Horrorfilm

„A Quiet Place“ im Kino

Seien Sie still! Sonst kommen die Aliens Sie holen!

Paramount Pictures

Dieser Film ist schwer erträglich, in einem guten Sinn. Kurz nach Beginn zerfetzen Aliens einen Menschen so schnell, dass man kaum Zeit hat, zu erschrecken. Regisseur John Krasinski liefert einen schlichten, aber durchdachten Horrorfilm, schwer angsteinflößend und über weite Strecken totenstill. Der Film fragt, wie wir leben müssen, wenn wir kein Geräusch machen dürfen. Die Antwort: schrecklich!

Vor 89 Tagen attackierten Aliens die Erde. Sie sind blind, ihr Gehör aber sensationell. Von Gestalt wie übermannsgroße Heuschrecken, schleimhautfeucht, besitzen sie keine Augen. Dort wo der Kopf ist, fahren sie Schilder aus, um Schall zu orten. Sie lauern versteckt. Sobald sie ein Geräusch hören, schlagen sie überraschend zu. Das kann ein Wort sein, ein Lachen, knarzende Dielenbretter oder splitterndes Glas. Die Monster machen dann kurzen Prozess. Mit Klauen und Zähnen zerstückeln sie den Menschen, fressen ihn und verschwinden.

In dieser feindlichen Umgebung ziehen eine Frau (Emily Blunt) und ein Mann (John Krasinski) drei Kinder groß. Die älteste Tochter ist gehörlos. Die Kommunikation mit Gebärdensprache dürfte die Familie in der ersten Angriffswelle vor dem Tod bewahrt haben. Als Selbstversorger in einer ländlichen Umgebung versuchen die Eltern den Kindern beizubringen, mit dieser permanenten Gefahr zu leben. Vor allem zu überleben. Als wäre das nicht schon eine erschöpfende Aufgabe, wird die Frau auch noch schwanger. Wie klappt eine geräuschlose Geburt? Wie hält man ein Baby vom Schreien ab? Auch dazu gibt der Film bis zum grausamen Showdown schaurige Antworten.

„A Quiet Place“ ist ein großer Kinospaß. Die Spannung überträgt sich sofort von der Leinwand in den Kinosaal und fördert eine bemerkenswerte Erkenntnis zu Tage: Popcorn lässt sich auch ganz leise essen.

A Quiet Place USA 2017, 90 Min., R: John Krasinski, D: Emily Blunt, John Krasinski, Millicent Simmonds, Noah Jupe

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