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Dokumentarfilm

„Ich. Du. Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“ im Kino

Dokumentarische Betrachtung einer Induktionsklasse in Nordrhein-Westfalen

Foto: Mindjazz Pictures/ Thomas Binn

Der Lehrermangel an Schulen ist in ganz Deutschland ein Problem. An Inklusionsschulen, wo in Schulklassen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden, wird dieses Problem noch deutlicher.

In diesem Dokumentarfilm wurde über zwei Jahre lang eine Inklusionsklasse der Schule Geschwister Devries im nordrhein-westfälischen Uedem begleitet. Dabei werden ohne Kommentar Situationen aus dem Schulalltag der Klasse gezeigt. Zwischendurch kommen Eltern, Lehrer, die Sonderpädagogen und auch die Kinder zu Wort, die sich größtenteils kritisch über die Umsetzung der Inklusionsklassen äußern. Bezeichnend dabei ist im Film eine Situation aus dem Matheunterricht: Während alle Schüler mitmachen, sitzt einer, der nicht auf dem Stand der anderen ist, isoliert hinten und macht Malübungen.

Mit den langen, ungeschnittenen Passagen aus dem Unterricht bekommt man einen guten Einblick in die Welt der Inklusionsklasse. Dadurch gibt der Dokumentarfilm dem Zuschauer mehr als jede Statistik oder jeder Bericht zur Umsetzung der Inklusion. Die schönsten Momente sind jene, in denen sich die Kinder selbst zu ihrem Unterricht oder zum Thema Behinderung äußern. Denn diese kleinen Menschensind es, die am Ende am meisten unter dem System leiden.

Ich. Du. Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft D 2017, 95 Min., R: Thomas Binn, Start: 4.5.

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