Kino & Film in Berlin

Abstrus und blutig: „Ninja Assassin“ im Kino

Die ärgerliche deutsch-amerikanische Co-Produktion bietet dilettantische Kampfkunst.

„Die meisten Kinder sind eine Enttäuschung, nicht der Mühe wert, sie großzuziehen“, meint der faschistoide Herrscher eines japanischen Foltercamps für junge Waisen, die er zu gefühllosen Mordprofis abrichtet. Als zwei seiner Zöglinge dann doch Gefühle füreinander entwickeln, lässt der grausame Zuchtmeister das Mädchen nach einem Fluchtversuch hinrichten. Ihr Freund beschließt, den Tod eines Tages zu rächen.
Vor diesem Hintergrund spult „Ninja Assassin“ eine abstruse Krimihandlung ab – mit blutigen Massakern, haarsträubenden Dialogen („Wenn sie den Tango der Aufmüpfigen tanzen wollen …“) und einer unglaubwürdig gespielten „Europol“-Ermittlerin, die den mysteriösen Ninja-Killer-Klan aufs Korn genommen hat. Auch der unter seinem Pseudonym Rain in Ostasien als Sänger bekannte junge Koreaner Ji-hun Jeong ist mit seiner schnuckeligen Visage in der Titelrolle des ultraharten Superfighters fehlbesetzt. Doch mit dem Popstar können – so das Kalkül der Macher des mit deutschen Fördergeldern in Berlin und Babelsberg gedrehten Martial-Arts-Splatterfilms – die Teenie-Fans in Fernost geködert werden.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Ärgerlich

Orte und Zeiten: „Ninja Assassin“ im Kino in Berlin

Ninja Assassin, USA/Deutschland 2009; Regie: James McTeigue; Darsteller: Rain (Raizo), Naomie Harris (Mika Coretti), Ben Miles (Agent Ryan Maslow); Farbe, 99 Minuten

Kinostart: 10. Dezember

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