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Kommentar

„Ausweitung der Geldzone“ von Lars Penning

Mehr Geld findet jeder gut. Insofern verwundert es nicht, dass die jetzt vom Bundeskabinett beschlossene Aufstockung des – in der Verantwortung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters liegenden – Deutschen Filmförderfonds (DFFF) um 75 Millionen Euro ab 2018 von der Produzentenallianz mit Begeisterung aufgenommen wurde

Lars Penning

„Eine exzellente Nachricht“, heißt es von deren Vorsitzenden Alexander Thies, der gleich noch die Lobby­arbeit seines Verbandes lobt. Dabei sind die meisten Fische noch ungefangen: Der Beschluss muss von einer neu zu wählenden Bundesregierung 2018 umgesetzt werden, wobei Antragsrichtlinien und Kappungsgrenzen offenbar bislang nicht letztgültig ausformuliert wurden. Denn die Produzentenallianz wie auch ­Medienexperten der SPD fordern eine Ausweitung der Filmförderung auf die audiovisuelle Medien­branche, die auch Serien, Spiele, Animation und visuelle Effekte beinhaltet.
Klar wird dabei vor allem eines: Es geht um den Wirtschaftsstandort Deutschland und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit – und nicht um den deutschen Film und seine Qualität. Man argumentiert am besten mit dem Steueraufkommen: Je mehr Geld wir ausgeben, umso mehr nehmen wir am Ende ein. Das mag in unserer globalisierten Welt Sinn machen, dem deutschen Film wird es wenig helfen.

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