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AMSOC vermittelt Paten für Kinder psychisch kranker Eltern

Amsoc-Ich-verlasse-mich-auf-euch_Diana-Brecht_10Jahre„Ein einfühlsamer Mensch, der kontinuierlich an der Seite eines Kindes steht, ist dessen höchster Schutzfaktor“, sagt Katja Beeck. Sie ist die Leiterin des Patenschaftsangebots vom Berliner Jugendhilfeträger AMSOC (Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg e.V.).
Das Angebot richtet sich an Berliner Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, sodass dieser in den akuten Phasen der Erkrankung nicht die Kraft hat, für sein Kind da zu sein. Der erste Schritt zur Inanspruchnahme des Angebots ist die Einsicht der Eltern, die eigene Krankheit anzunehmen, und die Bereitschaft, Hilfe für ihr Kind zuzulassen.
Aber auch die ehrenamtlichen Paten haben eine grundsätzliche Voraussetzung zu erfüllen: Sie müssen sich darüber bewusst sein, dass die Patenschaft kein zeitlich begrenztes Projekt ist, sondern eine dauerhafte Beziehung aufgebaut werden soll, in der das Kind mindestens bis zur Volljährigkeit begleitet wird.

Vor allem geht es darum, dem Kind ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Der Pate ist eine konstante Bezugsperson, bei der das Kind auch wohnen kann, wenn die Eltern krankheitsbedingt für dessen Versorgung ausfallen. AMSOC begleitet die Patenschaft fachlich, von der Schulung der Paten, über den Zusammenführungsprozess mit der Familie und dem Kind bis hin zu Gesprächen mit allen Beteiligten. Außerdem gibt es für Paten regelmäßige Supervisionen, in denen sie sich mit anderen über ihre Erfahrungen und eventuellen Konflikte austauschen und auch ihr eigenes Verhalten reflektieren können. Die Paten werden mit ihrer Aufgabe nicht allein gelassen und erhalten Rückhalt. Für den Erfolg einer Patenschaft ist aber vor allem das Einverständnis und die Grundsympathie aller Beteiligten zueinander ausschlaggebend.

Amsoc_Stetiges-Vertrauen_Laura_Petzoldt_13JahreDa dieses Angebot keine staatlichen Gelder erhält, sucht AMSOC nicht nur nach Menschen, die Paten werden möchten, sondern auch nach „Verlässlichkeitsgebern“. Das sind Privatpersonen und Unternehmen, die dauerhaft finanzielle Unterstützung in Form einer Spende oder eines Sponsorings leisten und damit die Kontinuität des Patenschaftsangebots ermöglichen. Mit diesen Geldern werden beispielsweise externe Mitarbeiter finanziert, die Patenschulungen, Supervisionen und Einzelgespräche mit den Beteiligten führen.
Um das Patenschaftsangebot für Kinder psychisch erkrankter Eltern zu unterstützen, kommt dem Verein der gesamte Erlös der Benefiz-Auktion von tip Berlin und radioeins zu Gute

Text: Lea-Maria Brinkschulte


Pate Werden

Infoabend am 17.4., 18 Uhr, nach telefonischer Anmeldung unter 33 77 26 82 oder www.amsoc-patenschaften.de

Verlässlichkeitsgeber
um die Kontinuität des Patenschaftsangebots zu gewährleisten, werden Spenden und Sponsoren laufend benötigt. Alle Infos unter: www.verlässlichkeitsgeber.de

Verlässlichkeit für Kinder
AMSOC hat die Wanderausstellung „Verlässlichkeit für Kinder“ ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung von verlässlichen Beziehungen aufmerksam zu machen. Gezeigt werden von Kindern gemalte Bilder, die verschiedene Facetten von Verlässlichkeit darstellen. „Meine Mama und ich“ von der  sechsjährigen Carla Wegmann ist das ­ Titelbild der Ausstellung. „Stetiges Vertrauen“ wurde von der 13-jährigen ­ Laura Petzold gemalt, die in ihrem Bild zum Ausdruck bringt, wie wichtig Vertrauen und ständiger Rückhalt für Kinder sind. Momentan­  ist die Ausstellung im St. Hedwig Krankenhaus zu sehen.
Einige Bilder werden bei der Auktion am 17.3. im TIPI ­ präsentiert.

 

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