Rock

The New Pornographers

Zu beknackt – So wird das nichts mit der Weltkarriere für The New Pornographers.

Kennen Sie die Pectoralz? Oder On A Friday? Aber vielleicht Tony Flow & The Miraculously Majestic Masters Of Mayhem? Nicht? Nun, bestimmt haben Sie schon von Coldplay, Radiohead oder den Red Hot Chili Peppers gehört, denn unter diesen weniger abwegigen Namen haben die genannten Bands doch noch in die Erfolgsspur gefunden. Möglicherweise hätten auch The New Pornographers mal über eine Umbenennung nachdenken sollen. Denn sorry, aber mit so einem beknackten Bandnamen (was sollen das eigentlich für Gestalten sein, diese „neuen Pornografen“?) wird das nichts mit der Weltkarriere.

Umso bedauerlicher, als das in alternierenden Besetzungen sechs- bis achtköpfige Kollektiv aus Vancouver seit fast 20 Jahren zur internationalen Spitzenklasse des Indie-Rock gehört und in seiner Nische, einem von dezenter Psychedelik umflorten Power-Pop, der auch vor 80er-Synthie-Glam nicht zurückschreckt, ziemlich konkurrenzlos ist. Mit einem herausragenden Songwriter (A.C. Newman) und charismatischen Sängerinnen (Neko Case, Kathryn Calder) gesegnet, müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn diese Band nicht eines Tages von der Masse entdeckt wird, zumal das neue Album „Whiteout Conditions“ genauso knackig und eingängig geraten ist wie die sechs Vorgänger. Doch halt, da war noch was…

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