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„Das doppelte Lottchen“ im Kino

Ganz unpeinliche Neuverfilmung: Das doppelte Lottchen macht auch 2018 Spaß  Als Erich Kästner 1949 „Das doppelte Lottchen“ veröffentlichte, war die Geschichte um die Zwillingsmädchen, die von jeweils einem ihrer getrennt lebenden Elternteile aufgezogen worden waren, modern. Alleinerziehende Eltern gehörten damals nicht zum Gesellschaftsmodell. Die Modernität hat sich verflüchtigt, der Spaß an der Verwechslung ist geblieben. Denn als sich Lotte und Luise in einem Feriencamp kennenlernen, beschließen sie: Lotte wird sich beim Vater als ­Luise ausgeben, entsprechend wird Luise bei der Mutter die ­Rolle Lottes übernehmen.

Foto: Der Filmverleih

Die Neuverfilmung des Stoffes wurde 2017 im TV ausgestrahlt. Doch die Kinoauswertung geht in Ordnung: Die Ästhetik ist spielfilmwürdig, das Projekt erfreulich unpeinlich, die Dialoge wirken stimmig. Aus dem charakterlichen Gegensatz der Mädchen macht der Film nicht viel, besitzt aber im charmant agierenden Zwillingspaar Mia und Delphine Lohmann einen Aktivposten, auf den sich Regisseur Lancelot von Naso hier gern und ganz zu Recht verlässt. 

Das doppelte Lottchen, D 2016, 89 Min., R: Lancelot von Naso, D: Mia Lohmann, Delphine Lohmann, Florian Stetter, Alwara Höfels, Start: 5.7.

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