Kolumne

Jackie A. entdeckt Sommermensch

Sommer in Berlin! Wenn jetzt noch jemand so freundlich wäre, bei der S-Bahn Bescheid zu geben – da gab es nämlich Signalstörungen und Bahnausfälle auch ganz ohne Schnee, worauf sich auf einigen S-Bahnhöfen dieser Stadt dramatische (Wut-)Szenen abspielten.

Foto: Jackie A
Foto: Jackie A

Mit jenen verprellten Fahrgästen und allen anderen, die vergessen haben, wie das nochmal ging mit dem Sommer und dem laxen Lebensgefühl, möchte ich hiermit meinen persönlichen Fahrplan zur Sommermenschwerdung teilen.
1. Ein Stück Karibik ordern.  30 Euro investieren und sich nach Charlottenburg, Mitte oder Marzahn online eine Kiste frischer Kokosnüsse bestellen. Die Kokosnuss als Eventgetränk mit integriertem Dessertbonus sorgt für bewundernde Blicke (Nachbar auf dem Balkon, Passanten auf der Straße) und hat hier wegen des phänomenalen Geschmacks inzwischen schon das deutsche Feierabendbier verdrängt. Wenn das der Gauland wüsste!
2. Sonnentanz. Gewiefte Partysenioren überlassen die verrauchten Clubs in der Nacht den Touristen und amüsieren sich stattdessen tagsüber bei einem luftigen Open Air. Im aktuellen „Jackie A.-Party-TÜV“ liegt die Else übrigens vorne: schön am Wasser gelegen, mit Schaukel an der Bar und einem Line-up, das was kann – beispielsweise Knieschmerzen verursachen, wie letzten Sonntag vom vielen Tanzen beim Set von Matthew Herbert und Luke Vibert.
3. Obst als Kommunikationsassistent. Selten war es leichter, in Kontakt mit jungen Leuten zu treten! Legen Sie sich eine Smartphone-Hülle in Form einer Banane zu (siehe Amazon, iPhone-Case „Banane“)  und erleben Sie gemeinsam mit Besitzern von Melonen-Portemonnaies, Erdbeer-Schlüsselanhängern und  Ananas-Rucksäcken auf Tanzflächen und öffentlichen Plätzen den Sommer Ihres Lebens!
4. Tourist in der eigenen Stadt.  Und spektakulär in einer Hotelbar abstürzen. Seit Filippo Naughty Moscatello,  Berliner DJ und Spezialist für rare Discotunes, seine neueste Partyreihe „Vinyl Nights“ in der poshen Vox-Bar des Grand Hyatt veranstaltet, können Sie die schönsten Disco-Szenen aus den 80er-TV-Serien „Denver-Clan“ oder „Dallas“ im stilechten Ambiente nachspielen. Einen Drink ordern wie  einst Linda Gray als Sue Ellen beim verständnisvollen Barkeeper an der Whiskybar? Oder im Glanz-Overall auf dem Dancefloor auftrumpfen wie damals Victoria Principal als Pam in der glamourösen Diskothek unweit der Southfork Ranch? Endlich ist der Potsdamer Platz auch mal zu was gut. Immer eine Handbreit Kokoswasser unterm Kiel wünscht Ihnen Jackie A.

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