Barbecue

Rinderbrustton der Überzeugung

Adam Ramirez ist mit The Pit sesshaft geworden.

Der Trend geht zur Inselbegabung. Ein Restaurant, besser noch ein sehr, sehr kleines Restaurant, das eine Sache ganz besonders gut kann. Den Flammkuchen, die Ceviche – das BBQ. Vor allem das Real Texan BBQ. Denn das kann Adam Ramirez so gut und vor allem so authentisch wie vermutlich kein Zweiter in Berlin, in Deutschland, in Europa. Das liegt an einem imbissbudengroßen Smoker, den Ramirez eigens aus zwei Gastanks zusammengeschweißt hat. Machen alle so in seiner texanischen Heimat. Dieser Smoker also macht butterzartes, herrlich aromatische Beef Briskets vom Wagyu-Rind, 18 Stunden bei 110 Graden im Eichenrauch gesmoked. Vom Wagyu-Rind, weil das intramuskulöse Fett dieser Tiere für jenen Boost an buttriger Zartheit sorgt. Ein Spektakel.

Harte ArbeitFoto: Angelika Schwaff
Harte Arbeit
Foto: Angelika Schwaff

So weit ist die Geschichte aber vielleicht schon bekannt. Zumal bei jenen, die The Pit bereits als Popup-Restaurant kennen und vor allem von den Caterings. In einem dem Thema angemessen rustikal inszenierten Restaurant in der aufblühenden Reichenberger Straße ist Adam Ramirez jetzt sesshaft geworden – und sich dabei treu geblieben: Fleisch (auch vom Duroc-Schwein) aus dem Smoker, Weißkrautsalat, Maisbrot und Bier. Süffiges aus Pilsen und aromatisch forderndes, aber herrlich mit dem Beef harmonierendes Arrogant Bastard Ale aus Mariendorf (von Stone Brewing) – mehr gibt es eigentlich nicht. Vor allem aber: Mehr braucht es nicht. Na gut, über mexikanisches Fingerfood denkt Ramirez für die Zukunft noch nach.

Text: Clemens Niedenthal

The Pit

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