Biopic

„All Eyez on Me“ im Kino

Benny Bloom lässt den Rapper Tupac Shakur in einer Filmbiografie wieder auferstehen und umschifft beduaerlicher Weise die Konflike in der damaligen Hip-Hop-Szene

Foto: Constantin Film

Es war eine Tragödie, an deren Ende im September 1997 die US-Rap-Szene binnen von 12 Monaten mit den gewaltsamen Toden von Tupac Shakur und Christopher Wallace aka Biggie zwei ­ihrer größten Künstler verloren hatte, Opfer der „East Coast vs. West Coast“ benannten Fehde zwischen zwei Labels.
1996 erschien mit „All Eyez On Me“ Shakurs Schlüsselalbum, in dem er seinen alten Weggefährten Biggie disste. Doch leider ist der klug gewählte Titel das Beste, was es über dieses enttäuschenden Spielfilm zu berichten gibt. Dabei geht es noch interessant los: mit den eher unbekannten familiären Black-Panther-Wurzeln des jungen Shakur. Doch dieser Rückblick ist nur ­Bestandteil ­einer immer zäher werdenden Abhakliste von Lebensstationen, ohne jeden dramaturgischen Schwung. Offenbar bestand die Hauptsorge der Verantwortlichen darin, das heiße Eisen „East Coast vs. West Coast“ zu umschiffen. Benny Boom als Regisseur kann einem fast leid tun. Kein Wunder, dass John Singleton, der noch mit Shakur gearbeitet hat und Regie führen sollte, frühzeitig das Handtuch warf.

All Eyez On Me USA 2017, 137 Min., R: Benny Bloom, D: Demetrius Shipp Jr., Kat Graham, Start: 15.6.

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