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Kfz-Versicherungen werden teurer

So werden zahlreiche Policen automatisch teurer, da nun neue Kriterien wie etwa das Alter des Versicherungsnehmers herangezogen werden.

Autoversicherung

Die neuen Typklassen stufen rund 55 Prozent der Fahrzeuge in der Kfz-Haftpflichtversicherung eine Klasse höher ein, 36 Prozent werden eine Klasse niedriger eingestuft. Für die neue Verordnung hat der GDV die Schadenbilanzen von 22.000 Automodellen analysiert um herauszufinden welche Fahrzeugtypen besonders anfällig für die Beteiligung an Unfällen sind.

Auch in der Teilkaskoversicherung kam es zu einigen Umstufungen. Hier waren etwa mehr als die Hälfte der Fahrzeuge betroffen. Von ihnen wurden 21 Prozent eine Klasse höher eingestuft und 75 Prozent dagegen eine Klasse niedriger.

Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten bemerkt in diesem Zusammenhang, dass sichere Autofahrer finanziell benachteiligt werden wenn sie ein Modell fahren, das bei riskanten Fahrern beliebt ist. Da hilft auch ein Wechsel des Versicherers wenig, da sich die ganze Branche nach den Typklassen richtet.

Dennoch gibt es bei den Versicherern Preisunterschiede, weswegen sich ein Online-Preisvergleich der Kfz-Versicherer dennoch lohnen kann. Im Moment stehen die Chance auf Rabatte gut, da Ende November die Kündigungsfrist für das kommende Jahr endet und die Versicherer entsprechend um potentielle Kunden buhlen. Laut Horst Müller-Peters, Professor für Marktforschung und Kundenverhalten am Institut für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln, findet mehr als die Hälfte der Versicherten eine günstigere Police wenn sie sich die Mühe einer Online-Suche machen.

Das Ersparnis kann hierbei zwischen 106 Euro und 142 Euro liegen wie eine Untersuchung von Onlinevergleichsportalen ergab. Der Zeitaufwand für das Auffinden und Abschließen eines neuen Vertrags lag hierbei bei durchschnittlich weniger als 20 Minuten.  Jetzt zur Wechselsaison erwarten einige Versicherer wie Check24 oder Verti ein starkes Geschäft. Andere Versicherer vergraulen ihre Kunden nämlich mit Preiserhöhungen bis zu 20 Prozent und die Einführung der neuen Typklassen belebt das Geschäft.

Wechselwillige Versicherungsnehmer sollten also vor Ende November ihre Verträge kündigen und online nach günstigen Policen Ausschau halten. Die entsprechenden Portale sind kostenlos nutzbar, nur die Stiftung Warentest verlangt 16 Euro sowie eine Anmeldung. Laut Müller-Peters lohnt sich diese Investition aufgrund der neutralen Beratung und der besonders günstigen Tarife. Auf gewerblichen Portalen zahlt der Kunde eine Provision von 45 bis 100 Euro, was jedoch nur jeder zweite Nutzer weiß.

Bild: © svort – fotolia.com

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