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Komödie

„Wilson – Der Weltverbesserer“ im Kino

Verbittert, zynisch, misanthropisch, neurotisch – Wilson (Woody Harrelson) ist alles andere als sozial kompetent

Foto: 20th Century Fox

Sein halbes Leben ist vorbei, und bis auf die Gesellschaft seines Hundes Pepper erträgt er niemanden. Als sein letzter und eigentlich auch einziger „Freund“ wegzieht und sein Vater kurz darauf stirbt, ist Wilson endgültig alleine. Er nimmt nach 17 Jahren noch einmal Kontakt zu seiner temperamentvollen Ex-Frau Pippi (Laura Dern) auf, die ihr gemeinsames Kind, das sie ursprünglich abtreiben lassen wollte, ohne Wilsons Wissen zur Adoption freigab. Als er erfährt, dass er Vater ist, verändert sich alles: Plötzlich findet Wilson wieder Antrieb in seinem Leben und setzt alles daran, seine Tochter Claire (Isabella Amara) für sich zu gewinnen und gemeinsam mit Pippi ein Familienleben aufleben zu lassen, das er all die Jahre verpasst hat.

„Wilson – Der Weltverbesserer“ entstand als Verfilmung der gleichnamigen Graphic Novel, deren Autor Daniel Clowes auch das Drehbuch schrieb: Das arbeitet sich an bekannten Themen ab: der Suche nach Sinn, Bestimmung und Geborgenheit. Doch die Figuren sind gnadenlos überspitzt und die Dialoge viel zu theatralisch, als dass die guten Schauspieler noch etwas retten könnten. Das eigentliche Problem besteht jedoch darin, dass Wilson eher eine bemitleidenswerte als eine humorvolle Gestalt ist. Er ist gefangen im falschen Genre und würde sich in einer Tragödie vermutlich deutlich wohler fühlen.

Wilson – Der Weltverbesserer USA 2017, 94 Min., R: Craig Johnson, D: Woody Harrelson, Laura Dern, Isabella Amara, Start: 29.6.

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