Filmfestival

Achtung Berlin – New Berlin Film Award 2017

Nähe und Distanz: Kein Festival der Stadt bietet so einen guten Einblick ins das aktuelle hiesige Kino wie Achtung Berlin – New Berlin Film Award, auch in seiner 13. Ausgabe

Die Hannas, Foto: Tellfilm

Sie sind quasi miteinander verwachsen. Seit vielen Jahren sind Anna und Hans ein Paar, so unzertrennlich, dass sie von Freunden und Verwandten nur „Die Hannas“ (großes Foto) genannt werden. Doch das selbst diese familiäre Festung ins Wanken geraten kann, das ­beweist Julia C. Kaiser, indem sie in „Die Hannas“ dem essbegeisterten Traumpaar mit den beiden Schwestern Kim und Nico ganz wilde Frauen auf den Hals hetzt – mit ungeahnten Folgen.
„Die Hannas“ steht exemplarisch für das junge Berliner Kino: bevorzugt im Hier und jetzt angesiedelt, gerne Beziehungen ausleuchtend, nicht ohne Humor – unverkrampfte Einblicke in das Leben der Mitmenschen, Identifikationsmöglichkeit: hoch.
Es sind diese Filme, die den besonderen Reiz von ­Achtung Berlin ausmachen. Die beiden Festivalleiter ­Sebastian Brose und Hajo Schäfer haben auch ein Herz für die mittellangen und kurzen Filme, für sie gibt es ebenso eine eigene Wettbewerbssektion wie für die abendfüllenden Spiel- und Dokumentarfilme (siehe Seite 34). Den Überblick auf das filmische Geschehen in der Hauptstadt vervollständigen die Sektionen Berlin Independents, ­Berlin Documents und Berlin Coproductions.
Neu: die Berlin Series. Mit Verzögerung sind deutsche Kreative nun doch in den seit Jahren anhaltenden Serienboom eingestiegen, man denke nur an Matthias Schweighöfer und seinen Amazon-Serienhit „You Are Wanted“. Achtung Berlin bietet innerhalb der neuen Sektion diverse Panels und zeigt die Pilotfolge von „Genius“, zwei Folgen von „4 Blocks“ sowie die ersten drei Folgen von „Tempel“. Im folgenden einige Spielfilm-Höhepunkte.

Mehr Informationen finden Sie hier

 

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