• Allgemein
  • Die Spielfilmversion des ­Computergames „Assassin’s Creed“

Videospiel-Film

Die Spielfilmversion des ­Computergames „Assassin’s Creed“

Eine qualitativ gewinnbringende Beziehung sind Computerspiele und das Kino bislang nur selten eingegangen. Oder was ist von einem Subgenre mit eigentlich viel verkaufsträchtigem Potenzial zu halten, das mit „Dungeons & Dragons“, „Warcraft“ oder „Alone in the Dark“ viele Stinker aufzuweisen hat und bei dem man die mittelmäßigen Lara-Croft-Verfilmungen noch als Highlight ansehen muss? Und das hat ja seinen Grund: Computerspiele bieten selten – wie etwa bei „Grand Theft Auto“ – eine ausformulierte Geschichte, sondern lediglich eine Prämisse, ein Tableau, auf dem der Computerspieler sich dann selbst durch ein Abenteuer kämpfen muss.

Assassin’s Creed
Foto: 20th Century Fox

Leider lösen auch Regisseur Justin Kurzel und seine Stars Michael Fassbender und Marion Cotillard – sie kreierten zusammen im vergangenen Jahr eine neue Version von Shakespeares „Macbeth“ – dieses Dilemma nicht auf. Denn ihre Filmversion des Computerspiels „Assassin’s Creed“ sieht zwar mitunter gut aus, wirkt aber reichlich konfus.

Mittels einer merkwürdigen Maschinerie durchlebt Callum Lynch (Fassbender) die Kämpfe seines Ahnen Aguilar im Spanien des 15. Jahrhunderts, überwacht von Dr. Sophia Rikkin (Cotillard). So wird gegen einen mysteriösen Templerorden gefightet und parcoursähnlich über Dächer gesprungen, was die Effekte hergeben. Das hat zwar seinen visuellen Reiz, langweilt auf die Dauer aber ungemein. Da geht nichts in die Tiefe, da fehlt jede Faszination für die Figuren.

Assassin’s Creed USA 2016, 108 Min., R: Justin Kurzel, D: Michael Fassbender, Marion Cotillard, Jeremy Irons, Start: 27.12.

Bewertungspunkte4

Mehr über Cookies erfahren