Science-Fiction

„Alien: Covenant“ im Kino

Lebensfragen – „Alien: Covenant“ ist der mittlere Teil einer Trilogie, in der die Vorgeschichte zum Klassiker erzählt wird

Foto: 20th Century Fox

Das schöne an der „Alien“-Filmreihe war ja ­bisher, dass in jedem Film die Schwerpunkte anders gesetzt waren: Der erste Teil war ein klassischer Horrorfilm, der zweite ein Military-SciFi, im dritten Teil ging es um eine Glaubensgemeinschaft, der vierte Teil war schon fast eine Komödie. Seit 2012 kümmert sich „Alien“-Schöpfer Sir Ridley Scott höchstselbst wieder um die Reihe. Und er wirft in seinen Prequels, die alle vor dem inzwischen legendären ersten Teil spielen, einige sehr philosophische Fragen auf: Woher kommen wir? Und warum muss die Schöpfung ihren Schöpfer zerstören?
Das Siedlungsraumschiff Covenant erhält eine Nachricht, die zu einem Himmelskörper führt. Ein Expeditionsteam unter Leitung des Androi­den Walter entdeckt, dass hier David lebt, ein Vorgängermodell von Walter, und der einzige Überlebende der Prometheus. Was aus den Überlebenden dieses Schiffs geworden ist und wie die Covenant dorthin kam, wo sie ist, das erfährt man aus den viralen Kurzfilmen, die zum integralen Bestandteil von Scotts Kino­filmen geworden sind. Walter jedenfalls hat die xenomorphen Wesen weiterentwickelt. Das Schlachten kann beginnen.
„Alien: Covenant“ sieht in der ersten Stunde leider „nur“ wie ein langweiligeres Remake des ersten Films aus, doch wenn Michael Fassbender in seiner Doppelrolle als Walter und David glänzen kann, entwickelt der Film einen unwider­stehlichen Sog. „Covenant“ ist all das, was der Vorgänger „Prometheus“ sein wollte: Ein Film, der die großen Lebensfragen stellt, versteckt in einer sehr unterhaltsamen und gruseligen Horrorfabel. Nur schade, dass wir auf die Auflösung der Trilogie noch einmal 18 Monate warten müssen.

Alien Covenant (OT) USA 2017, 122 Min., R: Ridley Scott; D: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Start: 18.5.

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