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Der Nahe Osten

Der Nahe Osten: Gründerzeitmuseum in Mahlsdorf

Herrenhaus mit Hurenstube – Das Gründerzeitmuseum in Mahlsdorf spiegelt widersprüchliche Zeiten. Seine Gründerin war eine frühe Gender-Vorkämpferin

Foto: Marco Oelsner/ Studio Pur Fotogen, Foto Lion

Rosa von Praunheim hat ihr 1992 sogar seinen Film „Ich bin meine eigene Frau“ gewidmet: der legendären Charlotte von Mahlsdorf. 1928 als Lothar Berfelde geboren, war sie eine ­absolute Vorreiterin in Sachen Gender und gründete bereits 1960 im ehemaligen Gutshaus Mahlsdorf das Gründerzeitmuseum, das sie bis kurz nach der Wende leitete. Charlotte von Mahlsdorf starb 2002, doch „ihr“ Museum existiert dank des Fördervereins Gutshaus Mahlsdorf bis heute.
Inmitten des prächtigen Gutsparks ­befindet sich im restaurierten Gebäude eine große Ausstellung mit Gegenständen aus der Gründerzeit in 14 Ausstellungs­räumen. Besonders sehenswert sind zum einen die zum Teil riesigen alten mechanischen ­Musikabspielautomaten, zum anderen im Keller die originale Einrichtung einer einfachen Berliner Pinte inklusive Arbeitsplatz für die Prostituierten, der Hurenstube. Hier und da finden im Museum Veranstaltungen statt, und: Man kann im schönen Gartensaal des Gründerzeitmuseums auch heiraten.

Gründerzeitmuseum Mahlsdorf Hultschiner Damm 333, Mahlsdorf, Mi+So 10–18 Uhr (nur mit Führung, Gruppenbesichtigung nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich), Tel. 567 83 29, www.gruenderzeitmuseum.de

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