platz fegen. Fachportale gehen davon aus, dass Union tatsächlich gute Chancen hat, bald in der Bundesliga aufzuspielen. Auch die Quoten scheinen dies für die nächsten Spiele zu bestätigen.

Damit werden die nächsten Spiele An der Alten Försterei ganz sicher spannend.

Tipp:  Wer Lust, kann sich auch das immer wieder packende DFB-Finale in Berlin anschauen – und dabei die tosende Kulisse genießen.

3. Geschichte pur in Tempelhof – das Fest der Luftbrücke wartet

Berlin hat Geschichte geschrieben. Die Ausrufung der Weimarer Republik oder folgenschwere Entscheidungen der Nachkriegszeit – Berlin oft eine wichtige Rolle gespielt. Diese Vergangenheit ist der Stadt anzusehen. Die Rede ist weniger von Museen, sondern einer geteilten Stadt. Viele Ecken des ehemaligen Mauerstreifens sind inzwischen gewichen – und nur noch Reste übrig.

Aber: Spuren der geteilten Stadt werden 2019 wieder ganz besonders in Erinnerung gerufen. Mitte Mai steigt in Berlin das Fest der Luftbrücke. Damit erinnert die Hauptstadt an aufreibende Monate, welche durch Rosinenbomber und die feurigen Ansprachen des damaligen Westberliner Bürgermeisters geprägt waren. Viele Berliner hat damals die Angst umgetrieben, dass die Alliierten Berlin im Stich lassen würden.

Letzten Endes war das Gegenteil der Fall. Die Westalliierten haben Berlin aus der Luft versorgt. Den Preis dafür haben Fliegerbesatzungen und Berliner – teils mit ihrer Gesundheit und dem Leben – bezahlt. Gefeiert werden die 70 Jahre Luftbrücke auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Eine passende Kulisse, die historische Exponate und Installationen einrahmen wird.

Partner des Festes der Luftbrücke sind unter anderem:

  • das Militärhistorisches Museum Gatow
  • das Alliiertenmuseum
  • das Deutsche Technikmuseum
  • die Erinnerungsstätte Luftbrücke

4. Museumstag am 19. Mai – Kultur genießen

Museen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft. Für viele dreht sich hier alles um Geschichte und Vergangenes. Museen wollen aber sehr viel mehr sein. Kunst und Kultur fließen hier mit einem Bildungsauftrag zusammen. Gerade Berlin ist bekannt für seine reichhaltige und lebendige museale Szene.

So ist seit 2009 das Neue Museum die Heimat der Nofretete. Und das Museum für Naturkunde ist bekannt für die Ausstellung urzeitlicher Lebewesen – allen voran dem Skelett eines Brachiosaurus. Als Herzstück der paläontologischen Sammlung sind Wissenschaftler in den letzten Jahren zur Erkenntnis gekommen, dass es sich beim Skelett um einen Giraffatitan handelt. Neben dem Pflanzenfresser sind auch einige fleischfressende Saurier – zumindest deren Skelette – in Berliner Museen zu sehen.

Und was wäre besser für einen Besuch als der 19. Mai? Hintergrund: An diesem Maisonntag ist wieder der Internationale Museumstag. Für die Museen bedeutet er Besucherströme und viel Arbeit. Denn auch die Berliner Museumsszene plant für den 19. Mai diverse Aktionen. Wer schon länger nicht mehr in einem der Hauptstadt-Museen war, sollte sich den Tag dick anstreichen.

5. Food-Events am laufenden Band

Die Museen in Berlin werden am 19. Mai wieder besonders viele Besucher haben – warum also nicht die Special-Events einem genaueren Blick unterziehen? Quelle: @ eyetronic – 204215014 / Fotolia.com

Vor Ostern wird bekanntlich gefastet. Gerade in Berlin sicher nicht einfach. Schließlich kann die Hauptstadt auch mit einer sehr lebendigen Gastro-Szene punkten. Mit dem Beginn des Sommers gibt es aber noch mehr als nur Kneipen zu entdecken. Berlin lädt dann wieder zu diversen Food-Events ein.

Berlin Seafood Festival: Urban Spree steht am letzten Maiwochenende ganz im Sinne der Meeresfrüchte. Das Berlin Seafood Festival zieht dann wieder alle Gourmets an, für die Knurrhahn kein Geflügel ist und Thunfisch nicht aus der Dose mit Sonnenblumenöl kommt. 2019 geht das Berlin Seafood Festival bereits in seine fünfte Saison.

Spargelfest am Breitscheidplatz: Rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geht es im Juni königlich zu. Spargel gilt schließlich als Königsgemüse. Interessierte Berliner erfahren zwischen 30. Mai und 30. Juni mehr zum Spargel, den verschiedenen Arten und wie das Gemüse auf den Punkt gelingt.

Fazit: In Berlin ist nach Ostern was los

Berlin steht für hippe Clubs. Die Hauptstadt kann aber viel mehr sein. Gerade im Frühsommer lohnt sich ein Besuch. Warum dem so ist, zeigt der Blick in den Eventkalender. In Berlin steigen Food-Festivals, Museen planen für den 19. Mai viele besondere Aktionen. Und mit dem Luftbrückenfest feiert die Stadt ihre eigene Geschichte. Wer genug von dem ganzen Trubel hat, kann sich auch mal entspannen – in einer der Berliner Strandbars. Auch wenn die Ostsee noch einige Kilometer weg ist, gibt es in Berlin Plätzchen zum Sonnenbaden und Cocktail schlürfen.

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