Themenausstellung

Der Golem im Jüdisches Museum

Zum Leben erwecken: Die jüdische Legende vom Golem inspiriert Künstler und Literaten seit Jahrhunderten – wie eine Ausstellung im Jüdischen Museum zeigt

Ktura Manor, War Time/Peace Time (Golem), 2014, ÷l auf Leinwand © Courtesy of Andorran National Commission for UNESCO

Cyborgs, Roboter, Androide, Comic-Superhelden und Doppelgänger – sie alle sind Nachfahren des Golem, ein aus Staub und Erde geformtes Wesen, das durch rituelle Beschwörungen und hebräische Buchstabenmystik zum Leben erweckt wird. Ein Geschöpf mit Riesenkräften, das der Legende nach von Rabbi Judah Loew geschaffen wird, um das jüdische Ghetto in Prag vor Verfolgung zu schützen, dann jedoch außer Kontrolle gerät und selbst zur Bedrohung wird. Die Geschichte vom Golem beinhaltet zweierlei: einen Schöpfungsmythos sowie ein Szenario, das Gefahr und Rettung, Fortschrittsglauben und Kontrollverlust ineinander verwebt. Das Jüdische Museum geht nun mit Arbeiten internationaler Künstler (Abb. Joshua Abarbanel „Golem“) dieser komplexen Legende nach.

Jüdisches Museum Lindenstr. 9–14, Kreuzberg, Mo 10–22 Uhr, Di–So 10–20 Uhr, 23.9.–29.1., 8 erm./ 3 €

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