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„Der kleine Rosenkavalier“ in der Berliner Philharmonie

Der kleine Rosenkavalier

Es ist die Geschichte der Marschallin, einer schönen Libelle auf der Zauberwiese, und ihrer kleinen Raupennichte Sophie, die der böse Zauberer Ochs unbedingt heiraten möchte. Sophie jedoch verliebt sich in den Grashüpfer Octacvian. Am Ende wird Hochzeit gehalten – nur wessen Hochzeit ist es? Die kleinen Zuschauer der Kinderoper „Der kleine Rosenkavalier“ werden es herausfinden. Denn erstmals ist gelungen, was bisher unmöglich schien: Den Erben von Richard Strauss die Erlaubnis für eine Bearbeitung des klassischen Rosenkavalier-Stoffes zu entlocken. Ein junges Regie- und Ausstattungsteam der Akademie Musiktheater heute von der Deutschen Bank Stiftung, das Festspielhaus Baden-Baden und die Berliner Philharmoniker schafften gemeinsam die Verwandlung der Oper aus dem Jahr 1911 in eine kindgerechte Fassung. Auch die Hauptrollen sind durch Gesangsstudenten der Hochschulen Baden-Württembergs besetzt. Premiere feierte „Der kleine Rosenkavalier“ bereits bei den Osterfestspielen Baden-Baden, und nun kommt das Stück nach Berlin an die Philharmonie.
„Der ungewöhnliche Stoff sollte den Kindern nahegebracht werden, aber in einer ihnen verständlichen Erzählweise und Handlung„, sagt Andrea Schmolke von der Education-Abteilung der Berliner Philharmonie. „So ist die Idee zu der Tierebene entstanden.“ Doch nicht nur das Libretto von Hugo von Hofmannsthal, auch die Musik wurde stark gekürzt und vereinfacht. Es ist ein eigenständiges Stück entstanden. „Die schönsten Melodien der Oper sind jedoch erhalten geblieben“, sagt Andrea Schmolke. Das Schöne: Bei dem rund einstündigen Stück können sich die Kinder auch selbst einbringen. Sie können mitklatschen und -singen. Und schon vor der eigentlichen Aufführung begeben sich die Kinder in die Welt der Zauberwiese. „Im Foyer wird vor der Vorstellung ein Pianist mit den Kindern das Hochzeitslied einstudieren“, so Schmolke. Damit die Kinder auch Hochzeitsgeschenke haben, können sie in einer Mal-Ecke gemeinsam mit zwei Statisten des Stücks – der Biene und der Hummel – Bilder für das Brautpaar malen.
Aber wie reagieren Kinder auf die Kunstform Oper? „Natürlich sind viele anfangs etwas irritiert, wegen der speziellen Art zu singen und lachen“, sagt Schmolke. „Aber am Ende sind die meisten total begeistert.“ Und vielleicht vom Opern-Virus infiziert.

Text: Andrea Hahn

Foto: Michael Bode / Manolo Press

Der kleine Rosenkavalier, Berliner Philharmonie, So 26.4., 15 u. 17 Uhr, Karten unter www.berliner-philharmoniker.de/konzerte/kalender/

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